Asiens Kampf gegen den US-Dollar erweist sich als etwas zu schwierig

- Die Zentralbanken Asiens bereiten sich auf weitere wirtschaftliche Verwerfungen aufgrund einestronUS-Dollars und geringerer Chancen auf Zinssenkungen in den USA vor.
- Yen, Renminbi und Won haben deutlich an Wert verloren, was die politischen Entscheidungsträger in Japan, China und Südkorea dazu veranlasste, ihre Währungen öffentlich zu stützen.
- In einer gemeinsamen Erklärung gingen die USA, Japan und Südkorea auf die Besorgnis über die rasche Abwertung des Yen und Won ein, obwohl ein tatsächliches Eingreifen weiterhin unwahrscheinlich ist.
Asiens Zentralbanken stehen vor schwierigen Zeiten, denn der mächtige US-Dollar setzt seine verbleibende Stärke ein, um ihnen Paroli zu bieten. Da in diesem Jahr nur wenige Zinssenkungen in den USA zu erwarten sind, geraten die Währungen des Kontinents unter Druck – und das ist alles andere als angenehm. Vom Yen über den Renminbi bis hin zu anderen Währungen ist die Lage überall angespannt.
Ein schwieriger Balanceakt
In den letzten Tagen haben die großen Akteure wie Japan, Chinaund Südkorea viel über ihre Währungsstabilität geredet, obwohl diese Währungen gegenüber dem Dollar aufgrund der klaffenden Lücke zwischen den hohen US-Zinssätzen und ihren eigenen, viel niedrigeren Zinssätzen abrutschen.
Anleger, die höhere Renditen erzielen wollen, haben ihr cash in US-amerikanische Anlagen umgeschichtet, was den Yen auf ein 34-Jahres-Tief fallen ließ und ihn unter die Marke von 154 Yen pro Dollar rutschen ließ. Gleichzeitig fiel der Yuan unter den chinesischen Referenzkurs, und der Won ist schwächer als seit November letzten Jahres.
Die Währungsreform hat zahlreiche politische Maßnahmen nach sich gezogen.
Besonders interessant war die gemeinsame Erklärung der USA, Japans und Südkoreas vom vergangenen Donnerstag, in der sie „ernsthafte Bedenken“ hinsichtlich des rapiden Wertverfalls von Yen und Won äußerten. Doch seien wir ehrlich: Trotz des ganzen Trubels – die Wahrscheinlichkeit, dass diese Länder tatsächlich eingreifen, um den Abwärtstrend zu stoppen, ist laut Experten äußerst gering.

Die Währungs-Achterbahn
Anfang 2023 bestand die Hoffnung, dass Zinssenkungen in den USA die angespannte Lage entspannen könnten. Doch im zweiten Quartal hat eine anhaltend hohe Inflation in den USA in Verbindung mit einertronWirtschaftsentwicklung diese Pläne zunichtegemacht. Die Zentralbanker haben zwar versucht, ihre Bemühungen zu bekräftigen und angedeutet, was sie zur Stabilisierung der Märkte unternehmen könnten, ohne sich jedoch konkret zu etwas zu verpflichten.
In Tokio bezeichnen Händler die gemeinsame Erklärung der USA, Japans und Südkoreas als kostengünstigen Schachzug – im Grunde ein Mittel, die Märkte zu beruhigen, ohne den Aufwand eines echten Eingriffs. Gleichzeitig deutete der Gouverneur der japanischen Zentralbank, Kazuo Ueda, an, dass die Zinsen angehoben werden könnten, sollte der Yen-Kursverfall zu stark ausfallen – ein ungewöhnlicher und mutiger Schritt für die sonst so vorsichtige Zentralbank.
China ringt mit der Frage, wie viel Spielraum dem Renminbi angesichts innenpolitischer Wirtschaftsprobleme und Beschwerden von Handelspartnern über billige chinesische Exporte eingeräumt werden soll. Die Chinesische Volksbank ist damit beschäftigt, Befürchtungen zu entkräften, der Renminbi werde aufgrund der im Vergleich zu den USA niedrigen Zinssätze weiter abwerten.
Globale Dynamik und die Dominanz des Dollars
Gerade als man dachte, es könnte nicht spannender werden, hat der US-Dollar einen fulminanten Aufstieg hingelegt und diesen Monat auf dem DXY-Chart ein neues Hoch von 106,27 erreicht. Aufgrund der eskalierenden Spannungen zwischen Iran und Israel sind globale Investoren verunsichert und investieren ihr Geld in vermeintlich sichere Häfen: US-Dollar, Gold, japanischen Yen und Schweizer Franken.
Aber das ist noch nicht alles. Die BRICS-Staaten treiben ihre Pläne zur Verringerung ihrer Dollarabhängigkeit durch den Umstieg auf Kryptowährungen im internationalen Handel weiterhin mit Nachdruck voran. Dies ist Teil ihrer Bemühungen, sich vom US-Dollar abzuwenden und lokale Währungen zu fördern – ein Ziel, das ihnen sehr am Herzen liegt, da sie die gesamte Weltwirtschaftsordnung verändern wollen.
Der nigerianische Naira erlebt derzeit einen Höhenflug und legte allein in diesem Monat gegenüber dem Dollar um beachtliche 12 % zu. Er gilt neben dem US-Dollar als die Währung mit der besten Wertentwicklung im April. Nach einem holprigen Jahresbeginn stieg der Wert des Naira von 1.800 NGN pro Dollar Anfang März auf 1.195 NGN zum Redaktionsschluss.
Ja, der US-Dollar ist immer noch der König. Vorerst.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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