Bitpanda, der in der EU ansässige Krypto-Broker, hat die Möglichkeit eines Börsengangs (IPO) ins Spiel gebracht. Der öffentliche Verkauf wurde monatelang für 2025 erwogen und könnte bereits in der ersten Jahreshälfte erfolgen.
Die Bitpanda GmbH, eine Handels- und Brokerage-Plattform für Kryptowährungen, erwägt Frankfurt als möglichen Standort für ihren Börsengang. Laut Bloomberg-Berichten, die sich auf mit dem Vorgang vertraute Quellen berufen , könnte der Börsengang bis Ende des ersten Halbjahres abgeschlossen sein.
Die Entscheidung fiel Monate, nachdem Bitpanda sich gegen ein Londoner Listing und stattdessen für einen Börsengang im Euroraum entschieden hatte. Im August 2025 erwog die Börse New York oder Frankfurt als mögliche Standorte für ein Listing.
Das Wiener Brokerhaus könnte laut anonymen Quellen eine Bewertung von über 4,7 Milliarden US-Dollar (4 Milliarden Euro) anstreben. Berichten zufolge hat Bitpanda die Goldman Sachs Group Inc., Citigroup und die Deutsche Bank mit der Abwicklung des Verkaufs beauftragt.
Ein noch kürzerer Zeitraum ist möglich, mit einem Börsengang im ersten Quartal. Mit der neuen Entscheidung reiht sich Bitpanda in die wachsende Liste von Krypto-Unternehmen ein, die sich auf einen Börsengang im Jahr 2026 vorbereiten.
Bitpanda ist Marktführer in Österreich
Bitpanda gehört zu den in der EU ansässigen, regulierten Brokern, die sich schnell an das veränderte Kryptoumfeld angepasst haben. Die Plattform unterstützt Web3 sowie traditionelle Anlageformen wie Aktien und Edelmetalle.
Laut einem Bericht über die Nutzung digitaler Vermögenswerte in Österreich konnte Bitpanda seine Beliebtheit als lokaler Broker weiter ausbauen. In Österreich erreichte Bitpanda einen Marktanteil von 59,6 % Binance und Kraken lediglich 11 % erreichten. Bitpanda bietet zudem regulierten Derivatehandel mit einem Hebel von bis zu 10x für risikoreichere Anlagestrategien an.
Die Wahl der Handelsplattform in Österreich wird maßgeblich von Bitpandas umfassendem Angebot bestimmt, das Portfolio- und Steuermanagement sowie die automatisierte Einbehaltung der Kapitalertragsteuer beinhaltet. Der Broker und die Handelsplattform profitieren von ihrem vollständig regulierten Status im Bereich Kryptowährungen und weisen eine hohe Nutzerbindung in Österreich auf. Die Plattform bietet eine relativ kleine, sorgfältig ausgewählte Sammlung von Krypto-Assets und anderen Anlagemöglichkeiten, jedoch noch keine auf Solanabasierenden Stablecoins.
Bitpanda bereitet sich mit Teamveränderungen auf den Börsengang vor
Bitpanda startete mit einem neuen Vorstand ins Jahr 2026. Die von Eric Demuth und Paul Klanschek gegründete Plattform wechselte zum jetzigen CEO, Lukas Enzersdorfer-Konrad.
Demuth wechselte auf die Position des Verwaltungsratsvorsitzenden der Schweizer Holdinggesellschaft, der die Bitpanda Group gehört.
Bitpanda deutete seine erneuten IPO-Pläne an, zeitgleich mit Krakens Ankündigung eines Nasdaq-Listings, bei dem 250 Millionen US-Dollar eingesammelt werden sollen. Bitpandas Popularität könnte eine höhere Bewertung ermöglichen, die Höhe der ersten Finanzierungsrunde ist jedoch ungewiss. Das Brokerhaus traf diese Entscheidung in einer vielversprechenden IPO-Saison für Europa und in einem Jahr mit zahlreichen hochkarätigen Krypto-IPOs.

