- Deutschland erhält seine erste Blockchain-basierte Stromhandelsplattform.
- Die Plattform wird von einem der führenden Technologiekonzerne, Siemens, entwickelt.
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Blockchain-Technologie großes Potenzial besitzt und in verschiedenen Branchen zur Optimierung und Modernisierung von Abläufen eingesetzt wird. Der Münchner Mischkonzern Siemens wird heute in einer deutschen Gemeinde eine Blockchain-basierte Stromhandelsplattform einführen. Dies wäre das erste Mal, dass die Blockchain-Technologie zur Veränderung des deutschen Energiemarktes genutzt wird.
Deutschlands erste Blockchain-Stromhandelsplattform
Die Blockchain-basierte Stromhandelsplattform Pebbles, die sich derzeit in der Demophase befindet, wird im Rahmen einer Initiative von Siemens, dem Allgäuer Überlandwerk (AÜM), dem größten regionalen Stromversorger, und weiteren Partnern entwickelt. Ziel der Plattform ist es, die Abläufe auf dem lokalen Energiemarkt und den Stromhandel in Wildpoldsried, einer Region im bayerischen Allgäu, zu optimieren.
Laut einem Bericht vom Montag ermöglicht die Blockchain-basierte Stromhandelsplattform privaten Energieerzeugern die Interaktion mit lokalen Abnehmern über eine mobile Anwendung. Dadurch können die Erzeuger ihren Strom direkt vermarkten, ohne Zwischenhändler oder die traditionellen Netzbetreiber einschalten zu müssen. Neben der Abwicklung der Transaktionen auf der Plattform ist die Blockchain-Technologie unerlässlich, um Vertrauen und Transparenz zwischen Käufern und Verkäufern zu gewährleisten.
Sabine Erlinghagen, eine der Verantwortlichen bei Siemens Smart Infrastructure, kommentierte die Entwicklung wie folgt:
„Dies leistet einen wichtigen Beitrag zu den energie- und digitalpolitischen Zielen der Regierung sowie zur Energiewende in der Region Allgäu.“
Blockchain-Ära
Die Blockchain-basierte Stromhandelsplattform Pebbles erhielt zudem finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Ziel des Pebbles-Projekts ist es, Energieerzeugern durch flexiblen und optimierten Handel zu helfen, Engpässe im Stromnetz zu vermeiden und gleichzeitig die Kosten für den Energietransfer zu senken.
Im Juni kündigte das japanische Unternehmen TEPCO Holdings einen ähnlichen Plan zur Einführung eines auf Blockchain basierenden Stromhandelssystems für japanische Kunden an.

