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Der durch die Spannungen zwischen Israel und Iran bedingte Kursverfall zehnjähriger US-Staatsanleihen könnte nicht so schnell abklingen

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Der durch die Spannungen zwischen Israel und Iran bedingte Ausverkauf zehnjähriger US-Staatsanleihen dürfte nicht schnell abklingen.
  • Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 9 Basispunkte, nachdem Israel am Freitag Angriffe auf den Iran gestartet hatte.

  • Frühere Konflikte zwischen Israel und dem Iran führten ebenfalls zu einem sprunghaften Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen, die wochenlang hoch blieben.

  • Steigende Ölpreise und Trumps Handelskrieg schüren die Inflationsängste bei Anlegern, die auf US-Staatsanleihen setzen.

Der Ausverkauf von 10-jährigen US-Staatsanleihen begann am Freitag unmittelbar nach Israels abruptem Beginn militärischer Angriffe gegen den Iran, und der Druck hat seither nicht nachgelassen.

Nach der Eskalation des Konflikts stießen Investoren US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit ab, was die Renditen in die Höhe trieb. Angesichts vergangenerdentzwischen den beiden Ländern könnte diese Marktreaktion noch wochenlang anhalten.

Das geht aus einer Analyse von Bloomberg hervor, die untersucht hat, wie sich die Renditen von US-Staatsanleihen nach dem iranischen Raketenangriff im April 2024 und einer weiteren Eskalation im Oktober letzten Jahres entwickelten – beides Ereignisse, die die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen schnell in die Höhe trieben und sie dort für etwa 30 Tage hielten.

Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen seit Beginn der jüngsten Angriffswelle um neun Basispunkte, angetrieben durch einen sprunghaften Anstieg der Ölpreise. Israel behauptete, die Angriffe vom Freitag hätten iranische Anlagen getroffen, die mit dem iranischen Atomprogramm in Verbindung stehen. Am Wochenende verschärften sich die Spannungen.

Der durch die Spannungen zwischen Israel und Iran bedingte Ausverkauf zehnjähriger US-Staatsanleihen dürfte nicht schnell abklingen.
Quelle: Bloomberg

Iranische Staatsmedien berichteten, dass israelische Drohnen am Samstag das Gasfeld South Pars im Süden Irans angegriffen hätten. Die Angriffe führten zum Abbruch der Atomgespräche, zu weiteren Opfern und zu erhöhter Volatilität am Energiemarkt. Am Montag stieg der Preis für West Texas Intermediate (WTI) um 0,7 % auf 73,50 US-Dollar, während Brent um 0,48 % auf 74,64 US-Dollar pro Barrel zulegte.

Investoren reagieren auf höhere Inflationsrisiken durch Öl- und Kriegskosten

Die Märkte reagierten auf den Konflikt mit einem bekannten Muster: Der Ölpreis schoss in die Höhe, der Goldpreis stieg, der Dollar gewann antronund die Aktienkurse fielen. Dieses Chaos griff auch auf den Anleihenmarkt über.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Montag erneut um einen Basispunkt auf 4,432 %, während die Rendite zweijähriger Anleihen um zwei Basispunkte auf 3,974 % zulegte. Händler reagierten schnell und preisten angesichts des wieder steigenden Rohölpreises ein erhöhtes Inflationsrisiko ein.

Präsidentdent die Inflationssorgen weiter angeheizt Zöllendie US-Staatsverschuldung geben Anlass zur Sorge. Diese Kombination hat Anleihegläubiger vorsichtiger gemacht, die höhere Renditen fordern, um weiterhin Kredite an die Regierung zu vergeben. All das hat die Inhaber von US-Staatsanleihen hart getroffen, und die Eskalation im Nahen Osten am Freitag hat die Risiken noch einmal erhöht.

Der durch die Spannungen zwischen Israel und Iran bedingte Ausverkauf zehnjähriger US-Staatsanleihen dürfte nicht schnell abklingen.
Quelle: CNBC

Die US-Zinsstrukturkurve verändert sich ebenfalls. Kurzfristige Renditen steigen langsamer. Seit Donnerstag ist die Rendite zweijähriger Staatsanleihen um acht Basispunkte gestiegen, doch am langen Ende – insbesondere bei zehnjährigen US-Staatsanleihen – haben sich die Renditen deutlich stärker erholt. Das bedeutet eine Versteilung der Zinsstrukturkurve, was üblicherweise darauf hindeutet, dass der Markt mit steigender Inflation oder höheren Konsumausgaben rechnet.

Der Inflationsdruck nimmt zwar zu, doch der Verbraucherpreisindex für Mai fiel schwächer aus als befürchtet. Die Anleger sind dennoch nicht beruhigt. Ihr Fokus richtet sich nun darauf, wie die US-Notenbank reagieren wird.

Die US-Notenbank tagt diese Woche, und die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 96 % ein, dass sie die Zinsen unverändert lässt. Doch selbst eine Zinspause wird den Kursverfall längerfristiger Anleihen nicht stoppen, sollte der Nahostkonflikt weiter andauern.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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