Die Aktien von Applied Materials gerieten unter Druck, da US-Exportbeschränkungen den chinesischen Chip-Sektor trafen

- Die Aktien von Applied Materials fielen im vorbörslichen Handel um bis zu 4 %, da neue US-Exportbeschränkungen den Druck auf das China-Geschäft erhöhten.
- Das Unternehmen warnt davor, dass die Beschränkungen seine Einnahmen im Jahr 2026 um 600 Millionen Dollar schmälern könnten, obwohl es zur Stärkung der Liquidität Anleihen im Wert von 2,35 Milliarden Dollar ausgegeben hat.
- Führungskräfte sagen, dass ausländische Konkurrenten die Lücke in China füllen, was verdeutlicht, wie geopolitische Risiken die traditionellen Marktgrundlagen in der Halbleiterindustrie mittlerweile überschatten.
Applied Materials, ein Halbleiterhersteller, verzeichnete am Freitag einen Kursrückgang von bis zu 3 Prozent, da die Vereinigten Staaten die Exportbeschränkungen verschärften, um Chinas Zugang zu fortschrittlicher Chiptechnologie einzuschränken.
Die Aktie hat sich vom Schlusskurs am 13. November erholt. Der Kursrückgang spiegelte jedoch die Unsicherheit wider, die durch Beschränkungen verursacht wurde, welche Chinas Fortschritte bei der Entwicklung fortschrittlicher Chips für künstliche Intelligenz, 5G und militärische Anwendungen verlangsamen sollen.

Exportbeschränkungen gegen China unter Druck (Applied Materials)
Applied Materials, ein wichtiger Ausrüstungslieferant, der von Investoren genau beobachtet wird, gerät ins Visier der US-Behörden, die gegen Unternehmen vorgehen, die Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen nutzen, um die Beschränkungen für den Verkauf von hochmodernen Chipherstellungsanlagen und -technologien an chinesische Hersteller zu umgehen. Dies führte zu einem Kursverlust der Aktien um 4 % im nachbörslichen Handel.
Aufgrund der verschärften Beschränkungen rechnet Applied Materials für 2026 mit einem Umsatzrückgang von 600 Millionen US-Dollar. Trotz der Ankündigung einer Transaktion über vorrangig besicherte Anleihen im Wert von 2,35 Milliarden US-Dollar zur Verbesserung der Liquidität kämpft das Unternehmen mit erheblichem Umsatzdruck durch den sich abschwächenden chinesischen Markt.
Es wird erwartet, dass auch andere Zulieferer Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, da China der weltweit größte Abnehmer von Chip-Herstellungsanlagen ist.
Applied Materials hatte berichtet, dass im vierten Quartal aufgrund einer Regelung Produkte im Wert von 110 Millionen Dollar nicht ausgeliefert wurden. Diese Regelung wurde später nach Gesprächen zwischendent Trump unddent Xi Jinping ausgesetzt.
Die Unternehmensführung geht davon aus, dass die Aussetzung der Regelung es dem Unternehmen ermöglichen könnte, den prognostizierten Verlust von 600 Millionen US-Dollar im nächsten Geschäftsjahr auszugleichen. Analysten glauben jedoch, dass die Auswirkungen gering sein werden, da der Umsatzanteil in China derzeit nur noch 20 % des Gesamtumsatzes ausmacht (vorher 40 %).
Marktdruck durch wachsende Spannungen in den Technologiebeziehungen zwischen den USA und China
Die Reaktion des Aktienkurses von Applied Materials am 14. November spiegelte die Marktstimmung wider, da die Anleger die Anfälligkeit des Halbleitersektors für die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und China neu bewerteten.
Applied Materials prognostiziert für das laufende Quartal einen Umsatz von 6,85 Milliarden US-Dollar. Analysten erwarten jedoch einen durchschnittlichen Umsatz von rund 6,76 Milliarden US-Dollar. Sie weisen zudem darauf hin, dass Unternehmen mit engen Verbindungen zum chinesischen Chip-Ökosystem erhöhten finanziellen und operativen Risiken ausgesetzt sind, da die USA die Einfuhrbeschränkungen für wichtige Ausrüstung verschärfen.
Applied Materials scheint am stärksten betroffen zu sein. CEO Gary Dickerson sagte dazu, dass ausländische Konkurrenten sich einen Teil des chinesischen Marktes gesichert hätten: „Nicht-US-amerikanische Gerätehersteller unterliegen nicht denselben Beschränkungen, sodass eingeschränkte Kunden bei diesen Unternehmen kaufen können, selbst wenn sie lieber bei Applied kaufen würden.“
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Hannah Collymore
Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.
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