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Anthropic untermauert mit der jüngsten Einstellung seine Position als KI-Alpha

VonHannah CollymoreHannah Collymore
3 Minuten Lesezeit
Investoren spekulieren über den Zeitpunkt der offiziellen Ankündigung, da das Unternehmen hinter ChatGPT offenbar einen Börsengang vorbereitet. Bereits am Freitag könnte OpenAI laut einigen Quellen diskret Entwürfe für die Börsenzulassung einreichen. Berichten zufolge hat das Unternehmen, dessen Wert von privaten Investoren derzeit auf über 850 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, Morgan Stanley und Goldman Sachs mit den Vorbereitungen beauftragt. Die Einreichung könnte in den kommenden Tagen oder Wochen erfolgen, so einedentQuelle. Rechtliche Hürden sind beseitigt, der Zeitplan beschleunigt sich. Das KI-Unternehmen hat bisher keine konkreten Termine öffentlich bestätigt. In einer Stellungnahme erklärte OpenAI, man prüfe regelmäßig strategische Optionen und konzentriere sich gleichzeitig auf die aktuellen Geschäftsprioritäten. Interne Vorbereitungen laufen jedoch bereits, um den Börsengang möglicherweise in den letzten drei Monaten dieses Jahres durchzuführen. Dieser Schritt erfolgt nur zwei Tage, nachdem ein Bundesrichter die Klage von Elon Musk gegen das Unternehmen abgewiesen hat. Musk hatte 150 Milliarden US-Dollar Schadenersatz gefordert und wollte verhindern, dass OpenAI in eine gewinnorientierte Struktur umgewandelt wird. Die Beilegung dieser Rechtsangelegenheit scheint ein bedeutendes Hindernis beseitigt zu haben und könnte die Unternehmensführung zu einem schnelleren Handeln motiviert haben. Wie Cryptopolitan bereits berichtete, überschneidet sich der Zeitpunkt zudem mit dem geplanten Börsengang von SpaceX. OpenAI könnte bei der Kommunikation mit Investoren weniger Aufmerksamkeit auftrac, da die Einreichung des Börsenprospekts etwa zeitgleich mit SpaceX erfolgt. Bei einem der möglicherweise größten Börsengänge aller Zeiten müssen Vermögensverwalter nun beide namhaften Unternehmen berücksichtigen. Händler spekulierten stark auf eine Ankündigung im Jahr 2026. Berichte über die mögliche Einreichung des Börsenprospekts befeuerten die Aktivitäten auf den Prognosemärkten. Auf Kalshi erhöhten Händler die Wahrscheinlichkeit eines Börsengangs von OpenAI vor dem Konkurrenten Anthropic deutlich. Auf der Prognosemarktplattform stieg das Vertrauen in OpenAI weiter stark an; Händler schätzten die Wahrscheinlichkeit eines Börsengangs vor den Konkurrenten auf 84 bis 85 Prozent. Im Gegensatz dazu blieben die mit Anthropic verbundenentracauf Polymarket mit rund 22 Prozent deutlich niedriger, was einen deutlich geringeren Optimismus hinsichtlich eines baldigen Börsengangs des von Amazon und Google unterstützten Startups widerspiegelt. Die zunehmende Kluft