Die Aktienkurse brachen am Freitag ein, da die neuen Arbeitsmarktzahlen die Wall Street gleichzeitig überwältigten und enttäuschten.
Der Arbeitsmarktbericht löste an der Wall Street eine abrupte Kehrtwende aus. Die Erwartungen an die Sitzung der US-Notenbank Ende des Monats gehen nun auseinander: Manche erwarten eine leichte Zinssenkung, andere einen aggressiveren Schritt.
Der S&P 500 fiel um 0,32 % auf 6.481,50 Punkte, der Nasdaq Composite gab um 0,03 % auf 21.700,39 Punkte nach und der Dow Jones Industrial Average verlor 220,43 Punkte bzw. rund 0,48 % und schloss bei 45.400,86 Punkten. Alle drei Indizes hatten zuvor Tageshöchststände erreicht: Der S&P 500 legte um 0,5 %, der Nasdaq um 0,8 % und der Dow um 0,3 % zu, bevor die Arbeitsmarktdaten die Rallye beendeten.
Im August wurden lediglich 22.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, weit weniger als die von Analysten prognostizierten 75.000. Die Arbeitslosenquote stieg zwar erwartungsgemäß leicht auf 4,3 %, doch die Gesamtzahlen waren schwach genug, um die Spekulationen auf eine Zinssenkung der Fed bei ihrer nächsten Sitzung zu befeuern. Laut dem CME FedWatch-Tool sind sich die Händler nun uneins zwischen einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte und um 0,5 Prozentpunkte – beides ist denkbar.
Broadcom gibt Bestellung eines KI-Chips bekannt und die Aktie steigt um 9 %
Unterdessen sorgte Broadcom bei Tech-Händlern für Aufsehen. Die Aktie des Chipherstellers legte am Freitag um 9,4 % zu, nachdem CEO Hock Tan im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen bekannt gab, dass ein neuer Kunde einen Auftrag über 10 Milliarden US-Dollar für kundenspezifische KI-Chips, sogenannte XPUs, erteilt hatte. Der Auftrag, so Tan, stamme von einem potenziellen Kunden, der bereits Produktionsaufträge an Broadcom erteilt habe. Broadcom habe diesen Kunden nun als qualifizierten XPU-Kunden anerkannt
Der Deal beflügelte Broadcoms Umsatzprognose für KI-bezogene Geschäfte im nächsten Jahr. Obwohl Tan den Käufer nicht nannte, deuteten Analysten von Mizuho, Cantor Fitzgerald und KeyBanc übereinstimmend auf OpenAI. Die Financial Times berichtete am Donnerstag außerdem, dass Broadcom und OpenAI gemeinsam einen Chip entwickelt haben, der voraussichtlich 2026 auf den Markt kommen soll.
In einer Kundenmitteilung vom Donnerstagabend schrieben : „Während der Telefonkonferenz überraschte uns das Unternehmen mit der Ankündigung, einen Auftrag über 10 Milliarden US-Dollar von einem vierten XPU-Kunden erhalten zu haben (wir gehen davon aus, dass es sich um OpenAI handelt). Dies bietet dem Unternehmen neben seinen drei bestehenden XPU-Kunden (Google, Meta und ByteDance) ein deutliches Wachstumspotenzial. Die Auslieferung soll 2026 beginnen.“
Technologiebranche verzeichnet Milliarden-Dollar-Deals undtrac
Abseits der makroökonomischen Turbulenzen bewegten Tech-News den Markt weiterhin. Am Donnerstagabend gaben Analysten von Cantor Fitzgerald bekannt, dass ein Chiphersteller einen Auftrag über 10 Milliarden US-Dollar von einem neuen XPU-Kunden erhalten hat. Die Analysten gehen davon aus, dass es sich bei dem Käufer um OpenAI handelt, das sich damit in die Riege bestehender Kunden wie Google, Meta und ByteDance einreiht.
„Während des Gesprächs überraschte uns das Unternehmen mit der Mitteilung, einen Auftrag über 10 Milliarden US-Dollar von einem vierten XPU-Kunden (vermutlich OpenAI) erhalten zu haben, was das Geschäft mit den drei bestehenden XPU-Kunden deutlich aufwertet“, hieß es in der Mitteilung. Die Auslieferungen aus diesem Auftrag sollen 2026 beginnen.
In China wurde unterdessen ein neuer Verkaufsrekord für humanoide Roboter aufgestellt. Der Roboterhersteller UBTech gab bekannt, einentracim Wert von 250 Millionen Yuan (35 Millionen US-Dollar) für seine Walker S2-Roboter erhalten zu haben. Dies ist der bisher größte Einzelauftrag für humanoide Maschinen. Der Kauf festigt Chinas Position im schnell wachsenden Robotermarkt.
Elon Musk meldete sich am Dienstag in der Diskussion um Roboter zu Wort. Der Tesla-Chef behauptete, seine Optimus-Roboter könnten künftig rund 80 % des Gesamtwerts seines Unternehmens ausmachen. Obwohl er weder einen Zeitplan noch Details nannte, sorgte diese Zahl für Aufsehen. Sie unterstrich zudem das wachsende kommerzielle Interesse an Maschinen mit künstlicher Intelligenz.
JPMorgan veröffentlichte einen Tag später seine Einschätzung. In einer Mitteilung vom Donnerstag wiesen Analysten der Bank auf die zunehmende Verbreitung von Robotern hin. „Das beschleunigte Tempo der Kommerzialisierung, der Gewinn vontracund der laufende Ausbau der Lieferketten deuten auf wachsende Marktchancen für führende Anbieter hin“, hieß es.
Und damit nicht genug. JPMorgan ist überzeugt, dass chinesische Unternehmen im Wettlauf um humanoide Roboter die Nase vorn haben werden, insbesondere aufgrund ihres Fokus auf schnellere Markteinführung und niedrigere Preise.
Anfang des Jahres berichtete CNBC, dass chinesische Robotikfirmen ihren US-Konkurrenten bei der Entwicklung humanoider Roboter bereits voraus waren. Ihr Vorteil lag nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern auch in den wettbewerbsfähigeren Preisen.
Diese Roboter, die so aussehen und sich bewegen wie Menschen, werden für den Einsatz in Fabriken und Krankenhäusern beworben. Die Vermarktung ist nicht länger nur Theorie. Es fließen bereits Investitionen, undtracwerden unterzeichnet.

