Baidu verlagert KI-Chip-Bestellungen von Nvidia zu Huawei unter dem Druck der USA

- Baidu verlagert Chipaufträge zu Huawei und signalisiert damit Chinas Diversifizierung weg von Nvidia.
- Die US-Sanktionen veranlassen chinesische Technologieunternehmen, inländische Chip-Alternativen in Betracht zu ziehen.
- Die Widerstandsfähigkeit von Huawei in der Halbleiterindustrie setzt sich mit dem Auftrag von Baidu fort.
In einem strategischen Schritt weg von Nvidia hat Baidu (9888.HK), eines der führenden chinesischen KI-Unternehmen, laut zwei anonymen Quellen künstliche Intelligenz-Chips bei Huawei (HWT.UL) bestellt. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmenden Anzeichen dafür, dass der Druck der USA chinesische Technologieunternehmen dazu veranlasst, Huaweis Produkte als praktikable Alternative in Betracht zu ziehen.
Der Wechsel hin zu Huawei
Baidu, bekannt für sein großes Sprachmodell Ernie, gab die Chipbestellung Berichten zufolge im August auf, noch vor Inkrafttreten neuer US-Regierungsbestimmungen im Oktober, die die Exportbeschränkungen für Chips nach China, darunter auch solche von Nvidia, verschärften. Die Bestellung umfasste 1.600 910B Ascend AI-Chips von Huawei Technologies, die als direkter Konkurrent zu Nvidias A100-Chip entwickelt wurden und für den Einsatz in 200 Servern vorgesehen sind. Bis Oktober hatte Huawei über 60 % der Bestellung, also rund 1.000 Chips, an Baidu geliefert.
Der Gesamtwert dieses bedeutenden Auftrags wird auf rund 450 Millionen Yuan (61,83 Millionen US-Dollar) geschätzt, und Huawei wird den gesamten Auftrag voraussichtlich bis Ende des Jahres abwickeln. Beide Quellen baten aufgrund derdentder Transaktion um Anonymität.
Auch wenn der Auftrag im Vergleich zu den umfangreichen Chipbestellungen führender chinesischer Technologieunternehmen bei Nvidia in der Vergangenheit relativ klein erscheinen mag, ist er doch ein bemerkenswertes Indiz für eine mögliche Abkehr von dem in den USA ansässigen Unternehmen.
Baidus historische Verbindungen zu Nvidia
Baidu ist neben anderen chinesischen Technologiekonzernen wie Tencent (0700.HK) und Alibaba (9988.HK) ein langjähriger Kunde von Nvidia. Dieser jüngste Schritt offenbart jedoch Baidus bisher unbekannte Zusammenarbeit mit Huawei im Bereich KI-Chips.
Obwohl Huaweis Ascend-Chips leistungsmäßig derzeit hinter Nvidia zurückliegen, stellen sie eine in China entwickelte Alternative dar, die zunehmend an tracgewinnt. Laut einer Quelle ist Baidus Entscheidung, 910B-Chips zu bestellen, ein strategischer Schritt, um sich für eine Zukunft zu rüsten, in der eine Beschaffung von Nvidia möglicherweise nicht mehr möglich ist.
Sowohl Baidu als auch Huawei lehnten eine Stellungnahme zu dem Thema ab, während Nvidia sich entschied, keine Erklärung abzugeben.
Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Baidu und Huawei
Auf Huaweis Website ist vermerkt, dass das Unternehmen seit 2020 mit Baidu zusammenarbeitet, um die Kompatibilität zwischen Baidus KI-Plattform und Huaweis Hardware sicherzustellen. Im August kündigten die beiden Firmen zudem ihre Absicht an, die Kompatibilität zwischen Baidus KI-Modell Ernie und Huaweis Ascend-Chips weiter zu verbessern.
Baidu hat außerdem eigene Kunlun-KI-Chips entwickelt, die für KI-Berechnungen im großen Maßstab ausgelegt sind. Dennoch setzte das Unternehmen bisher hauptsächlich auf Nvidias A100-Chips für das Training seines LLM.
Als Reaktion auf die US-Sanktionen im letzten Jahr, die Nvidia den Verkauf der A100- und H100-Chips nach China untersagten, führte Nvidia die neuen A800- und H800-Chips als Alternativen für chinesische Kunden, darunter Baidu, ein. Aufgrund der im Oktober in Kraft getretenen Bestimmungen kann Nvidia diese Chips jedoch nicht mehr nach China liefern.
Huaweis Chancen inmitten der US-Sanktionen
Analysten hatten prognostiziert, dass die US-Sanktionen Huawei die Möglichkeit böten, seine Präsenz auf seinem 7 Milliarden Dollar schweren Heimatmarkt auszubauen. Huawei unterliegt seit 2019 US-Exportkontrollen.
Diese jüngste Anordnung bekräftigt Huaweis Potenzial, von der sich wandelnden Dynamik des globalen Chipmarktes zu profitieren. Peking investiert massiv in die heimische Halbleiterindustrie, um den Rückstand gegenüber ausländischen Wettbewerbern aufzuholen und gleichzeitig staatseigene Unternehmen zu ermutigen, ausländische Technologie durch inländische Alternativen zu ersetzen.
Huaweis Fortschritte in der Chipentwicklung traten im August deutlich hervor, als das Unternehmen ein neues Smartphone mit intern entwickelten Prozessoren und fortschrittlicher Halbleitertechnologie vorstellte. Dieser Schritt unterstrich Huaweis Erfolg trotz internationaler Sanktionen.
Im September berichtete Reuters, dass Huaweis Chipdesign-Einheit HiSilicon ab 2023 neu entwickelte, in China hergestellte Prozessoren für Überwachungskameras an Kunden ausliefern werde. Dies sei ein weiteres wichtiges Zeichen für Huaweis Wiederaufstieg im Halbleiterbereich.
Die sich wandelnde Landschaft der KI-Chips
Baidus Entscheidung, seine Chip-Beschaffungsstrategie zu diversifizieren, verdeutlicht die sich wandelnde Landschaft der KI-Chips in China. Da geopolitische Spannungen weiterhin globale Lieferketten beeinträchtigen, suchen chinesische Technologieunternehmen verstärkt nach inländischen Alternativen.
Huaweis Aufstieg zum potenziellen Chiphersteller zeugt nicht nur von seiner Widerstandsfähigkeit in schwierigen Zeiten, sondern spiegelt auch die sich wandelnde Dynamik in der Halbleiterindustrie wider. Da Baidu und andere chinesische Technologiekonzerne Huawei als ernstzunehmende Alternative zu Nvidia betrachten, dürfte sich die Wettbewerbslandschaft im Bereich der KI-Chips weiter verändern.
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