Bitcoin scheint in eine ruhigere Akkumulationsphase einzutreten, da der Verkaufsdruck an den Börsen nachlässt, wie neue Daten der On-Chain-Analyseplattform CryptoQuant zeigen.
Der gleitende 30-Tage-Durchschnitt des Bitcoin-Nettozuflusses auf Binance ist in den letzten Wochen stark negativ geworden, was darauf hindeutet, dass mehr BTC die Plattform verlassen als hinzukommen.
Laut der neuesten Analyse von CryptoQuant zeigt der anhaltende negative Trend, dass Investoren eher eine Halteposition einnehmen als verkaufen, und dies könnte mit erneuten BTC-Käufen durch institutionelle Anleger und Saylors Strategie zusammenhängen.

Investoren entfernen Bitcoin von den Börsen
Die neuesten Daten kommen gut eine Woche, nachdem der Kryptomarkt eine große Korrektur erlitten hat, bei der Derivatepositionen im Wert von fast 19 Milliarden Dollar vernichtet wurden und der Stablecoin USDe von Ethena Labs kurzzeitig seine Dollarbindung verlor.
Die Analysten von CryptoQuant wiesen darauf hin, dass die kurzfristige Stimmung weiterhin fragil sei, obwohl der Nettomittelzufluss ein anderes Bild zeichne. Sie merkten an, dass die täglichen Zu- und Abflüsse zwar schwanken können, der 30-Tage-Durchschnitt jedoch ein klareres Bild vermittle. „Der Trend isttronnegativ und deutet auf eine Akkumulation hin“, fügten sie hinzu
Dieses Muster lässt vermuten, dass Anleger ihre Vermögenswerte eher außerhalb der Börsen halten, als den Markt vollständig zu verlassen. Laut Analysten geht dieser Entwicklung historischen Daten zufolge oft eine erneute Aufwärtsdynamik voraus.
Dieser Schritt steht im Einklang mit dem Rückgang Bitcoin Reserven an den Börsen, die seit Anfang Oktober stetig gesunken sind.

Derivatedaten deuten auf eine Phase des Unglaubens hin
Laut einer weiteren Analyse von CryptoQuant bestehen die negativen Finanzierungsraten seit sechs der letzten sieben Tage fort und liegen bei etwa -0,004%.
Die Finanzierungssätze spiegeln wider, was Händler für die Offenhaltung ihrer Futures-Positionen zahlen. Wenn diese Sätze negativ werden, bedeutet dies, dass Leerverkäufer die Kosten für Long-Positionen übernehmen – ein klares Zeichen für einen fallenden Markt.
Analysten sagen, dieses Muster kennzeichne oft die sogenannte „Phase des Unglaubens“, eine Periode, in der Händler weiterhin Zweifel daran haben, ob eine Erholung von Dauer sein wird, selbst wenn die Preise beginnen, sich zu stabilisieren.
Diese Phase der Ungläubigkeit tritt üblicherweise nach einer größeren Korrektur auf. Nach hohen Verlusten werden Anleger vorsichtig und zögern, wieder in den Markt einzusteigen. Doch genau diese Skepsis kann den Anstoß für eine Erholung geben, da Leerverkäufer, die auf weitere Kursrückgänge spekuliert haben, gezwungen sind, ihre Positionen zurückzukaufen, sobald die Kurse wieder steigen.
Sollte sich das aktuelle Muster fortsetzen, gehen Analysten davon aus, dass die hohe Anzahl an Leerverkäufen am Markt einen Short Squeeze auslösen und Bitcoin durch die Liquidierung von Positionen weiter in die Höhe treiben könnte. Ähnliche Ereignisse gab es bereits im September 2024, als der BTC-Kurs auf 54.000 US-Dollar fiel und sich anschließend erholte, um erstmals die Marke von 100.000 US-Dollar zu überschreiten. Auch im Jahr 2025 stieg der BTC-Kurs von 85.000 US-Dollar auf 113.000 US-Dollar und erreichte schließlich ein Hoch von 123.000 US-Dollar.
Anhäufung trifft auf Unglauben
Historische Daten zeigen zwar, dass negative Nettomittelzuflüsse häufig Kursanstiegen vorausgehen, garantieren diese aber nicht. Makroökonomische Faktoren, wie sie beispielsweise den letzten Crash auslösten, können Einfluss darauf haben, ob sich der Trend zu einem nachhaltigen Aufwärtstrend entwickelt.

Die 30-Tage-Daten lassen jedoch vermuten, dass der größte Verkaufsdruck vorüber ist, und aktualisierte Daten auf der Plattform bestätigen nun, dass der Preis von BTC allmählich steigt und die Coins, wie die Daten zeigen, nun in die Börsen fließen.
Wenn Bitcoin weiterhin einen Abfluss von Coins aus den Börsen erlebt, während sich Short-Trader zu weit ausdehnen, könnte dies den Weg für einen weiteren Kursanstieg ebnen, den viele Skeptiker möglicherweise erst dann kommen sehen, wenn er bereits im Gange ist.
Die Analyse von CryptoQuant kam zu dem Schluss: „Tägliche Kursschwankungen definicht den Trend – der 30-Tage-Durchschnitt tut es. Und aktuell deutet dieser Trend auf eine Akkumulation hin.“

