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Australien veröffentlicht neue Details zu seinem Social-Media-Verbot für Teenager

VonShummas HumayunShummas Humayun
Lesezeit: 2 Minuten
Australien veröffentlicht neue Details zu seinem Social-Media-Verbot für Teenager
  • Australien wird es Minderjährigen unter 16 Jahren verbieten, Social-Media-Konten zu besitzen; die Plattformen werden verpflichtet, diese zu erkennen und zu entfernen.
  • Unternehmen müssen mehrere datenschutzkonforme Altersprüfungen durchführen und dürfen sich nicht allein auf selbst angegebene Daten oder einen amtlichen Ausweis verlassen.
  • Die Plattformen müssen wiederholte Anmeldungen unterbinden und die Benutzerhistorie speichern, während Eltern und die eSafety Commission die Online-Nutzung von Kindern begleiten.

Die australische Regierung hat neue Details zur Durchsetzung ihres kommenden Gesetzes veröffentlicht, das Kindern unter 16 Jahren die Eröffnung von Social-Media-Konten verbietet. 

Die Richtlinien erweitern frühere Empfehlungen der eSafety Commission, die Technologieunternehmen eine Möglichkeit boten, zu überprüfen, ob ihre Dienste von dem Verbot betroffen wären. 

In dem früheren Dokument hieß es, Plattformen mit Schwerpunkt auf beruflicher Vernetzung, Bildung, Gesundheit oder Online-Spielen würden nicht eingeschränkt.

Das jüngste Update stellt klar, dass die gängigen Social-Media-Plattformen den neuen Regeln unterliegen. Es beschreibt außerdem, welche „angemessenen Schritte“ Unternehmen nach Ansicht der Behörden unternehmen müssen, um die Regeln einzuhalten.

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass Social-Media-Unternehmen Konten von Personen unter 16 Jahren erkennen und deaktivieren. Die Regierung sagt, dies solle sorgfältig geschehen, und den Nutzern müssten klare Benachrichtigungen zugesendet werden, wenn ihre Konten gelöscht werden.

Datenschutz bei Alterskontrollen

Es ist noch unklar, ob Unternehmen auch die von minderjährigen Nutzern veröffentlichten Inhalte löschen werden. Eine weitere Frage ist, ob Jugendliche nach Erreichen des 16. Lebensjahres wieder Zugriff auf ihre Konten erhalten können. Behörden vermuten, dass Plattformen kreative Beiträge und die Nutzerhistorie sichern müssen.

Darüber hinaus müssen Unternehmen verhindern, dass sich minderjährige Nutzer nach einer Sperrung erneut anmelden. Dies kann Maßnahmen erfordern, um Zugriffsversuche über VPNs zu blockieren. Plattformen müssen außerdem Altersprüfungssysteme auf Fehler überprüfen, die gesperrten Nutzern den erneuten Zugriff auf die Apps ermöglichen könnten.

Die Regierung erwartet von Unternehmen, dass sie mehr als eine Methode zur Altersbestätigung einsetzen. Sie dürfen sich nicht allein auf die Abfrage des Geburtsdatums oder anderer selbst angegebener Daten verlassen. Gleichzeitig dürfen Plattformen nicht allein einen amtlichen Ausweis als Altersnachweis verlangen. Stattdessen sollten Nutzern verschiedene Möglichkeiten zur Altersverifizierung angeboten werden.

Diese Regeln sollen auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes ausräumen. Die Regierung erklärte, dass Unternehmen nicht verpflichtet seien, personenbezogene Daten aus Altersprüfungen zu speichern. Stattdessen müssten sie Aufzeichnungen führen, die belegen, dass ihre Systeme und Prozesse ordnungsgemäß funktionieren.

Vorgehensweise der Regierung bei der Altersverifizierung

Trotz der neuen Einschränkungen können Kinder unter 16 Jahren weiterhin Inhalte sozialer Medien ohne Konto ansehen. Beispielsweise können sie YouTube-Videos im Browser anschauen, ohne sich anzumelden.

Eltern und Erziehungsberechtigte spielen weiterhin eine wichtige Rolle bei der Begleitung der Online-Aktivitäten von Kindern. Der Beauftragte für Online-Sicherheit hat weitere Hilfsangebote zugesagt, um Familien die Änderungen zu erläutern. Die Regierung verpflichtet Unternehmen nicht, das Alter jedes einzelnen Nutzers zu überprüfen. Darüber hinaus wiesen die Behörden darauf hin, dass ein flächendeckendes Verifizierungssystem unangemessen wäre.

eSafety Commission australische betonte ebenfalls, dass Unternehmen keine personenbezogenen Daten speichern sollten, die im Rahmen von Altersprüfungen erhoben werden. Stattdessen sollten sie allgemeine Systemprotokolle führen, um die Einhaltung der Vorschriften nachzuweisen.

Das bedeutet, dass Unternehmen nicht zwangsläufig gegen das Gesetz verstoßen, selbst wenn einige Konten von Minderjährigen durchrutschen. In einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz erklärte der eSafety Commissioner, dass Unternehmen klare Meldefunktionen bereitstellen müssen, damit Nutzer fehlgeschlagene Konten melden können. Sollten zu viele Konten unbemerkt bleiben, werden die Behörden die Plattformen dazu drängen, ihre Technologie anzupassen.

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