Boon.Tech muss 600.000 US-Dollar Strafe wegen nicht registrierten ICO zahlen

Boon.Tech wurde von der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) wegen der Durchführung eines nicht registrierten Initial Coin Offerings (ICO) und des Betrugs an Anlegern angeklagt.
Die Behörde leitete ein Gerichtsverfahren gegen das Projekt ein, da die Boon Coins des Projekts ihrer Ansicht nach Wertpapiere seien, die das Unternehmen nicht als solche registriert habe. Das Unternehmen muss nun eine Strafe von 600.000 US-Dollar zahlen und die mit dem Projekt erzielten 5 Millionen US-Dollar Gewinn abgeben.
Boon.Tech
Die US-Börsenaufsicht SEC gab bekannt, dass Boon.Tech im Rahmen seines ICO zwischen November 2018 und Januar 2019 rund 5 Millionen US-Dollar von Investoren eingesammelt hat. Das Unternehmen und sein CEO Rajesh Pavithran sammelten Gelder von mehr als 1.500 Investoren aus den Vereinigten Staaten und anderen Teilen der Welt.
Das Projekt beschaffte sich die nötigen Mittel durch den Verkauf von Boon Coins, um eine Plattform zu entwickeln und zu bewerben, die Arbeitgeber, die Stellenanzeigen schalten, und freiberufliche Arbeitssuchende miteinander verbinden sollte.
irreführende Aussagen
Die SEC wirft dem Projekt und seinem Leiter Pavithran „irreführende Aussagen“ vor. Dazu gehört die Behauptung, die Boon Coins seien stabil und sicher, da das Projekt eine zum Patent angemeldete Technologie nutze, um die Volatilität des Marktes für digitale Vermögenswerte zu eliminieren. Daher könnten die Boon Coins als Absicherung gegen den US-Dollar mit einem stabilen Preis eingesetzt werden.
Die Behörde stellte jedoch fest, dass Boon.Tech über keine derartige „zum Patent angemeldete Technologie“ verfügte. Die SEC erklärte außerdem, dass es sich bei den Boon Coins im Wesentlichen um Wertpapiere handele, obwohl das Projekt diese nicht als solche registriert habe.
Das Projekt behauptete außerdem, über ein eigenes Mainnet zu verfügen, das die Plattform unterstützte. Tatsächlich basierte das Projekt jedoch auf einer bereits auf dem Markt verfügbaren öffentlichen Blockchain.
Die Parteien haben eine Einigung erzielt. Boon.Tech muss eine Strafe von 600.334 US-Dollar zahlen und auf den Gewinn von 5 Millionen US-Dollar verzichten. Darüber hinaus muss das Unternehmen alle Boon Coins vernichten und darf sich künftig nicht mehr an Angeboten digitaler Wertpapiere beteiligen.
Dem CEO des Projekts, Rajesh Pavithran, wurde außerdem die Ausübung eines Amtes als leitender Angestellter oder Direktor in einem börsennotierten Unternehmen untersagt und er muss eine Strafe von 150.000 US-Dollar zahlen.
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Bilal Ahmed
Bilal Ahmed ist ein Fintech-Autor mit fünf Jahren Berufserfahrung. Er studierte am Institute of Chartered Accountants, bevor er 2019 zu Cryptopolitan wechselte.
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