Australische Behörden schließen 95 Unternehmen, die mit globalen Krypto-Romance-Betrügereien in Verbindung stehen

- Australien hat nach gerichtlicher Genehmigung 95 Unternehmen geschlossen, die als Tarnfirmen für Kryptobetrügereien dienten.
- Die Besorgnis über die Verbreitung von Kryptobetrug nimmt weiter zu, wobei der sogenannte „Pig Butchering“-Kryptobetrug weltweit grassiert.
- Die ASIC hat mehr als 10.000 Websites wegen Betrugs im Zusammenhang mit Kryptowährungen abgeschaltet und lässt nicht locker.
Die australische Wertpapier- und Investitionskommission (ASIC) hat 95 Unternehmen im Zusammenhang mit Krypto-Romance-Betrug geschlossen. Dies geschah nach gerichtlicher Genehmigung, die es der Aufsichtsbehörde ermöglicht, die Unternehmen aufzulösen.
Laut einer Mitteilung der Aufsichtsbehörde gab das australische Bundesgericht dem Antrag auf Schließung dieser unter Vorspiegelung falscher Tatsachen operierenden Unternehmen statt. Die meisten dieser Firmen hatten sich Berichten zufolge mit falschen Angaben registriert und boten keinerlei Dienstleistungen an; sie dienten lediglich als Tarnung für Betrüger.
Der Bericht besagte:
„Das Gericht stimmte der ASIC in ihrer Feststellung zu, dass ein berechtigter Mangel an Vertrauen in das Verhalten und die Geschäftsführung jedes der 95 Unternehmen bestehe, wobei Richter Stewart die Argumente für die Auflösung jedes einzelnen Unternehmens als „überwältigend“ bezeichnete.“
Nachdem dem Antrag stattgegeben wurde, bestellte das Gericht auch Liquidatoren zur Abwicklung des Insolvenzverfahrens, und die Geschädigten reichen bereits ihre Ansprüche bei ihnen ein. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass die Liquidatoren über 1.500 Ansprüche im Wert von über 35 Millionen US-Dollar von Geschädigten aus 14 Ländern erhalten haben, darunter die USA, Indien, Kamerun, Nepal, Ghana, Frankreich und Australien.
Die stellvertretende ASIC-Vorsitzende Sarah Court erklärte dazu, dass die ASIC Maßnahmen zum Schutz der Anleger ergriffen habe. Durch die Streichung der Unternehmen aus dem Register verlieren diese jegliche Glaubwürdigkeit, was potenzielle Anleger vor Betrug schützen soll.
Sie fügte hinzu, dass Betrüger komplexe Methoden anwenden, darunter die Registrierung von Unternehmen mit gestohlenendent, um ihre Opfer auszubeuten. Schweineschlachtungen sind bei Betrügern mittlerweile sehr beliebt, ebenso wie gefälschte Krypto-Investitionsprogramme.

Laut einem Bericht von Chainalysisist die Schweineschlachtung einer der Hauptfaktoren für Kryptobetrug. Das Blockchain-Analyseunternehmen gab an, dass die Einnahmen aus diesem Betrug zwischen 2023 und 2024 um 40 % gestiegen seien. Der Ursprung der Betrügereien liegt demnach in Südostasien, doch sie breiten sich weltweit aus, wobei kriminelle Organisationen Opfer von Menschenhandel für ihre Machenschaften missbrauchen.
Interessanterweise wurde festgestellt, dass Betrüger auch künstliche Intelligenz einsetzen, da KI-Tools es ihnen mittlerweile ermöglichen, sich als andere auszugeben und gefälschte Inhalte zu erstellen, die echt aussehen.
Die australische Wertpapier- und Investitionskommission ASIC hat über 10.000 Betrugswebseiten abgeschaltet
Die Kommission gab außerdem bekannt, dass sie Webseiten und digitale Plattformen dieser Unternehmen abgeschaltet hat. Laut Gericht ASIC wöchentlich durchschnittlich über 130 Webseiten ab, um Betrugsfälle zu bekämpfen.
Der ASIC-Bericht zeigt außerdem, dass die Aufsichtsbehörde über 10.000 Websites abgeschaltet hat, darunter gefälschte Investmentplattformen, Phishing-Links und Krypto-Betrugsseiten. 2.460 dieser Websites wurden in der zweiten Jahreshälfte 2024 entfernt.
Dennoch stellen diese Betrügereien weiterhin ein großes Problem dar, und die Aufsichtsbehörden appellieren an die Verbraucher, besonders wachsam zu sein.
Das Gericht erklärte:
„Diese Betrügereien sind wie die Hydra: Schaltet man eine aus, tauchen sofort zwei neue auf. Deshalb warnen wir Verbraucher, dass die Gefahr von Betrug unddentweiterhin hoch ist. Wir rufen Verbraucher zur Wachsamkeit auf.“
Die bisherigen Bemühungen haben dazu beigetragen, Kryptobetrug in Australien zu reduzieren. Der durch Betrug entstandene Schaden belief sich 2024 auf 2 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 26 % gegenüber 2023. Auch die Anzahl der Betrugsmeldungen ging um 17,87 % zurück.
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