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Apple und Microsoft streiten sich mit der EU über iMessage und Bing

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Apple und Microsoft streiten sich mit der EU über iMessage und Bing
  • Apple und Microsoft stellen die EU wegen des bevorstehenden Digital Markets Act (DMA) in Frage.
  • Die DMA hat sich zum Ziel gesetzt, die Tech-Giganten zu regulieren und fordert Interoperabilität, Datenaustausch und mehr.
  • Unternehmen müssen Kriterien wie einen Jahresumsatz von 7,5 Milliarden Euro und 45 Millionen monatliche Nutzer in der EU erfüllen, um reguliert zu werden.

Zwei Giganten der Technologiebranche, Apple und Microsoft, stellen sich der Europäischen Unionund bezweifeln die Tragweite der bevorstehenden Regulierungen. Beide Unternehmen gelten zwar als globale Innovationsführer, doch der Konflikt mit Brüssel um das kommende Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) rückt sie nun ins Rampenlicht.

Die umstrittenen Grenzen, die durch das Gesetz über digitale Märkte gezogen wurden

Die von der EU vorgeschlagenen Regulierungen sollen die enorme und stetig wachsende Macht der großen Technologiekonzerne eindämmen. Die DMA (Digital Markets Authority) wird in Kürze die erste Liste der Dienste veröffentlichen, die sie regulieren möchte. Diese Gesetzgebung ist keine bloße Aufforderung; sie verpflichtet Tech-Giganten wie Apple und Microsoft unter anderem dazu, ihre Dienste mit denen von Wettbewerbern kompatibel zu machen und Daten auszutauschen.

Ein hoher Jahresumsatz von über 7,5 Milliarden Euro, eine rasant steigende Marktkapitalisierung von über 75 Milliarden Euro und mehr als 45 Millionen aktive Nutzer pro Monat in der EU sind die wichtigsten Kriterien für die Anwendung der DMA. Die tatsächliche Anwendung ist jedoch möglicherweise nicht so einfach. Brüssel behält sich das Recht vor, diese Zahlen gegebenenfalls anzupassen.

Microsofts Bing, das lediglich 3 % Marktanteil hält, steht unter der kritischen Beobachtung Brüssels. Microsoft reagiert skeptisch und verweist auf die enorme Kluft zwischen Bing und seinem Giganten Google Search. Sollte Bing in den Zuständigkeitsbereich der DMA fallen, müsste das Unternehmen seinen Nutzern alternative Suchmaschinen anbieten, was Googles Dominanz möglicherweise noch verstärken würde. Für den Tech-Riesen ist das ironisch und besorgniserregend.

Apple verteidigt hingegen vehement seine Chat-Anwendung iMessage und hebt hervor, dass die Nutzerzahlen möglicherweise nicht mit den Kriterien der DMA übereinstimmen. Obwohl iMessage auf Apple-Geräten Standard ist, hat der Technologiekonzern seit geraumer Zeit keine konkreten Nutzerzahlen mehr veröffentlicht. Ein wesentlicher Streitpunkt sind die unterschiedlichen Auffassungen zwischen Apple und der EU über das Marktsegment, das iMessage bedient.

Die weiterreichenden Implikationen und das Abwarten

Die bevorstehenden Regulierungen werden nicht nur Microsoft und Apple betreffen. Auch andere Tech-Giganten wie Google, Amazon und sogar Meta bereiten sich auf die Kontrollen der DMA vor. Das chinesische Phänomen TikTok steht ebenfalls im Fokus Brüssels. Da Plattformen wie Instagram, Facebook und der Suchmaschinenriese Google unter die DMA fallen sollen, will diese den Wettbewerb fördern, insbesondere für aufstrebende europäische Tech-Startups.

Brüssel berät jedoch noch über die Zukunft von iMessage und Bing. Die Möglichkeit einer detaillierten Untersuchung, um festzustellen, ob diese Dienste den Vorgaben der DMA unterliegen sollten, wird durchaus in Betracht gezogen. All dies ist nur ein kleiner Teil des Gesamtbildes. Da die DMA-Verordnungen ab dem nächsten Frühjahr vollständig gelten, bereitet sich die Europäische Kommission auf eine Flut von Klagen vor, insbesondere von den Tech-Giganten, die sich zu Unrecht ins Visier genommen fühlen.

Als ob das nicht schon genug wäre, ist dies nicht das erste Mal, dass Technologieunternehmen mit der EU über digitale Normen aneinandergeraten. Der renommierte deutsche Onlinehändler Zalando und der Tech-Gigant Amazon haben die Kommission bereits verklagt und ihr Befangenheit gemäß dem Gesetz über digitale Dienste vorgeworfen. Es handelt sich um einen weiteren Versuch, durch digitale Gesetzgebung neue Standards für die Internetüberwachung festzulegen.

Während sich Brüssel auf die womöglich größte Reform der Technologieregulierung vorbereitet, bleibt die Frage: Werden die großen Technologiekonzerne sich beugen oder die Spielregeln neu schreiben? Die Zeit wird es zeigen.

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