BarnBridge DAO, eine dezentrale autonome Organisation, und ihre Gründer Tyler Ward und Troy Murray haben sich bereit erklärt, über 1,7 Millionen US-Dollar zur Beilegung von Vorwürfen der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) zu zahlen. Die Vorwürfe beziehen sich laut einer Mitteilung der SEC vom Freitag
SMART-Yield-Anleihen: Nicht registriertes Angebot und SEC-Anklagen
Die SEC warf BarnBridge und seinen Gründern vor, das Angebot und den Verkauf von SMART Yield-Anleihen nicht ordnungsgemäß registriert zu haben. Sie verglichen diese Anleihen mit Asset-Backed Securities und bewarben sie intensiv an der Öffentlichkeit. Bei diesen Anleihen, die über SMART Yield-Pools gehandelt wurden, wurden von Anlegern hinterlegte Kryptowährungen gebündelt, um Renditen für die Ausschüttung zu generieren. Die SEC betonte, dass Ward und Murray SMART Yield aktiv über soziale Medien und in YouTube-Interviews zum Thema Dezentrale Finanzen (DeFi) beworben hätten.
BarnBridge hat die Feststellungen der SEC weder bestätigt noch dementiert, stimmte aber einer außergerichtlichen Einigung zu. Die SEC argumentierte, dass die Nutzung der Blockchain-Technologie für das nicht registrierte Angebot und den Verkauf strukturierter Finanzprodukte an Privatanleger gegen Wertpapiergesetze verstößt.
Gurbir S. Grewal, Direktor der Enforcement Division der SEC, erklärte: „Dieser Fall dient als wichtige Erinnerung daran, dass diese Gesetze für alle gelten, die Zugang zu unseren Kapitalmärkten wünschen, unabhängig davon, ob sie eingetragen, dezentralisiert oder autonom sind oder vorgeben, es zu sein.“
Vergleichsbedingungen und von BarnBridge ergriffene Maßnahmen
Im Rahmen der Einigung verpflichtete sich BarnBridge zur Rückzahlung von knapp 1,5 Millionen US-Dollar aus den Verkaufserlösen, während Ward und Murray jeweils eine Zivilstrafe von 125.000 US-Dollar zahlen. Die Anordnungen der SEC beinhalten Unterlassungsverfügungen, die es ihnen untersagen, gegen die Registrierungsvorschriften des Securities Act von 1933 und des Investment Company Act von 1940 zu verstoßen. Betroffen waren Anleger, die „Senior“- oder „Junior“-SMART-Yield-Anleihen über die Online-Anwendung von BarnBridge erworben hatten.
Die SEC hat bereits in der Vergangenheit rechtliche Schritte gegen DAOs eingeleitet. Anfang des Jahres wurde der American Crypto Fed vorgeworfen, die erforderlichen Informationen über ihre Geschäftsführung und Finanzlage nicht offengelegt zu haben. Die SEC stellte außerdem fest, dass das Unternehmen irreführende Angaben gemacht und Informationen verschwiegen hatte, unter anderem hinsichtlich der Einstufung der Token als Wertpapiere.
BarnBridge DAO einigt sich mit der SEC wegen nicht registrierter Kryptowährungsangebote.