Australiens größter Pensionsfonds, AMP, hat 27 Millionen Dollar seines Portfolios in Bitcoininvestiert und ist damit der erste große Fonds, der sich in den Kryptowährungsmarkt wagt.
AMPs Entscheidung, in den Markt für digitale Vermögenswerte einzusteigen, erfolgt trotz der Kritik aus vielen Kreisen. Zu den Skeptikern gehört auch Michele Bullock, Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), die Zweifel an der Rolle von Kryptowährungen in der australischen Wirtschaft geäußert hat.
AMP setzt auf Bitcoin , um sein Portfolio zu diversifizieren
Laut Shelleydentder dynamische Asset-Allokationsprozess von AMP die beträchtliche Marktdynamik und die Stimmungslage von Bitcoin, die die Hauptgründe für die Diversifizierungsbestrebungen waren.
Berichten zufolge erfolgte die Investition im Mai, als Bitcoin Kurs zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar lag. Laut Anna Shelley, Chief Investment Officer von AMP, sind lediglich 0,05 % des Firmenvermögens von 57 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert, was Teil eines umfassenderen Diversifizierungsplans ist.
Der jüngste Kursanstieg von Bitcoinauf 100.000 US-Dollar pro Coin markiert einen Wendepunkt und wurde durch einen Bullenmarkt nach der Wiederwahl von Donald Trump und der kryptofreundlichen Haltung seiner neuen Regierung ausgelöst.
Trotz der Risiken habe der Fonds „den Sprung gewagt“, erklärte Steve Flegg, Senior Portfolio Manager bei AMP, auf LinkedIn. Seiner Ansicht nach sei die Kryptowährung hinsichtlich Wachstum und Potenzial schlichtweg zu groß, um sie zu ignorieren.
Andere Pensionsfonds decken das gesamte Spektrum ab
AustralianSuper erklärte, man konzentriere sich auf die Blockchain-Technologie und indirekte Investitionen in Unternehmen, die diese nutzen, und bestätigte, dass derzeit keine Pläne bestünden, direkt in Kryptowährungen zu investieren.
Der australische Pensionsfonds Australian Retirement Trust und der Einzelhandelsriese MLC haben zwar Interesse gezeigt, agieren aber mit erheblicher Vorsicht. Laut einem Bericht der AFR planen sie nicht, dem Beispiel von AMP zu folgen.
Shelley erklärte, die aktuelle Allokation liege an der Obergrenze für diese Anlageklasse, der Fonds werde seine Bestände jedoch verwalten. Anleger mit Investitionen in die ausgewogenen und wachstumsorientierten Fonds von AMP seien auf Kundenebene am stärksten von Bitcoin betroffen.
Die australische Wertpapier- und Investitionskommission (ASIC) hat kürzlich ihren Regulierungsrahmen für Kryptowährungen erweitert. Ziel ist , Verbraucher zu schützen und gleichzeitig verantwortungsvolle Innovationen im Kryptosektor zu fördern.

