Das Handelsvolumen der Hongkonger Kryptobörse Bitcoin hat sich während der Proteste verdreifacht, doch Analysten sind sich über die Ursache uneins.
Sind die politischen Unruhen in Hongkong nicht die Ursache für Bitcoin-Kursanstieg?
Seit Juni dieses Jahres protestieren die Bürger Hongkongs gegen Pekings Kontrolle über die Region. Die Proteste dauerten auch während des 70. Jahrestages der Staatsgründung Chinas an. Die politischen Unruhen fallen zudem mit einem sprunghaften Anstieg des Handelsvolumens an der Hongkonger Niederlassung von LocalBitcoins zusammen Bitcoin Die Börse meldete ein Handelsvolumen von 1,42 Millionen US-Dollar innerhalb von sieben Tagen.
Der wahre Grund für den Anstieg ist weiterhin unbekannt, doch es scheint, als würden die Protestierenden nun auf Alternativen zum chinesischen Finanzsystem ausweichen. Sie verzichten auf Octopus-Karten, mobile Zahlungen und Kreditkarten, um der Aufmerksamkeit der chinesischen Regierung zu entgehen.
Dies hat zu langen Schlangen an den Geldautomaten in der Stadt geführt, da unzählige Menschen Geld abheben. Viele befürchten, dass China ihre Konten einfrieren könnte. Die Google-Suchtrends zeigen ein gestiegenes Interesse an verschlüsselten Messenger-Apps wie Telegram, mit denen Nutzer staatlich kontrollierte Apps wie WeChat umgehen können.
Bitcoin möglicherweise als sicherer Hafen genutzt, doch die Indizien dafür sind sehr schwach. Das Handelsvolumen einer einzelnen Kryptobörse reicht nicht aus, um irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Zudem ist der Zeitraum des Kursanstiegs ebenfalls sehr kurz.
Noch wichtiger ist jedoch, dass es durchaus möglich ist, dass der Preisanstieg durch eine einzelne, vermögende Person verursacht wurde. Dieser „Wal“ könnte versucht haben, den Kursrückgang zum Kauf zu nutzen, um von den niedrigen Preisen zu profitieren.
Hongkong nähert sich Kryptowährungen schon seit einiger Zeit an. Die Verwaltung der Region hat Richtlinien veröffentlicht, die es den Menschen ermöglichen sollen, sich auf den Märkten zurechtzufinden.
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