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Vorsicht: Über 30 % der Krypto-Investitionsvideos auf TikTok sind irreführend, wie eine Studie zeigt

VonFlorence MuchaiFlorence Muchai
3 Minuten Lesezeit
TikTok

TikTok

  • Ein Forschungsbericht weist auf Kryptobetrug und irreführende Werbung auf TikTok hin
  • 47 % der TikTok-Creator wurden dabei ertappt, wie sie versuchten, Dienstleistungen zu bewerben, um Geld zu verdienen
  • 1 von 3 TikTok-Videos zum Thema Krypto ist irreführend

Einer aktuellen Studie zufolge sind über 30 % der TikTok-Videos über Kryptowährungsinvestitionen möglicherweise irreführend oder enthalten falsche Informationen. Dem Bericht zufolge hat mehr als jeder dritte Influencer auf TikTok, der beliebtesten Social-Media-Plattform junger Menschen, irreführende Videos zu Bitcoinveröffentlicht.

TikTok wird mit betrügerischen Krypto-Investitionsbetrügereien überschwemmt

TikTok hat sich als Alternative zu Google-Suchen, insbesondere anhand von Videos, weit verbreitet. Allerdings verbreiten einige Influencer unbestätigte Falschinformationen über Krypto-Investitionen auf Social-Media-Plattformen und versuchen oft, ahnungslose Zuschauer dazu zu bewegen, ihr (oder das ihrer Eltern) hart verdientes Geld in verlustbringende Kryptowährungen zu investieren.

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Quelle: dappGambl

TikTok-Influencer verwenden den Hashtag „#cryptok“, wenn sie Inhalte zum Thema Kryptowährungen veröffentlichen. Eine Analyse von über 1.161 Krypto-Videos auf TikTok ergab, dass mehr als ein Drittel davon irreführend war. Die Untersuchung zeigte außerdem, dass nur jedes zehnte Krypto-Konto oder -Video einen Warnhinweis zu den Investitionsrisiken enthielt.

Die Forschungsergebnisse haben Bedenken hinsichtlich der potenziellen Gefahren geweckt, denen Anleger bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen wie TikTok ausgesetzt sind. Experten raten Anlegern daher zu besonderer Vorsicht bei Anlageentscheidungen und empfehlen, qualifizierte Finanzberater zu konsultieren.

Die Studie dient als wichtige Erinnerung daran, dass Anleger beim Investieren in Kryptowährungen wachsam sein und sich nicht ausschließlich auf Informationen aus sozialen Medien verlassen sollten. Vor Anlageentscheidungen sollten sie sich von qualifizierten Fachleuten beraten lassen und eigene Recherchen anstellen.

Einzelheiten zu den Forschungsergebnissen

Bei 47 % der Plattformbetreiber wurde festgestellt, dass sie versuchten, Dienstleistungen zu bewerben, um damit Geld zu verdienen. Bekannte Influencer wie Kim Kardashian, Jake Paul und Soulja Boy wurden bereits beschuldigt, Kryptowährungen bei ihren Millionen von Fans beworben zu haben, ohne die erhaltenen Gelder offenzulegen.

Laut der Studie erwähnt jedes dritte irreführende Video auf der Plattform Bitcoin. Darüber hinaus haben Videos auf TikTok mit beliebten Krypto-Hashtags wie #crypto, #cryptok, #cryptoadvice, #cryptocurrency, #cryptotrading und #cryptoinvesting über 6 Milliarden Aufrufe erzielt.

Zuschauer übersehen häufig die schlechten Absichten ihrer Lieblings-Influencer und akzeptieren deren Inhalte allein aufgrund der Anzahl der Aufrufe oder Likes. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Anleger sollten vor jeder Investition in Kryptowährungen gründliche Recherchen anstellen.

Laut der Studie hatten die untersuchten Ersteller irreführender Inhalte insgesamt über 35 Millionen Follower, im Durchschnitt 145.000. Da TikTok populäre Inhalte gegenüber faktengeprüften Inhalten priorisiert, können selbst Nutzer, die den Accounts nicht folgen, diese Videos über den „Für dich“-Tab oder durch die Suche nach den entsprechenden Hashtags sehen.

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Quelle: dappGambl

Betrugsfälle durch Krypto-Influencer und -Prominente nehmen zu. Am 2. April wurde eine Klage in Höhe von einer Milliarde US-Dollar wegen der Werbung für nicht registrierte Wertpapiere gegen die Kryptobörse Binance, ihren CEO Changpeng „CZ“ Zhao und drei Krypto-Influencer eingereicht.

Kim Kardashian wurde von der US-Börsenaufsicht SEC wegen ihrer Werbung für EthereumMax (EMAX) mit einer Geldstrafe von 1,26 Millionen US-Dollar belegt. Obwohl TikTok-Influencer eine geringere Reichweite als ihre Kollegen im Mainstream haben, bleibt das finanzielle Risiko für unvorsichtige Anleger hoch.

Häufig gestellte Fragen zur Nutzung von TikTok für Investitionen

1. Kann man sich bei Anlageberatung auf TikTok verlassen?

Die Plattform kann zwar ein guter Lernort sein, doch sollte man unbedingt bedenken, dass Kryptowährungen unreguliert sind und sich Fehlinformationen schnell verbreiten können. Führen Sie daher immer eigene Recherchen durch, bevor Sie sich auf die Empfehlungen der Plattform verlassen.

2. Wie kann man Betrug auf TikTok erkennen?

TikTok ist darauf ausgelegt, Nutzern Videos zu empfehlen, die sich dafür interessieren. Wenn ein Nutzer beispielsweise an Krypto-Inhalten interessiert ist, werden ihm auf der „Für dich“-Seite wahrscheinlich Videos zu diesem Thema angezeigt. Man sollte jedoch bedenken, dass niemand Renditen garantieren kann. Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch nicht.

3. Worauf sollte man beim Ansehen von Krypto-Videos auf TikTok achten?

Dass ein Video Zehntausende von Likes und Aufrufen hat, macht den Inhalt nicht automatisch authentisch und vertrauenswürdig. Wenn ein Urheber seine eigenen Ratschläge oder Dienstleistungen bewirbt, verfolgt er wahrscheinlich ein anderes Ziel: virale Inhalte zu produzieren. Bei der Nutzung kostenpflichtiger Dienste ist besondere Vorsicht geboten.

4. Warum sind Krypto-Inhalte auf TikTok so beliebt?

Es gibt mehrere Erklärungen dafür, warum Inhalte rund um Kryptowährungen und Investitionen auf TikTok so beliebt sind. Die überwiegend junge Nutzerschaft der Plattform interessiert sich zunehmend für ihre persönlichen Finanzen und die zukünftige Finanzplanung. 

das Kurzvideoformat von TikTok erleichtert

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Florence Muchai

Florence Muchai

Florence berichtet seit sechs Jahren über Krypto, Gaming, Technologie und KI. Ihr Informatikstudium an der Meru University of Science and Technology sowie ihr Studium des Katastrophenmanagements und der internationalen Diplomatie an der MMUST haben ihr fundierte Sprachkenntnisse, Beobachtungsgabe und technisches Know-how vermittelt. Florence arbeitete bereits für die VAP Group und als Redakteurin für verschiedene Krypto-Medien.

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