Der neueste US-Arbeitsmarktbericht ist erschienen und sorgt für Aufsehen. Im Juli wurden 114.000 neue Stellen geschaffen, doch die Arbeitslosenquote stieg sprunghaft auf 4,3 Prozent.
Dieser Kursanstieg hat Spekulationen darüber ausgelöst, dass die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung senken könnte. Sollte dies geschehen, könnte Bitcoin einen deutlichen Aufschwung erleben.
Jag Kooner, Leiter des Derivatehandels bei Bitfinex, sagt, die Zahlen zeigten zwar eine gewisse Stärke, aber aufgrund hoher Kreditzinsen und steigender Arbeitslosigkeit bestehe weiterhin die Angst vor einer Rezession.
Jag weist darauf hin, dass die Arbeitslosenquote von 4,3 % die Sahm-Regel auslösen könnte, die üblicherweise eine Rezession signalisiert. Er fügte jedoch hinzu, dass diese Regel nach der Pandemie aufgrund des ungewöhnlichen Arbeitsmarktes möglicherweise nicht mehr so zuverlässig sei.
Wirtschaftliche Unsicherheit plagt die Amerikaner
Die zunehmende Erwerbsbeteiligung, insbesondere von Einwanderern, und die Diskrepanz zwischen Arbeitssuchenden und verfügbaren Arbeitsplätzen tragen zur Problematik der Arbeitslosigkeit bei.
Hinzu kommt die inverse Zinsstrukturkurve, ein weiteres Anzeichen für eine mögliche Rezession, die die wirtschaftlichen Aussichten noch trüber macht. Trotz gestiegener Entlassungen sind diese im historischen Vergleich immer noch niedrig.
Die US-Notenbank Fed hat die Zinsen hochgehalten, um die anhaltende Inflation zu bekämpfen. Angesichts der sich abschwächenden Konjunktursignale mehren sich nun jedoch die Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung.
Wenn die Arbeitslosenzahlen die Ansicht der Fed bestätigen, dass die Inflation unter Kontrolle ist, könnte es im September zu einer Zinssenkung kommen.
Dies wären gute Nachrichten für Bitcoinund würdentronMarkteinschätzung weiter stärken.
Im August könnte der Markt, unter anderem aufgrund der Sommersaison, mit geringer Liquidität konfrontiert sein. Jag weist darauf hin, dass sich bei mehreren Altcoins massive Kaufblöcke im unteren Bereich bilden und Bitcoin voraussichtlich zwischen 61.000 und 70.000 US-Dollar gehandelt wird.
Dieser Bereich könnte eine optimale Akkumulationszone darstellen. Jag geht davon aus, dass eine Zinssenkung im September das Marktvertrauen stärken und die Liquidität erhöhen wird, was zu höheren ETF-Zuflüssen führen dürfte, da Anleger das verbesserte Umfeld für risikoreiche Anlagen nutzen.
Aktuell herrscht großes Vertrauen am Markt. Selbst potenziell negative Nachrichten wie die Verteilung von Mt. Gox, die Verkäufe der deutschen Regierung und die jüngsten bedeutenden Kursbewegungen in der Blockchain konnten Bitcoin-Kurs nicht wesentlich drücken.
Jag betont, wie wichtig es ist, Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell zu Inflationsdaten oder Wirtschaftswachstumstrends aufmerksam zu verfolgen. Sollte er von anhaltender Inflation oder schwachem Wirtschaftswachstum sprechen, könnten sich die Erwartungen hinsichtlich künftiger Zinssenkungen oder -erhöhungen ändern.
Powell hat angedeutet, dass eine Zinssenkung bei der September-Sitzung „möglicherweise zur Debatte steht“, was die Markterwartungen auf eine solche Senkung verstärkt hat. Laut Daten von CME FedWatch gehen die Finanzmärkte nun nahezu sicher davon aus, dass es im September zu einer Zinssenkung kommen wird.
Powell betont jedoch weiterhin , dass jede Entscheidung von den Daten, insbesondere den Inflationstrends, abhängen wird. Die Fed möchte weitere Beweise dafür, dass sich die Inflation wieder ihrem Zielwert von 2 % annähert, bevor sie die Zinsen senkt.

