Vitalik Buterin: Ethereum Community spricht offen über ihre Streitigkeiten

- Ethereum -Mitbegründer sprach mit seiner Community darüber, wie diese seine Haltung zu verschiedenen Entscheidungen empfindet.
- Buterin musste im Januar heftige Beleidigungen ertragen.
Vitalik Buterin, Ethereum Mitbegründer, wandte sich in einem offenen Gespräch an die ETH-Community. Er bat sie, einige seiner Ansichten, die sie für falsch halten, über seinen Twitter-Account zu teilen. Der Tweet stieß auf rege Beteiligung seiner Follower, die nicht davor zurückschreckten, Probleme anzusprechen.
Im Verlauf der Diskussion äußerte Tim Beiko, einer der Hauptentwickler von Ethereum, Bedenken hinsichtlich der Ethereum Datenschutzrichtlinie. Er hält eine zeitnahe Umsetzung dieser Richtlinie für unmöglich, obwohl sie von entscheidender Bedeutung sei.
Ein anderer Teilnehmer zeigte sich wenig angetan von Buterins politischer Haltung. Von Anfang an hat Buterin politische Diskussionen und Debatten vermieden. Hudson Jameson, ein Mitglied der Gemeinde, hält Buterins Position jedoch für kontraproduktiv. Er argumentiert, dass Politik jeden Lebensbereich durchdringt und Neutralität daher unangebracht sei.
Im Twitter-Chat äußerten sich verschiedene Community-Mitglieder gegenüber Buterin. Der Business Angel Mariano Conti kritisierte Buterins Plan, die Lebensspanne der Menschen zu verlängern. Conti ist der Ansicht, dass die Menschen sich damit abfinden sollten, dass ihre Zeit auf Erden „vorübergehend“ ist. Der Investor glaubt, dass der Tod ein Zeichen der Ruhe sein sollte. Daher bestehe kein Grund, Gott zu spielen, doch letztendlich müsse jeder Mensch sterben.
Anthony Sassano zählt zu den profiliertesten Persönlichkeiten in der Entwicklung Ethereum. Darüber hinaus ist er Mitbegründer von Ethhub.ioLegitimität zu verleihen Dogecoin.
Obwohl er Dogecoin nicht für Betrug hält, betrachtet er die vermeintliche Scherz-Kryptowährung dennoch als unrentable Investition. Sassano meint, Dogecoin sei ein Vehikel, das Kleinanleger um ihr Geld bringe. Er ist unzufrieden darüber, dass Buterin dem neu gegründeten Vorstand Dogecoin Foundation beigetreten ist.
Vitalik Buterin musste im Januar heftige Beleidigungen ertragen
Im Gespräch sprach Buterin auch über seine Erfahrungen in der Kryptowelt. Er sagte, 2022 sei eines der schwierigsten Jahre für ihn gewesen. Buterin enthüllte zudem einige der bösartigsten persönlichen Beleidigungen, die er im Januar ertragen musste.
Er gab außerdem zu, dass er trotz seiner Vorreiterrolle in der Krypto-Revolution ständig Kritik einstecken muss. Buterin besitzt die zweitgrößte Blockchain im Kryptowährungsbereich. Die meisten seinertracargumentieren jedoch, dass Ethereum Skalierungsprobleme habe. Darüber hinaus seien die häufigen Verzögerungen das Hauptproblem von Kryptowährungen.
Laut einem aktuellen Bericht Ethereum den lang erwarteten Wechsel zum Proof-of-Stake-Konsensmechanismus vollziehen. Die Umsetzung dieses Mechanismus wird bereits im August dieses Jahres erwartet. Die Performance der Kryptowährung zu bewirken Ethereum dringend benötigten
Buterin versicherte der Community, dass Ethereum die schwierigen Zeiten im Kryptobereich überstehen werde. Er sagte, es gebe Pläne, die Blockchain weiterzuentwickeln.
Terra-Kritik
Buterin analysierte auch den Zusammenbruch der Terra-Blockchain, der den Kryptomarkt Anfang des Monats in eine tiefe Krise stürzte. Vitalik Buterin erklärte, dass keine seriöse Investition auch nur annähernd eine Rendite von 20 Prozent pro Jahr erzielen könne.
Der automatisierte Stablecoin TerraUSD und sein Schwestercoin LUNA waren die Haupttreiber des Bärenmarktes. Zuletzt fiel ihr Wert deutlich, was allein zu einem Wertverlust von 60 Milliarden US-Dollar bei Terra-Token führte.
Der prominente Investor riet seiner Community zur Vorsicht im Umgang mit Stablecoins. Gleichzeitig betonte er deren positiven Einfluss auf das Ökosystem, ohne jedoch konkrete Beispiele zu nennen. Buterin verwendet einen dezentralen Targeting-Mechanismus, um automatisierte Stablecoins zu beschreiben. Im Gegensatz zu Tether und USDC benötigen automatisierte Stablecoins keine Verwahrer, um zu funktionieren.
Buterin schlägt zudem eine strengere Bewertung der Systemsicherheit vor. Seiner Ansicht nach sollten Regulierungsbehörden sowohl den Normalzustand als auch den pessimistischen Zustand betrachten, um die Systeme besser zu verstehen. Dadurch könnten Verbraucher dann sicher Anlagen auswählen, die auch Gewittern standhalten.
Darüber hinaus warnt er vor den verschiedenen Gefahren, die mit automatisierten Stablecoins verbunden sind. Er weist auf mögliche technische Probleme hin, die deren Effektivität beeinträchtigen könnten.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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