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Die Absurdität der Präsenz von Kryptowährungen im amerikanischen politischen Zirkus

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die Absurdität der Präsenz von Kryptowährungen im amerikanischen politischen Zirkus
  • Kryptowährungen werden im aktuellen amerikanischen Wahlkampf als ein äußerst wichtiges Thema dargestellt, aber in Wahrheit interessiert sich der Durchschnittswähler überhaupt nicht dafür.
  • Die Branche hat über diverse Super PACs Hunderte Millionen Dollar an Kandidaten gespendet, die als kryptofreundlich gelten.
  • Kamala Harris äußerte sich endlich zum Thema Kryptowährungen, allerdings nur vage, während Trump seine verfehlte Affäre mit dieser Branche fortsetzt.

Kryptowährungen brachen in die amerikanische Politik ein wie eine misslungene Reality-Show, die niemand sehen wollte. Und nun steht am 5. November Amerikas erste „Krypto-Wahl“ bevor, bei der Hunderte Millionen Dollar in die politischen Kampagnen fließen.

Kamala Harris spricht nun völlig unerwartet davon, sich „innovativen Technologien“ zu öffnen, während Donald Trump – der Bitcoin einst als Betrug bezeichnete – sich vor Monaten Hals über Kopf ins Kryptogeschäft stürzte.

Er verspricht, Amerika zur „Krypto-Hauptstadt der Welt“ zu machen. Im Ernst? Ist das der Zustand der Politik?

Amerikanische Krypto-Wähler sind möglicherweise nicht so wichtig

Offenbar gibt es jetzt einen „Krypto-Wähler“.

Laut dem Geschäftsführer von Stand With Crypto – einer Lobbygruppe, die von Coinbase, der größten Kryptobörse in den USA, unterstützt wird – ist diese mysteriöse Gruppe real, überparteilich und bereit, ihre politische Stärke spielen zu lassen.

Sie vergeben sogar Noten an Politiker, je nachdem, wie kryptofreundlich sie sind: Trump erhält ein „A“, Kamala hingegen ein „N/A“.

Es ist aber unklar, ob das wirklich ein Thema ist. Sicherlich interessiert sich eine Handvoll Leute für die Regulierung von Kryptowährungen, aber die meisten Amerikaner scheinen sich eher Sorgen um tatsächliche Probleme wie Miete zahlen, Gesundheitsversorgung bezahlen oder einfach nur darum zu machen, über die Runden zu kommen.

Die Vorstellung, dass es eine riesige Gruppe von Wählern gibt, denen Kryptowährungen über alles andere gehen, erscheint absurd, wenn man sich auch nur eine einzige nationale Umfrage ansieht.

Den meisten Menschen ist es eigentlich egal, ob Kryptobörsen reguliert werden oder ob Briantron(CEO von Coinbase) immer reicher wird.

Der Standpunkt, dass Kryptowährungen eine nationale Priorität seien, wird allerdings stark forciert, wobei Lobbyisten mit Zahlen wie 52 Millionen Amerikanern um sich werfen, die angeblich Kryptowährungen besitzen.

Für diese Zahl gibt es übrigens keinen konkreten Beweis.

Das hat Stand With Crypto jedoch nicht davon abgehalten zu behaupten, diese angeblichen Krypto-Besitzer wollten unbedingt bei den bevorstehenden Wahlen gehört werden.

Es heißt sogar, fast neun von zehn Amerikanern seien der Meinung, das Finanzsystem müsse modernisiert werden. Doch mal ehrlich: Hier geht es doch eher darum, die Taschen der Krypto-Elite zu füllen, als dem Durchschnittsbürger zu helfen.

Der Branche geht es übrigens prächtig. Bitcoin-Kurs hat sich seit der letzten Wahl vervierfacht, und der Wert des gesamten Kryptomarktes ist in die Höhe geschnellt.

Wer deswegen schlaflose Nächte hat, sind diejenigen, die von dubiosen Börsen wie FTX.

Trotz Trumps Behauptung, die Biden-Harris-Regierung sei „extrem feindselig“ gegenüber Kryptowährungen eingestellt, floriert der Markt, und fast ein Drittel der weltweiten Krypto-Arbeitskräfte ist hier in den USA ansässig.

Unterdessen hat das kryptofreundliche Super-PAC Fairshake bisher über 200 Millionen Dollar gesammelt.

Ist das den Kandidaten überhaupt wichtig?

Sprechen wir über Kamala Harris. Bis vor Kurzem äußerte sie sich kaum zu Kryptowährungen. Das änderte sich letzte Woche, als sie bei einer Spendenveranstaltung an der Wall Street ihre Unterstützung für „innovative Technologien“ aussprach.

Stand With Crypto hatte ihr zunächst ein B für ihre Haltung zu Kryptowährungen gegeben, bevor sie sie, wie bereits erwähnt, später herabgestuft haben. Aber jetzt kommt's: Sie hat eigentlich gar nichts versprochen.

Ihre Äußerungen waren gerade vage genug, um die Tech-Branche nicht zu verärgern und gleichzeitig die Regulierungsbehörden zufriedenzustellen. Trump hingegen melkt die Krypto-Community bis zum Letzten aus.

Er hat bereits vier NFT-Kollektionen verkauft und erlaubt es sogar, seine Kampagne mit Kryptowährung zu unterstützen. Wer glaubt, er sei wirklich an der Zukunft der Blockchain-Technologie interessiert, der irrt sich gewaltig. 

Seine jüngsten Aktionen zeigen ganz deutlich, dass es ihm nur um seinen eigenen Vorteil geht. Er tauchte auf der Bitcoin Konferenz in Nashville auf und wünschte den Anwesenden viel Spaß mit ihren Bitcoin , ihren Kryptowährungen und allem anderen, womit sie sich beschäftigen – denn ja, so ernst nimmt er die Branche.

Trumps Verständnis von Kryptowährungen ist ungefähr so ​​tiefgründig wie das eines Planschbeckens, aber immerhin gibt er es zu. 

Bei der Vorstellung seines neuesten Unternehmens, World Liberty Financial – einem weiteren Projekt mit seinen Söhnen –, verglich er das Lernen darüber mit dem Erlernen der chinesischen Sprache.

Was auch immer World Liberty Financial sein soll, niemand weiß es so genau. Aber der Großteil davon gehört ihm und seiner Familie, also können wir eine Dezentralisierung wohl ausschließen.

Dann ist da noch Barron Trump, der vermeintliche „DeFi Visionär“. Laut Trump besitzt sein 18-jähriger Sohn vier Krypto-Wallets und „kennt sich damit aus“

Na ja, okay. Nicht gerade ein Vertrauensvotum, aber was hätte man von Donald Trump auch anderes erwarten sollen?

Letztendlich dreht sich alles ums Geld. Kryptowährungen mögen für den durchschnittlichen amerikanischen Wähler keine Rolle spielen, aber das dahinter steckende cash sollte es unbedingt.

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