Laut einer aktuellen Stellungnahme von Alfred F. Kelly Jr., dem CEO und Vorstandsvorsitzenden von VISA, hat das Unternehmen noch keine verbindliche Vereinbarung mit Facebook bezüglich seiner Beteiligung am Libra-Projekt unterzeichnet.
Während einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen wurde Kelly nach der endgültigen Entscheidung von VISA bezüglich Libra gefragt. Er antwortete, dass die Entscheidung noch nicht endgültig sei . Obwohl das Unternehmen Interesse gezeigt habe, gebe es noch viel zu besprechen und zu prüfen.
Dies war defikein vorteilhafter Kommentar für Facebook, da das Hauptargument gegen eine Zentralisierung die Machtteilung zwischen den 28 am Projekt beteiligten Unternehmen war.
Einen wichtigen Satz fügte Kelly am Ende jedoch noch hinzu: Da VISA bereits Interesse am Libra-Projekt bekundet habe, sei es viel wahrscheinlicher, dass sie die Vereinbarung auch einhalten würden, anstatt sie ohne Vorwarnung vorzeitig zu beenden.
Kelly fügte außerdem hinzu, dass eine ganze Reihe von Faktoren eine wichtige Rolle bei der endgültigen Entscheidung des Unternehmens spielen könnten, Libra offiziell beizutreten. Einer davon sei die einseitige Einhaltung verschiedener regulatorischer Rahmenbedingungen und die Bewältigung aller rechtlichen Aspekte des Projekts.
Niemand wirft Kelly vor, die Beteiligung von VISA an dem Projekt nach der heftigen Kritik herunterzuspielen, aber es klang defidanach. Bislang gibt es keine Stellungnahmen von anderen Projektmitgliedern, aber es ist wahrscheinlich, dass ähnliche Kommentare bald aufkommen werden.
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