Bitcoin stürzte am frühen Freitag auf 92.808 US-Dollar ab und verlor damit innerhalb eines Tages 9 % an Wert. Noch vor wenigen Tagen hatte er sich mit über 108.000 US-Dollar, seinem bisherigen Höchststand, in Ruhm gesonnt. Nun sieht die Lage völlig anders aus.
Der Kurssturz erfolgte zeitgleich mit einer überraschenden Ankündigung der US-Notenbank : Im nächsten Jahr werden weniger Zinssenkungen erwartet. Und Bitcoin Investitionen werden von der Zentralbank nicht unterstützt. Das sind wahrlich keine Nachrichten, die sich irgendjemand vor den Feiertagen gewünscht hätte.
Der Kryptomarkt ist nicht der einzige, der fällt. Auch die Wall Street hat Einbußen hinnehmen müssen. Die Folgen der ripple Geldpolitik der US-Notenbank haben die Aktienkurse gedrückt. Und alle Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Lage noch verschlimmern wird.
Bitcoin Massaker: Blutvergießen in den Krypto-Charts
Der Bitcoin Crash reißt den gesamten Kryptomarkt in eine Abwärtsspirale. Ethereum? Minus 15 %. XRP? Ein brutaler Kurssturz von 17 % in nur 24 Stunden.
Auch Bitcoin-ETFs waren betroffen. Gestern verzeichneten in den USA notierte ETFs, die direkt in Bitcoin investieren, Abflüsse in Höhe von 671,9 Millionen US-Dollar. Das ist der schlechteste Tag seit Bestehen dieser Fonds.
Fidelitys FBTC ETF verzeichnete Abflüsse in Höhe von 208,5 Millionen US-Dollar, Grayscales GBTC folgte dicht dahinter mit einem Verlust von 188,6 Millionen US-Dollar. BlackRocks IBIT ETF, der in den letzten Wochen sehr beliebt war, verzeichnete erstmals seit Längerem keine Zuflüsse mehr. Offenbar haben die Anleger plötzlich kalte Füße bekommen.
Der Bitcoin -Futures-Markt der CME sieht derweil nicht viel besser aus. Die annualisierte Prämie für einmonatige BTC-Futures fiel auf 9,83 % – den niedrigsten Stand seit über einem Monat. Niedrigere Prämien bedeuten, dass Arbitragegeschäfte, die Händlern einst leichtes Geld einbrachten, nicht mehr so lukrativ sind.
Ether-ETFs verloren am Donnerstag ebenfalls 60,5 Millionen Dollar und beendeten damit eine seit dem 21. November anhaltende Abwärtsspirale. Ethereum , das einst die 4.100-Dollar-Marke fast erreicht hatte, ist nun innerhalb weniger Tage um 20 % gefallen.
Märkte reagieren empfindlich auf Unsicherheit, und Trumps aggressive Politik verschärft die Lage zusätzlich. Er droht bereits mit Zöllen gegen US-Verbündete und -Rivalen gleichermaßen, was Anleger befürchten lässt, dass geopolitische Spannungen die ohnehin schon angespannte Marktlage weiter verschärfen werden.
Kombiniert man das mit dem restriktiven Ton der Fed, hat man das Rezept für eine turbulente Weihnachtszeit. Ist eine Weihnachtsrallye unter diesen Umständen überhaupt noch möglich?

