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Wird Sam Bankman-Fried in seinem laufenden Prozess aussagen?

VonOwotunse AdebayoOwotunse Adebayo
3 Minuten Lesezeit
Sam Bankman-Fried
  • Im Zuge des laufenden Prozesses gegen Sam Bankman-Friend kamen Zweifel auf, ob er aussagen wird.
  • SBF und das Wagnis, bei seinem Prozess in den Zeugenstand zu treten.

Sam Bankman-Fried, der Gründer der Kryptowährungsbörse FTX , steht derzeit vor einem Bundesgericht wegen sieben Fällen von Betrug und Verschwörung vor Gericht. Im Verlauf des Prozesses ist weiterhin unklar, ob er aussagen wird. Bankman-Fried hat sich noch nicht entschieden, ob er in seinem eigenen Fall aussagen wird. Zwar haben Angeklagte in Strafprozessen das Recht auszusagen, doch viele verzichten darauf. Bankman-Frieds bisheriges Schweigen hat Rechtsexperten dazu veranlasst, über die möglichen Folgen nachzudenken.

Faktoren, die Sam Bankman-Fried zur Aussage bewegen könnten

Die Geschworenen haben bereits ausführliche Aussagen von FTX-Insidern gehört, die Einblicke in Sam Bankman-Frieds Gemütszustand während der gesamten Geschäftstätigkeit seiner Börse gaben. Rachel Maimin, Partnerin bei Lowenstein Sandler LLP, betonte, wie wichtig es sei, den Angeklagten selbst anzuhören, um der zunehmenden Beweislage gegen ihn entgegenzuwirken. Obwohl Anwälte oft die meisten rechtlichen Entscheidungen treffen, liegt die Entscheidung, auszusagen, letztendlich beim Angeklagten. Maimin räumte ein, dass Sam Bankman-Fried möglicherweise den menschlichen Drang verspürt, sich zu äußern, insbesondere nach den Aussagen seines engsten Umfelds. Gleichzeitig hob sie jedoch die potenzielle Härte des Kreuzverhörs hervor.

Sollte Bankman-Fried aussagen, drohen ihm stundenlange Befragungen durch die Staatsanwaltschaft im Kreuzverhör. Dies könnte seine Chancen vor Gericht erheblich beeinträchtigen, falls die Befragung ungünstig verläuft. Zudem hätten die Staatsanwälte die Möglichkeit, zusätzliche Beweise vorzulegen, die andernfalls nicht zulässig wären. Sollte Bankman-Fried sich für eine Aussage entscheiden, erlauben die Gerichtsregeln dem Justizministerium, Beweise vorzulegen, die Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit aufkommen lassen. Normalerweise wären die Staatsanwälte jedoch auf die Vorlage von Beweismitteln beschränkt, die in direktem Zusammenhang mit der Verteidigung des Angeklagten stehen.

Die Entscheidung, auszusagen, ist für Angeklagte oft eine schwierige. Laut Professor Jefferey Bellin von der William & Mary Law School entscheidet sich nur etwa die Hälfte der Angeklagten, in den Zeugenstand zu treten. Sollte Bankman-Fried sich dazu entschließen, auszusagen, müsste er angesichts seiner zahlreichen öffentlichen Äußerungen als Gesicht von FTX äußerst vorsichtig mit seinen Worten umgehen. Dies stellt eine besondere Herausforderung dar, da der durchschnittliche Angeklagte in Wirtschaftsstrafverfahren nicht über Hunderte von Stunden an aufgezeichneten öffentlichen Äußerungen verfügt.

SBF und das Wagnis, bei seinem Prozess in den Zeugenstand zu treten

Sam Bankman-Frieds Neigung, sich in sozialen Medien und öffentlichen Äußerungen lautstark zu äußern, hatte bereits Folgen. Kurz nachdem er bei FTX zurückgetreten war und das Unternehmen Insolvenz angemeldet hatte, beendete die Anwaltskanzlei Paul Weiss die Zusammenarbeit mit ihm aufgrund seiner „unaufhörlichen und störenden Tweets“. Bankman-Frieds Entscheidungsfindung basiert häufig auf Zahlen und Wahrscheinlichkeiten, wie Michael Lewis in seinem Buch „Going Infinite“ hervorhebt. Dieser Aspekt seiner Persönlichkeit wurde durch die Aussage der ehemaligen Alameda-CEO Caroline Ellison während des Prozesses bestätigt.

Es besteht eine nicht unerhebliche Wahrscheinlichkeit, dass Bankman-Fried sich trotz des hohen Risikos zu einer Aussage entschließt. Daniel C. Silva, ein ehemaliger stellvertretender US-Staatsanwalt, vermutet, dass Bankman-Fried eine Gefängnisstrafe unabhängig von seiner Aussage für unausweichlich hält. Die potenziellen Nachteile, wie etwa eine zusätzliche Haftstrafe bei Meineid, könnten durch die Chance, einen Geschworenen zu seinen Gunsten zu beeinflussen, aufgewogen werden. Bankman-Frieds Anwälte äußerten Bedenken hinsichtlich seines eingeschränkten Zugangs zu seinen Medikamenten gegen defi-Hyperaktivitätsstörung (ADHS).

Sie glauben, dass dies seine Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt hat. Da die Anklage voraussichtlich ihre Beweisaufnahme gegen Bankman-Fried abschließen wird, erhält die Verteidigung die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge darzulegen, sofern sie dies wünscht. Ob seine Anwälte dies tun werden, ist noch ungewiss. Der Prozess verlief nicht ohne Wendungen; so erhielt Bankman-Fried beispielsweise seine erste Dosis Adderall, sein ADHS-Medikament, im Gerichtssaal, was die Komplexität und die Herausforderungen seiner Situation verdeutlicht. Letztendlich bleibt die Frage, ob Sam Bankman-Fried aussagen wird oder nicht, ein entscheidender und ungewisser Faktor in seinem laufenden Prozess.

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