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Künstliche Intelligenz half bei der Entdeckung unbekannter Symbole in der Nazca-Wüste

VonBrenda KananaBrenda Kanana
Lesezeit: 2 Minuten
Künstliche Intelligenz half bei der Entdeckung unbekannter Symbole in der Nazca-Wüste.
  • Archäologen haben 303 neue Riesensymbole in der Nazca-Wüste in Peru entdeckt.
  • Das Team nutzte künstliche Intelligenz, um potenzielle Geoglyphen-Standorte zudent.
  • Die neuen Symbole haben unterschiedliche Formen, wie Vögel, Spinnen und menschenähnliche Gestalten, und könnten heilige Stätten dargestellt haben.

Eine in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichte Studie belegt den Einsatz von KI bei der Entdeckung neuer Geoglyphen in der Nazca-Wüste. Mithilfe von KI konnten Archäologen 303 unbekannte, riesige Landsymbole entdecken und damit die Anzahl der bekannten Geoglyphen verdoppeln. 

Diese riesigen Symbole, die als Geoglyphen bekannt sind, zeigten unter anderem Vögel, Spinnen, Pflanzen, Messer schwingende Gestalten und Menschen mit Kopfschmuck, darunter auch abgetrennte Köpfe.

Die Geoglyphen befinden sich 50 Kilometer von der peruanischen Südküste entfernt. Die Symbole stammen vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie sind jedoch unbeschädigt geblieben, weder durch Überschwemmungen noch durch den Anbau von Nutzpflanzen. Zudem ist das Gebiet kaum besiedelt.

Japanisches Team entwickelt KI-Modell zur Geoglyphenerkennung

Masato Sakai, Archäologieprofessor an der Universität Yamagata in Japan, leitete die Forschungsarbeiten. Sein Team nutzte hochauflösende Bilder von 430 bereits kartierten Nazca-Geoglyphen, um ein KI-Modell zur Objekterkennung zu trainieren. Die KI-gestützte Analyse erleichterte diedentpotenzieller Geoglyphenstätten durch die Untersuchung der 629 Quadratkilometer großen Wüste erheblich.

„Der Einsatz von KI in der Forschung hat es uns ermöglicht, die Verteilung von Geoglyphen schneller und genauer zu kartieren.“ 

Masato Sakai 

Allerdings gibt es einige Probleme, da das KI-Modell nur mit sechs Bildern trainiert wurde, während vergleichbare Modelle üblicherweise Tausende von Bildern benötigen. Das Team kategorisierte die Vorschläge daraufhin und erstellte so eine Liste mit 1.309 vielversprechenden Kandidatenstandorten.

Nach einer Reihe von Untersuchungen führte das Team Feldprüfungen durch und setzte Drohnen ein, um zwischen September 2022 und Februar 2023 303 Geoglyphen zu bestätigen. Unter den Neufunden wurden 178dentKI-Modell und 125 durch die manuelle Untersuchungdent.

Die Bedeutung der Nazca-Geoglyphen ist noch immer nicht vollständig geklärt; Wissenschaftler vermuten jedoch, dass die Felszeichnungen das heilige Gebiet der Nazca-Kultur markieren. Untersuchungen ergaben, dass größere, Tierdarstellungen zeigende Geoglyphen entlang gerader Linien angeordnet sind, weshalb diese Orte vermutlich für Rituale genutzt wurden. 

Andere, kleinere und detailliertere Geoglyphen, die Menschen und Tiere darstellen, wurden entlang langer Wege angelegt. Dies könnte darauf hindeuten, dass sie für die Betrachtung aus nächster Nähe gedacht waren. Den Erkenntnissen des Teams zufolge lässt sich die Bedeutung der Geoglyphen anhand ihrer Gruppierung bestimmen. 

KI verändert den archäologischen Entdeckungsprozess

Der Einsatz von KI in der Archäologie hat die Art und Weise, wie Entdeckungen gemacht werden, grundlegend verändert, da er den manuellen Arbeitsaufwand erheblich reduziert hat. Sakais Team nutzte ein KI-Modell, das eine Vielzahl möglicher Fundstellen generierte, von denen nur eine von 36 als geeignet eingestuft wurde. 

Eine aktuelle chinesische Studie belegt den stetig wachsenden Einsatz von KI in der Archäologie. Ein Forschungsteam der Xi’an Jiaotong-Liverpool University und der Renmin University nutzte KI, um Orakelknochen – eine frühe Form der Schrift – zu untersuchen und festzustellen, ob die Schreiber Links- oder Rechtshänder waren.

Die Forscher nutzten eine Deep-Learning-Technik namens Bone2Vec, um digitale Repliken von Orakelknochen zu analysieren, die vor 3000 Jahren angefertigt wurden. 

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Brenda Kanana

Brenda Kanana

Brenda verfügt über mehr als vier Jahre Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien. Sie arbeitete bereits für Zycrypto, Blockchain Reporter und The Coin Republic und ist nun bei Cryptopolitan tätig. Ihr Soziologiestudium an der Technischen Universität Mombasa ermöglicht es ihr, stets am Puls ihrer Leserschaft zu sein.

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