BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von rund 11,6 Billionen US-Dollar, hat einen bedeutenden Kauf von 2055 BTC im Wert von rund 172,1 Millionen US-Dollar durchgeführt.
Die Transaktion folgt auf ihren kürzlichen Kauf von 2.600 BTC am 18. März im Wert von 218,1 Millionen US-Dollar, was auf ein unerbittliches Investitionstempo hindeutet.
Laut treasuries.bitbo.io beliefen Bitcoin Bestände des Unternehmens am 19. März 570.582 BTC Bitcoin entspricht. Mit der heutigen Übernahme steigt diese Zahl auf 572.637 BTC und stärkt damit BlackRocks Position als führender Bitcoin ETFs für den Spotmarkt.
Bitcoin stößt bei 87.500 US-Dollar auf Widerstand
Der jüngste Versuch des Bitcoin-Kurses, die Marke von 87.500 US-Dollar zu durchbrechen, ist gescheitert. Er stößt auf erheblichen Widerstand, und die Marktbewegungen deuten darauf hin, dass große Marktteilnehmer versuchen, den Kurs zu drücken. Nachdem Bitcoin am 20. März ein 13-Wochen-Hoch von 87.500 US-Dollar erreicht hatte, fiel er seither um 4,4 % auf 83.600 US-Dollar zurück, wobei technische Indikatoren auf weiteres Abwärtsrisiko hindeuten.
Die Übernahme durch BlackRock unterstrich die strategische Neuausrichtung des Unternehmens, die es in seinem Global Outlook-Bericht 2025 dargelegt hatte. Darin erkannte es Bitcoin als konkurrenzfähigen, tragfähigen Vermögenswert zu Gold in einer Welt, die von unzuverlässigen Aktien-Anleihen-Korrelationen geprägt ist.
Auch BlackRock-Chef Larry Fink hat sich wiederholt positiv über das Potenzial von Bitcoingeäußert. Er deutet an, dass diese Art von Übergang aufgrund seiner Gespräche mit Staatsfonds die „erste Welle“ sein könnte, was impliziert, dass eine breitere Akzeptanz bald folgen könnte.
Doch nicht alle Reaktionen sind uneingeschränkt positiv. BitcoinAnhänger auf X äußerten Bedenken hinsichtlich der Zentralisierungsrisiken und verwiesen auf BlackRocks historische Skepsis sowie dessen zunehmenden Einfluss auf die Marktdynamik von Bitcoin.
Trotzdem war die allgemeine Stimmung optimistisch, in Beiträgen wurde von einer „institutionellen Bestätigung in Aktion“ und einem möglichen Beschleuniger für den Durchbruch von Kryptowährungen zum Mainstream gesprochen.
BitcoinRisikowahrnehmung an institutionellen Märkten
Robert Mitchnick, Leiter des Bereichs Digitale Vermögenswerte bei BlackRock, versuchte am Mittwoch angesichts der Volatilität auf dem Kryptowährungsmarkt, die Auffassung in Frage zu stellen, dass Bitcoin eine risikoreiche Anlage sei.
In einem Interview mit CNBCs Squawk Box sagte Robert Mitchnick, Leiter des Bereichs Digitale Vermögenswerte bei BlackRock, dass die Kryptowährungsbranche Bitcoin trotz seiner „globalen, knappen, nicht-souveränen und dezentralisierten“ Natur als risikoreiche Anlage propagiert habe
Mitchnick merkte an, dass diese Wahrnehmung zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung geworden sei, die teilweise durch Branchenanalysen und Kommentare befeuert werde, welche die Risikobereitschaft untermauerten. Er vermutete, dass die Branche durch diese Darstellung Bitcoin dessen Volatilität möglicherweise noch verschärfe.
Die US-Regulierungsbehörden genehmigten Anfang letzten Jahres Bitcoin -ETFs für den Spotmarkt und erweiterten damit den Zugang institutioneller Anleger zur ältesten Kryptowährung der Welt. BlackRocks Antrag auf Zulassung eines Bitcoin ETFs gilt weithin als Wendepunkt in den Bemühungen der Emittenten um die lang ersehnte Genehmigung dieser Fonds.
Die ETFs verwalten mittlerweile ein Vermögen von rund 100 Milliarden US-Dollar, wobei der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock 46,5 Milliarden US-Dollar davon kontrolliert. IBIT erreichte die Marke von 10 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen schneller als jeder andere Fonds in der 32-jährigen Geschichte der ETF-Branche.
BlackRock Investment Management & Financial Service. Aufgenommen am 10. Oktober 2024. Foto von Anthony Quintano via Flickr.