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Banken stehen vor wachsender Krise durch Kontoschließungen: Geldwäschebekämpfungsprozesse und Kundenbeziehungen müssen überdacht werden

VonNick JamesNick James
3 Minuten Lesezeit
AML-Prozesse

Kurzfassung (TL;DR):

  • Banken schließen vermehrt Konten, KI könnte helfen, aber Regeln und Kunden spielen ebenfalls eine Rolle.
  • Es gibt immer mehr Meldungen über verdächtige Aktivitäten, aber viele Konten werden ohne Überprüfung geschlossen.
  • Banken brauchen ein Gleichgewicht: Regeln, KI und das Zuhören der Kunden, um bessere Lösungen zu finden.

Banken in den gesamten Vereinigten Staaten verzeichnen einen deutlichen Anstieg bei der Schließung von Kundenkonten im Rahmen von Geldwäschebekämpfungsmaßnahmen. Ein kürzlich erschienener Artikel im American Banker mit dem Titel „Übereilte Geldwäschebekämpfungsmaßnahmen kontraproduktiv. Kann KI helfen?“ untersucht die Gründe für diesen beunruhigenden Trend. 

Veraltete AML-Prozesse und überstürzte Entscheidungen

Einer der Hauptgründe für die steigende Zahl von Kontoschließungen ist die starke Abhängigkeit von Anti-Geldwäsche-Software (AML) zur Überwachung von Transaktionen. Diese Software wird häufig von Entscheidungsträgern bedient, die die einzelnen Kunden nicht ausreichend kennen. Veraltete Regeln zur Erkennung verdächtiger Transaktionen verschärfen das Problem zusätzlich. Banken, die durch Effizienzinteressen getrieben sind, ziehen oft voreilige Schlüsse, ohne sich die Zeit zu nehmen, jeden einzelnen Fall gründlich zu prüfen.

Der alarmierende Anstieg der Verdachtsmeldungen (SARs)

Thomson Reuters Laut ist die Zahl der Verdachtsmeldungen (SARs), die Banken im Rahmen ihrer Geldwäschebekämpfungsmaßnahmen einreichen, innerhalb von nur zwei Jahren um 50 % gestiegen. Obwohl Algorithmen potenziell verdächtige Transaktionen effizient erkennen, zeichnet sich ein besorgniserregender Trend ab: Banken entscheiden sich zunehmend dafür, Konten zu schließen, anstatt die gemeldeten Aktivitäten zu untersuchen. 

Kritiker argumentieren, dass Banken in einem fehlerhaften Modell gefangen sind, das Effizienz auf Kosten der Kunden priorisiert. Im Spannungsfeld zwischen Risiko und Nutzen erscheint die Einbeziehung von Kundenmeinungen oft zu teuer, und Banken nehmen den Verlust einer vermeintlich geringen Anzahl von Kunden in Kauf, um regulatorische Komplikationen zu vermeiden. Diese Logik ignoriert jedoch die potenziellen langfristigen Folgen einer Kundenverärgerung. 

Kundenbeziehung: Ein zerbrechliches Gut

Fehler bei der Kontoschließung führen nicht nur zum Verlust des betreffenden Kontos, sondern bergen auch das Risiko, die Kundenbeziehung dauerhaft zu gefährden. Selbst wenn nur ein kleiner Teil der Kunden von Kontoschließungen betroffen ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kunden ihre Beschwerden den Aufsichtsbehörden melden, was potenziell erhebliche Probleme für Banken nach sich ziehen kann.

Banken stehen vor doppelten regulatorischen Anforderungen: der Meldung und Verfolgung von Verdachtsmeldungen sowie der gleichzeitigen Überwachung der Kundenergebnisse. Diese beiden Aspekte sind eng miteinander verknüpft, werden aber oft getrennt betrachtet. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ihnen ist daher entscheidend.

Die Synchronisierung von Transaktionsdaten erfordert ein komplexes Zusammenspiel von Software und Systemen. Die Einbeziehung von Kundenfeedback kann diesen Entscheidungsprozess jedoch grundlegend verändern. Kundenmeinungen sind ein wertvolles Gut für Unternehmen. Jede Beschwerde oder Anfrage liefert wertvolle Erkenntnisse, die zu einem tieferen Verständnis des Kundenverhaltens und der Kundenpräferenzen beitragen.

KI: Die Brücke zwischen Gewissheit und Ungewissheit

Künstliche Intelligenz (KI) spielt in diesem Szenario eine zentrale Rolle. Fälle mit hundertprozentiger Sicherheit bezüglich Verdachtsfällen können an KI delegiert werden, während bei weniger sicheren Fällen menschliche Expertise erforderlich ist. KI kann Prozesse optimieren und die Genauigkeit verbessern, sodass Entscheidungen auf Basis der zuverlässigsten verfügbaren Informationen getroffen werden.

Prozesse zu entwickeln, die Kundenfeedback berücksichtigen, ist nicht nur entscheidend für die Kundennähe im Bankwesen, sondern bietet auch die Chance, Geschäftsergebnisse zu verbessern. Der Einsatz von KI kann Banken dabei helfen, ein optimales Gleichgewicht zwischen Effizienz und Kundenzufriedenheit zu finden.

Eine kürzlich von der New York Times durchgeführte Untersuchung verdeutlichte die gravierenden Folgen fehlerhafter SAR- und AML-Prozesse für die Betroffenen. Über 500 Fälle von Bankkunden, die daraufhin den Kontakt zu ihren Banken verloren, wurden untersucht und die verheerenden Konsequenzen aufgezeigt. Kleinunternehmen haben Schwierigkeiten, Gehälter zu zahlen, Kreditwürdigkeiten sinken rapide, und Privatpersonen können ihre Rechnungen nicht mehr pünktlich begleichen.

Ein komplexes Problem erfordert umfassende Lösungen

Das Problem plötzlicher Kontoschließungen lässt sich nicht schnell lösen. Es bedarf des Einsatzes spezialisierter, funktionsübergreifender Teams, die mit dem Testen, Verfeinern und Einführen neuer Ansätze beauftragt sind. Diese Ansätze konzentrieren sich darauf, die Feinheiten zu verstehen, wann, wo, was und wie Kontoschließungen nach Durchführung von AML-Prozessen erfolgen.

Unternehmen müssen einen datengestützten Ansatz verfolgen, ihre Prozessematicuntersuchen und Fehlerquellendent. Nur mit einem umfassenden Verständnis dieser Problembereiche lassen sich sinnvolle Lösungen entwickeln. Die Feinheiten rund um Kontoschließungen bieten Potenzial für Innovation und Verbesserung.

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Nick James

Nick James

Nick ist Technologieexperte mit besonderem Interesse an Blockchain-Technologie und Kryptowährungen. Er ist seit mehreren Jahren aktiv in der Branche tätig. Seine größte Leidenschaft ist es, Neuigkeiten innerhalb der Krypto-Community zu teilen.

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