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Die Amerikaner sind optimistischer als je zuvor, was den Aktienmarkt angeht

In diesem Beitrag:

  • Rekordverdächtige 56,4 % der Amerikaner glauben, dass die Aktienkurse im nächsten Jahr steigen werden – doppelt so viel wie noch vor zwei Jahren.
  • Anleihen aus Schwellenländern übertreffen in diesem Jahr Aktien: Anleihen legten um 8,4 % zu, Hochzinsanleihen von Staaten stiegen um 15 %.
  • Trumps mögliche Zölle auf China und Mexiko könnten, je nach seiner Strategie, Aktienkurse stark belasten, Anleihenkurse hingegen beflügeln.

Laut der jüngsten Verbraucherumfrage des Conference Board glauben rekordverdächtige 56,4 % der Amerikaner an einen steigenden Aktienmarkt in den nächsten zwölf Monaten. Dieser Wert hat sich innerhalb von nur zwei Jahren verdoppelt und signalisiert den höchsten jemals gemessenen Optimismus.

Im November erreichte die Kluft zwischen denjenigen, die mit steigenden Aktienkursen rechneten, und denjenigen, die fallende Kurse prognostizierten, einen historischen Höchststand von 35 %. Dies geschieht, während der S&P 500 kurz vor einem bedeutenden Meilenstein steht: seinem ersten jährlichen Anstieg von über 30 % seit 1997.

Trumps Rückkehr könnte alles durcheinanderbringen

dent Donald Trump steht kurz vor der Rückkehr ins Weiße Haus, und die Wall Street hält bereits den Atem an. Seine Rückkehr könnte das Gleichgewicht zwischen Aktien und Anleihen aus Schwellenländern, die unter Joe Biden ein hart umkämpftes Terrain waren, grundlegend verändern.

In Bidens ersten drei Amtsjahren schnitten auf US-Dollar lautende Anleihen aus Schwellenländern besser ab als Aktien. Dieses Jahr liegen sie gleichauf: Anleihen legten um 8,4 % zu, Aktien um 9 %. Doch Anleihen erreichten all dies bei nur halb so hoher Volatilität wie Aktien. Hochzinsanleihen? Ein beeindruckendes Plus von 15 %.

Trumps Handelspolitik ist der Unsicherheitsfaktor. Jeff Grills, Leiter des Bereichs US-amerikanische Cross-Asset- und Schwellenländeranleihen bei Aegon Asset Management, meint, Trumps Zölle könnten alles verändern. „Wenn er Zölle auf mexikanische und chinesische Importe erhebt, werden Aktienkurse sinken, während Anleihen profitieren könnten“, erklärte . Sollte es Trump bei seiner Zollstrategie jedoch eher um Verhandlungsmacht gehen, könnten Aktien gegenüber Anleihen im Vorteil sein.

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Der Markt zeigt bereits Anzeichen einer Spaltung. Seit Anfang November ist der Bloomberg Emerging Market Dollar Debt Index gestiegen, während der MSCI Emerging Market Equity Index um 3,7 % gefallen ist.

Chinesische Aktien, ein wichtiger Bestandteil des Aktienindex, sind seit Trumps Wahlsieg um 8 % eingebrochen und haben den gesamten Sektor mitgerissen. Anleihen hingegen blieben stabil und boten verunsicherten Anlegern einen sicheren Hafen.

Schwellenländer im Kreuzfeuer

Die Aktien von Schwellenländern starteten vielversprechend ins Jahr. Alle erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank und chinesische Konjunkturmaßnahmen. Doch seit Oktober sieht die Lage ganz anders aus. Die Kurse dieser Aktien sind um fast 10 % gefallen, da sich Händler auf mögliche Zölle Trumps einstellen.

Für Länder wie China, Südkorea, Indien und Taiwan, die 73 % des Aktienindex der Schwellenländer ausmachen, steht viel auf dem Spiel. Einfacher ausgedrückt: Anleger suchen nach sicheren Anlagen, und Anleihen aus Schwellenländern haben genau das geboten.

Im Gegensatz zum Aktienindex, der stark von China geprägt ist, ist der Anleihenindex ausgewogener. China macht im Anleihenindex nur 10 % aus, verglichen mit seiner hohen Gewichtung bei Aktien.

Anleihen aus Schwellenländern haben dank solider Renditen und geringerer Anfälligkeit für geopolitische Krisen stetig an tracgewonnen. Hochzinsanleihen, insbesondere solche von risikoreicheren Staaten, legten um 15 % zu – ein großer Erfolg für Anleger, die auf festverzinsliche Wertpapiere gesetzt haben.

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Die Stärke des Dollars und die Kapitalflucht

DertronDollar bereitet Aktien aus Schwellenländern Kopfzerbrechen. Zwar mag er asiatischen Exporteuren im globalen Wettbewerb helfen, doch setzt er die Aktienbewertungen unter Druck. Investoren zogen in der Woche bis zum 27. November 1,8 Milliarden US-Dollar aus Schwellenländer-Aktienfonds ab. Laut Daten der Bank of America und EPFR Global waren dies die siebten Wochen in Folge mit Kapitalabflüssen.

Folgendes ist der Punkt: Der Renditeaufschlag von Schwellenländeranleihen gegenüber US-Staatsanleihen hat sich verringert und liegt nun mehr als 100 Basispunkte unter seinem Fünfjahresdurchschnitt. Anders ausgedrückt: Das Wachstumspotenzial für Anleihen ist geringer.

Der S&P 500 mag zwar im Höhenflug sein, doch das Gesamtbild zeichnet ein anderes Bild. Anleger beobachten Trumps nächste Schritte genau. Werden die Zölle die Aktienkurse komplett zum Erliegen bringen? Bleiben Anleihen die sicherere Anlageoption? Niemand kann das mit Sicherheit sagen.

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