Der Oberste Gerichtshof von Singapur hat grünes Licht für eine erneute Abstimmung über den Sanierungsplan der gehackten Kryptobörse WazirX gegeben. Das Gericht hob sein Urteil vom 4. Juni auf, mit dem es den Sanierungsvorschlag von WazirX abgelehnt hatte. Dies ermöglicht der indischen Kryptobörse, innerhalb weniger Wochen wieder zu öffnen und mit der Rückerstattung an die Nutzer zu beginnen.
Der von Zettai, der Muttergesellschaft von WazirX, eingereichte überarbeitete Plan zielt darauf ab, frühere regulatorische Einwände auszuräumen. Insbesondere die Einhaltung des singapurischen Finanzdienstleistungs- und Marktgesetzes (FSMA) durch das in Panama ansässige Unternehmen Zensui bereitet Sorgen.
Zuvor hatten die USA, Japan und Südkorea in einer gemeinsamen Erklärung bestätigt, dass die nordkoreanische Lazarus-Gruppe hinter dem Anschlag steckte.
WazirX öffnet wieder die Augen
Gemäß dem geänderten Plan wird das in Indien registrierte Unternehmen Zanmai Labs nun alle Auszahlungen an Gläubiger und Nutzer überwachen. Zettai und Zensui werden nicht mehr für die Auszahlung der Gelder oder das operative Kerngeschäft zuständig sein. Die strukturelle Umstellung hin zu einem lokal regulierten Betreiber scheint ein entscheidender Faktor für die Zustimmung des Gerichts zu sein.
Das Moratorium für Zettai wurde ebenfalls verlängert. Es gewährt dem Unternehmen vorübergehenden Schutz vor rechtlichen Schritten, während es sich auf die Gläubigerabstimmung in den kommenden Wochen vorbereitet. Das Gericht in Singapur bestätigte, dass alle im Juni im Rahmen des Verfahrens geäußerten Bedenken in der aktualisierten Eingabe ausgeräumt wurden.
„Zettai ist bestrebt, das erneute Abstimmungsverfahren so schnell wie möglich abzuschließen“, erklärte das Unternehmen. Sollte die erforderliche Gläubigermehrheit zustimmen und das Gericht die Genehmigung erteilen, wird die WazirX-Plattform wiedereröffnet und die Ausschüttungen gemäß dem vorgeschlagenen Plan umgehend beginnen.
📢 Update zur Gerichtsverhandlung
Der Oberste Gerichtshof von Singapur hat seine Anordnung vom 4. Juni 2025 im Fall SUM 940 aufgehoben und eine Neuabstimmung auf Grundlage eines geänderten Wahlprogramms genehmigt. Das Moratorium für Zettai wurde ebenfalls verlängert. Diese Entscheidung folgt weiteren Argumenten von Zettai.… pic.twitter.com/j0pfywAufo
— WazirX: Indiens Bitcoin Börse (@WazirXIndia) 16. Juli 2025
Es wurde hinzugefügt, dass die Abstimmung der Gläubiger maßgeblich für die Genehmigung des Sanierungsplans und die Durchführung der ersten Ausschüttung sein wird. Derzeit wird die erneute Abstimmung der WazirX-Gläubiger in den kommenden Wochen erwartet.
Die Kryptoindustrie hat seit dem Hack der indischen Kryptobörse große Fortschritte gemacht. Zum Zeitpunkt des Hacks, dem 18. Juli 2024, Bitcoin Kurs bei etwa 60.000 bis 70.000 US-Dollar. Aktuell der BTC-Kurs ein Allzeithoch von über 123.000 US-Dollar erreicht. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels liegt der durchschnittliche Bitcoin
CoinDCX verteidigt die Geldverwaltung
Unabhängig davon wies die indische Kryptobörse CoinDCX Vorwürfe zurück, Kundengelder an nicht registrierte Unternehmen in Litauen transferiert zu haben. Berichten zufolge bezeichnete CoinDCX-CEO Sumit Gupta die Behauptungen als „Falschinformationen“. Kurz darauf wurde bekannt, dass WazirX das Thema in einer eidesstattlichen Erklärung beim Obersten Gerichtshof von Singapur angesprochen hatte.
Gupta erklärte, dass alle INR- und Krypto-Assets indischer Nutzer stets von Neblio Technologies, einem bei der FIU-IND registrierten Unternehmen, verwahrt wurden. Er fügte hinzu, dass CoinDCX bis Februar 2025 keine Niederlassung in Litauen hatte und jegliche Kontakte rein explorativer Natur waren.

Er fügte hinzu, dass die Börse am 7. Februar 2025 ihre Nutzungsbedingungen aktualisiert und Neblio Technologies als offiziellen Vertragspartner eingetragen hat trac Diese Änderung diente der weiteren Stärkung der Transparenz und des Vertrauens der Nutzer. Der CEO von CoinDCX betonte, dass dies proaktiv geschehe, damit die Nutzer künftig nicht mehr mit ähnlichen Problemen wie im Fall WazirX konfrontiert würden.

