Bitcoin stieg am Montagmorgen auf über 122.000 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung am Sonntagabend bei 120.080 US-Dollar Unterstützung gefunden hatte. Von dort aus legte sie bis Sonntag um etwa 3 % zu und ist nun in Reichweite des am 14. Juli erreichten Höchststands von 123.218 US-Dollar.
Technische Analysen deuten darauf hin, dass der Aufwärtstrend anhält. Der Relative-Stärke-Index (RSI) im Tageschart liegt bei 65 und damit deutlich über der neutralen Marke von 50, während der MACD (Moving Average Convergence Divergence) am Montag ein Kaufsignal aussendete.
Diese Bedingungen lassen auf die Möglichkeit eines weiteren Aufwärtstrends schließen, Analysten warnen jedoch davor, dass Bitcoin bei einer Abschwächung der Rallye auf die Marke von 116.000 US-Dollar fallen könnte, einem wichtigen täglichen Unterstützungsniveau.
Trumps politische Änderungen und ETF-Zuflüsse steigern die Nachfrage
Am Donnerstag unterzeichnetedent Donald Trump eine Exekutivanordnung, die das Arbeitsministerium anweist, darauf hinzuarbeiten, dass 401(k)-Altersvorsorgepläne Kryptowährungen, Private Equity und andere alternative Vermögenswerte halten dürfen.
Die Änderung könnte Millionen von Altersvorsorgekonten für Bitcoinöffnen und dadurch potenziell die Kaufaktivität steigern. Analyst Fan erklärte, die Öffnung dieser Konten für risikoreichere Anlagen könne eine „erhebliche“ Nachfrage auslösen.
Institutionelle Kapitalflüsse bleiben ein weiterertronTreiber. Spot- Bitcoin -ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 253 Millionen US-Dollar, was die Nachfrage trotz einer gewissen Preiskonsolidierung nach dem Höchststand des Vormonats hoch hält. Auch Ethereum stieß auftronInteresse und erreichte den höchsten Stand seit Dezember 2021.
Spot-Ether-ETFs zogen letzte Woche 461 Millionen Dollar an und übertrafen damit die ETF-Zuflüsse von Bitcoin. Dies unterstreicht dietroninstitutionelle Beteiligung an beiden Anlageklassen.
Die globalen Märkte beobachten Inflation, Handelsfristen und Währungsentwicklungen
An den US-Börsen legten die Futures am Sonntagabend leicht zu. Die Futures des Dow Jones Industrial Average stiegen um 56 Punkte bzw. 0,1 Prozent, während die Futures des S&P 500 und des Nasdaq 100 jeweils um 0,1 Prozent zulegten. Dieser Aufwärtstrend folgte auftronstarken Wochenschluss: Der Nasdaq Composite erreichte ein neues Allzeithoch, der S&P 500 verfehlte einen weiteren Rekord nur knapp, und der Dow Jones profitierte von einer Rallye bei Apple.
Trotz dieser Gewinne bleiben einige Anleger vorsichtig. Jay Woods, globaler Chefstratege bei Freedom Capital Markets, erklärte, der Markt befinde sich möglicherweise noch in einer Konsolidierungsphase und könnte sich seitwärts bewegen. Im Fokus stehen die Inflationsdaten dieser Woche: Der Verbraucherpreisindex (VPI) wird am Dienstag, der Erzeugerpreisindex (EPI) am Donnerstag veröffentlicht.
Woods betonte, dass die Verbraucherpreisindexdaten für die Erwartungen im Vorfeld der September-Sitzung der US-Notenbank (Fed) von größter Bedeutung seien. Diese Berichte werden vor dem Treffen der Fed in Jackson Hole, Wyoming, vom 21. bis 23. August veröffentlicht, das die Richtung für künftige Zinsentscheidungen vorgeben könnte.
In Europa deuten IG-Futures auf einen positiven Handelsstart hin: Der Londoner FTSE 100 notiert etwas höher, der französische CAC 40 legt um 0,2 % zu, der deutsche DAX steigt um 0,3 % und der italienische FTSE MIB um 0,5 %.
Die asiatischen Märkte verliefen über Nacht ruhiger, da Händler auf eine Entscheidung warteten, ob die US-chinesische Handelsruhe über den 12. August hinaus verlängert wird. Die derzeit auf 90 Tage befristete Ruhepause hat dazu beigetragen, die Spannungen abzubauen, die den Handel zu beeinträchtigen drohten.
Anlagen in Schwellenländern legten ebenfalls zu. Ein schwächerer US-Dollar beflügelte die Währungen der Entwicklungsländer, wobei die indonesische Rupiah in Asien die größten Gewinne verzeichnete. Der rumänische Leu und die tschechische Krone entwickelten sich im Vorfeld der geplanten Gespräche zwischen den USA und Russland überdurchschnittlich gut an den breiteren Schwellenmärkten. Ein MSCI-Index für Schwellenländerwährungen stieg leicht, während ein MSCI-Index für Schwellenländeraktien um 0,2 % zulegte.
Händler achten auf Anzeichen einer lockereren Geldpolitik der US-Notenbank, mögliche Verlängerungen des US-chinesischen Zollabkommens und Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und Russland im Laufe dieser Woche; Faktoren, von denen sie glauben, dass sie die nächste Phase der Kursgewinne an den Schwellenländern einleiten könnten.