zwischen den beiden Unternehmen deutet darauf hin, dass Investoren verstärktdent in OpenAIs aggressive Bemühungen setzen, vom explosiven Wachstum der generativen KI-Branche und der starken Nachfrage nach hochkarätigen Technologieaktien zu profitieren. Da viele Investoren nun eine bedeutende Ankündigung innerhalb des nächsten Jahres erwarten, hat die Handelsaktivität auf Prognoseplattformen deutlich zugenommen. Laut Kalshi ist die Wahrscheinlichkeit einer Ankündigung im Zusammenhang mit einem Börsengang bis 2026 auf 88 % gestiegen. Daten von Kalshi belegen das stark gestiegene Vertrauen der Händler in einen bevorstehenden Börsengang von OpenAI. Laut Polymarket hat OpenAI eine 73%ige Chance, bis Ende 2026 offiziell an die Börse zu gehen. Betrachtet man genauere Zeiträume, gehen Händler davon aus, dass die offizielle Ankündigung höchstwahrscheinlich im Spätsommer oder Herbst erfolgen wird. Polymarket prognostiziert eine Wahrscheinlichkeit von 72 %, dass OpenAI seinen Börsengang bis zum 31. Dezember 2026 durchführen wird. Kalshi Markets bewertet eine Ankündigung vor November derzeit mit 81 %, wobei Wetten speziell auf einen Börsengang vor dem 1. November bei 78 % liegen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Ankündigung vor Oktober sinkt auf 60 % und vor September auf 38 %, obwohl zwei Quellen darauf hinweisen, dass OpenAI den Prozess bereits im September abschließen will. Zudem geraten Wettbewerber aufgrund dieser Berichte unter erhöhten Druck. Da Anthropic sich zu einem wichtigen Akteur im Bereich KI für Unternehmen und KI-gestützter Softwareentwicklung entwickelt hat, zählt das Unternehmen zu den Hauptkonkurrenten von OpenAI. Marktteilnehmer im Bereich Prognosen scheinen jedoch nicht davon auszugehen, dass Anthropic in naher Zukunft an die Börse gehen wird. Berichten zufolge verhandelt Anthropic mit Investoren, um Kapital zu einer Bewertung von rund 900 Milliarden US-Dollar zu beschaffen, was die aktuelle private Bewertung von OpenAI übersteigen könnte. Das Unternehmen gab im April bekannt, dass sein Jahresumsatz 30 Milliarden US-Dollar überschritten hat. Trotz dieser Zahlen hat sich die Marktstimmung aufgrund der jüngsten Enthüllungen überdentBörsenprospekte merklich verändert; viele Händler gehen nun davon aus, dass OpenAI vor seinem Konkurrenten an die Wall Street gehen wird.
  • Karpathy, Mitbegründer von OpenAI und ehemaliger KI-Direktor bei Tesla, ist zum Konkurrenten Anthropic gewechselt und reiht sich damit in die Riege anderer namhafter Neuzugänge wie Chris Rohlf und Ross Nordeen ein.
  • Karpathy wird ein Team mit Claude aufbauen, um die Vorstudien zu beschleunigen.
  • Anthropic hat OpenAI auch bei der Unternehmensnutzung überholt und strebt eine Kapitalerhöhung bei einer Bewertung von rund 950 Milliarden US-Dollar an.

