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Amerika steckt in einer Schuldenkrise – wie weit ist sie schon fortgeschritten?

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 3 Minuten
  • Die amerikanischen Staatsschulden haben 36 Billionen Dollar erreicht, das Verhältnis von Schulden zu BIP liegt bei 121 Prozent – ​​der höchste Wert seit dem Zweiten Weltkrieg.
  • Die Regierung gibt täglich über 1 Milliarde Dollar allein für Zinsen aus, und die Kosten für den Schuldendienst werden voraussichtlich in diesem Jahr 1 Billion Dollar übersteigen.
  • Trumps zweite Amtszeit steht vor Herausforderungen durch steigende Staatsverschuldung, geplante Steuersenkungen und explodierende Zinsen, die die Kreditaufnahme sowohl für die Regierung als auch für die Bürger verteuern.

Die US-Staatsverschuldung ist ein unaufhaltsam wachsendes Monstrum. Mit 36 ​​Billionen Dollar ist sie so hoch wie nie zuvor, und ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht.

Innerhalb von 16 Jahren hat sich die Schuldenquote verdoppelt und liegt nun bei 121 %. Zum Vergleich: Während des Zweiten Weltkriegs erreichte sie einen Höchstwert von 119 %. Damals kämpfte das Land gegen die globale Tyrannei. Und heute? Die Schulden explodieren aufgrund schlechter Finanzplanung und unaufhörlicher Ausgaben.

Seit 2008 ist die Staatsverschuldung um 26,6 Billionen Dollar in die Höhe geschnellt und hat sich damit fast verdreifacht, während die Wirtschaft nur um 14,6 Billionen Dollar wuchs. Das entspricht einem Defizit von 12 Billionen Dollar. Ökonomen befürchten, dass sich die Lage noch verschlimmern wird.

Das Congressional Budget Office (CBO) geht davon aus, dass die Schuldenquote bis 2034 auf 131 % steigen könnte, vorausgesetzt, die Wirtschaft vermeidet eine Rezession.

Die Schulden fressen Amerikas Haushalt auf

Die Schuldenlast saugt Amerika aus. Täglich gibt die Regierung über eine Milliarde Dollar allein für Zinszahlungen aus. Dieses Jahr werden die Kosten voraussichtlich eine Billion Dollar übersteigen – mehr als die Verteidigungsausgaben des Landes.

Man muss sich das mal vorstellen: Amerika investiert mehr Geld in Schuldenzinsen als in die Sicherung seiner Grenzen oder die Modernisierung seines Militärs. Die Lage wird durch die hohen Zinsen noch verschärft.

Seit der Pandemie hat die US-Notenbank die Zinsen erhöht, wodurch Kredite teurer geworden sind. Dies treibt die Kosten überall in die Höhe, von Hypotheken bis hin zu Lebensmitteln.

Aktuell liegt die Schuldenquote bei 125 % des BIP. Experten gehen davon aus, dass sie in wenigen Jahren auf 200 % steigen könnte. Das würde bedeuten, dass die Staatsverschuldung doppelt so hoch ist wie die gesamte Wirtschaftsleistung. In diesem Fall wird der Staat mehr für Zinszahlungen ausgeben als für Dinge, die die Bevölkerung tatsächlich benötigt, wie Infrastruktur und Bildung.

Im Durchschnitt hat jeder Amerikaner Schulden in Höhe von 108.000 Dollar. Dieses Geld fehlt für Investitionen, die eine bessere Zukunft gestalten könnten. Statt in neue Straßen, Schulen oder Technologie zu fließen, landet cash bei den Gläubigern.

Trumps zweite Amtszeit steht vor einem Sturm

dent Donald Trump geht mit einer wirtschaftlichen Zeitbombe in seine zweite Amtszeit. Seine Regierung bemüht sich fieberhaft, die Ausgaben zu kontrollieren. Hier kommt das „Ministerium für Regierungseffizienz“ ins Spiel, eine neue Initiative unter der Leitung von Elon Musk und Vivek Ramaswamy.

Elon sagt, man könne Milliarden im Budget einsparen. Zu den vorgeschlagenen Kürzungen gehören massive Einsparungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Streichung der Finanzierung von Interessengruppen, die sich für das Recht auf Abtreibung einsetzen.

Doch hier liegt das Problem: Trump will weiterhin Steuersenkungen. Sein neuer Plan sieht eine Senkung der Unternehmenssteuern auf 15 % vor. Kritiker wetzen bereits die Messer. Sie sagen, das werde das definoch weiter in die Höhe treiben.

Jessica Fulton vom Joint Center for Political and Economic Studies warnt, dass diese Kürzungen die Reichen begünstigen und das Land in eine noch tiefere Finanzkrise stürzen würden. Selbst einige republikanische Abgeordnete äußern Bedenken und bezeichnen den Plan angesichts des bereits verdreifachten defials rücksichtslos.

Hohe Zinsen stellen ebenfalls ein Problem dar. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, ein wichtiger Richtwert für die Kreditaufnahme, ist von 0,6 % im Jahr 2020 auf zuletzt 4,4 % gestiegen. Das bedeutet, dass die Kreditkosten für den Staat enorm gestiegen sind. Dasselbe gilt für die US-Bürger im Alltag.

Der Regierung gehen jedoch noch nicht die Ideen aus. Ein umstrittener Plan sieht vor, bereits vom Kongress bewilligte Gelder nicht mehr auszugeben. Ein weiterer Vorschlag zielt auf Kürzungen der Mittel für Energie- und Umweltprojekte ab, die mit dem Inflationsbekämpfungsgesetz verknüpft sind. Beide Ideen könnten vor Gericht angefochten werden, doch in der Not greift man zu ungewöhnlichen Maßnahmen.

Die Schuldenspirale gefährdet das langfristige Wachstum

Die Pandemie hat alles verschlimmert. Die US-Staatsverschuldung stieg während der COVID-19-Pandemie um 16 Billionen Dollar – ein beispielloser Anstieg. Im vergangenen Jahr wuchs die Verschuldung um 6,3 Milliarden Dollar pro Tag. Das sind über 262 Millionen Dollar pro Stunde. Man muss sich das einmal vorstellen.

Die Verschuldung ist nicht nur ein innenpolitisches Problem. Sie beeinträchtigt Amerikas Rolle auf der Weltbühne. Investoren beginnen sich Sorgen um die Stabilität des Dollars zu machen.

Wenn das Vertrauen in die US-Wirtschaft nachlässt, wird sich das defiauf die globalen Märkte auswirken und überall Chaos verursachen. Von Aktien bis Kryptowährungen – alles wird ins Wanken geraten. Und die Weltwirtschaft selbst könnte einbrechen.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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