Andrej Karpathy, der zu den Gründungsmitgliedern von OpenAI gehörte und zuletzt Direktor für künstliche Intelligenz bei Tesla war, gab am Dienstag, den 19. Mai, bekannt, dass er zu Anthropic gewechselt sei, und teilte seinen Followern auf X mit, dass „die nächsten Jahre an der Spitze der LLMs besonders prägend sein werden“

Für viele hat dieser Schritt die anhaltende Debatte darüber, welches KI-Unternehmen derzeit führend bei der Akzeptanz ist, wieder in den Vordergrund gerückt, insbesondere wenn eine Person vom Kaliber eines Karpathy zu einer Plattform wechselt, die ein Konkurrent eines Unternehmens ist, das er mitgegründet hat. 

Wer ist der neue prominente Neuzugang bei Anthropic?

Karpathy zählt zu den bekanntesten Forschern auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. Er war Mitbegründer von OpenAI, bevor er 2017 das Unternehmen verließ, um die Leitung der Computer Vision für Teslas Autopilot- und Full Self-Driving-Programme zu übernehmen. 

Im Jahr 2022 verließ er Tesla, kehrte kurzzeitig zu OpenAI zurück und gründete dann das KI-Bildungs-Startup Eureka Labs.

Karpathy wird ein Team aufbauen, das Claude nutzen soll, um die Vortrainingsforschung zu beschleunigen – jene Arbeit, die einem Modell sein Kernwissen und seine Fähigkeiten verleiht. Berichten zufolge wird er dabei mit dem Leiter des Vortrainings, Nick Joseph, zusammenarbeiten. 

Auf X schrieb er: „Ich freue mich sehr, hier dem Team beizutreten und wieder in die Forschung und Entwicklung einzusteigen. Bildung ist nach wie vor meine große Leidenschaft, und ich plane, meine Arbeit daran zu gegebener Zeit wieder aufzunehmen.“

Hat sich Anthropic an die Spitze der KI-Asse gesetzt?

Forscher, die in der Lage sind, neue Wege zu beschreiten, gelten als eine weitaus knappere Ressource als Kapital oder Chips, und der Kampf um diesen kleinen Pool ist genauso entscheidend wie jede Finanzierungsrunde. 

Aktuell scheint Anthropic Schwergewichte aus verschiedenen Abteilungen abzuwerben. So ist beispielsweise der Cybersicherheitsveteran Chris Rohlf, der früher bei Meta gearbeitet hat, kürzlich dem Frontier Red Team beigetreten.

Karpathy folgt damit Ross Nordeen, einem Gründungsmitglied von Elon Musks xAI, der Anfang des Monats zu Anthropic wechselte – am selben Tag, an dem das Unternehmen einen Vertrag mit SpaceX zur Anmietung von Recheninfrastruktur im Colossus-Rechenzentrum von xAI in Memphis abschloss. Die Talente wandern eindeutig ab.

Dasselbe gilt für die Geschäftskennzahlen. Laut dem aktuellen Ramp AI Index hat Anthropic OpenAI bei der Unternehmensnutzung erstmals überholt und im April 34,4 % der Unternehmen erreicht, während OpenAI auf 32,3 % zurückfiel. 

Anthropic untermauert mit der jüngsten Einstellung seine Position als KI-Alpha
Anthropic fordert OpenAIs KI-Vorsprung heraus. Quelle: Ramp

Im vergangenen Jahr hat Anthropic seine Geschäftsentwicklung vervierfacht, während OpenAI nur um 0,3 % wuchs. Berichten zufolge sammelt Anthropic zudem frisches Kapital ein und erreicht eine Bewertung von fast 950 Milliarden US-Dollar – deutlich mehr als OpenAI mit seinen jüngsten 852 Milliarden US-Dollar. Gründe hierfür sind die steigenden Umsätze, das Entwicklertool Claude Code und das auf Cybersicherheit ausgerichtete Mythos-Modell , das in Washington Beachtung gefunden hat.

Ist das Alpha-Gehäuse luftdicht oder gibt es einen Haken?

Ramp, dessen eigene Daten als Referenz für Behauptungen zur Akzeptanz herangezogen werden können, wies auch darauf hin, dass die Anreize von Anthropic nicht mit denen der Kunden übereinstimmen, da das Unternehmen umso mehr verdient, je mehr Token die Unternehmen konsumieren. 

Claude sah sich in den letzten Wochen mit Beschwerden über Ausfälle und Ratenbegrenzungen konfrontiert, und eine kürzlich erfolgte Modelländerung verdreifacht die Token-Kosten für Eingabeaufforderungen, die ein Bild enthalten.

Zu den am schnellsten wachsenden Anbietern auf der Ramp-Plattform im letzten Monat zählten Inferenzdienste, die günstige Open-Source-Modelle anboten, und OpenAIs Codex bleibt eine kostengünstige Alternative mit geringen Wechselkosten.

Die Einstellung beendet das Rennen also nicht. Sie verschiebt lediglich die Beweislast. 

Vor einem Jahr war OpenAI der unbestrittene Maßstab, an dem sich alle Konkurrenten messen lassen mussten. Heute geht es nicht mehr darum, ob jemand OpenAI einholen kann, sondern ob OpenAI seinen Vorsprung halten kann.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Hannah Collymore

Hannah Collymore

Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.

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