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Die US-Inflation schwächt sich um 0,1 % ab, da die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed im Juni sinkt

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
  • Die Inflation in den USA stieg im Mai nur um 0,1 Prozent und blieb damit hinter den Prognosen zurück, was die Hoffnungen auf eine Zinssenkung dämpfte.
  • Die Kerninflation fiel mit 0,1 % monatlich und 2,8 % jährlich ebenfalls schwach aus und lag damit unter den Schätzungen.
  • Trump und Vance forderten Zinssenkungen der Fed, aber die Wahrscheinlichkeit dafür im Juni liegt jetzt bei 0 %.

Laut Daten des Bureau of Labor Statistics vom Mittwoch stieg die Inflation in den Vereinigten Staaten im Mai nur um 0,1 Prozent und dämpfte sich damit stärker als erwartet. Dies dämpfte jegliche Spekulationen über eine Zinssenkung im Juni.

Die monatliche Inflationsrate lag mit 0,2 % unter den Prognosen der Ökonomen, die jährliche Rate entsprach jedoch genau den Erwartungen mit 2,4 %. Es ist das erste Mal seit Januar 2025, dass die Gesamtinflationsrate leicht angestiegen ist, der Anstieg war aber geringfügig.

Bereinigt man die Zahlen um Lebensmittel- und Energiepreise, ergibt sich ein ähnliches Bild bei der Kerninflation. Der Kern-Verbraucherpreisindex stieg im Monatsvergleich ebenfalls um 0,1 % und liegt nun bei 2,8 % im Jahresvergleich. Analysten hatten stattdessen mit 0,3 % bzw. 2,9 % gerechnet. 

Die Fed stützt sich bei ihren Entscheidungen tendenziell stärker auf die Kerninflation, und das schwächere Ergebnis als erwartet trägt zur wachsenden Unsicherheit bei. Einige Fed-Vertreter äußerten sich kürzlich besorgt über die langfristigen Auswirkungen der von der Trump-Regierung verhängten Zölle, doch die Zahlen vom Mai spiegelten diesen Druck noch nicht wider.

Der Rückgang der Benzin- und Autopreise trug dazu bei, die Verbraucherpreisindexzahlen im Mai abzuschwächen

Ein wesentlicher Grund für den geringeren Anstieg der Inflation war der anhaltende Rückgang der Energiepreise. Allein im Mai sanken die Benzinpreise um 2,6 Prozent, wodurch der jährliche Rückgang auf 12 Prozent anstieg. Dies führte zu einem Rückgang des Energiepreises insgesamt um 1 Prozent. Gleichzeitig trugen auch die Fahrzeugpreise zu einem niedrigeren Index bei. Neuwagen verbilligten sich um 0,3 Prozent, Gebrauchtwagen um 0,5 Prozent. Selbst Bekleidung, die aufgrund von Zöllen eigentlich teurer werden sollte, gab um 0,4 Prozent nach.

Andererseits stiegen die Lebensmittelpreise um 0,3 %, genauso stark wie die Wohnkosten, die laut BLS den größten Anteil am allgemeinen Anstieg des Verbraucherpreisindex ausmachten. Doch selbst der Anstieg bei den Wohnkosten flacht etwas ab; der jährliche Zuwachs liegt nun bei 3,9 % und ist damit der geringste seit Ende 2021. Bei einigen einzelnen Produkten entwickelten sich die Preise unterschiedlich. Die Eierpreise sanken im Mai um 2,7 %, liegen aber immer noch satte 41,5 % über dem Vorjahreswert.

Die realen, inflationsbereinigten Löhne stiegen im Mai um 0,3 %. Im vergangenen Jahr legten die durchschnittlichen realen Stundenlöhne um 1,4 % zu, was den Arbeitnehmern – zumindest vorerst – etwas mehr Kaufkraft verleiht. Dennoch spricht niemand in der US-Notenbank von Stabilität. Alle beobachten gespannt die weitere Entwicklung, insbesondere da im Laufe des Sommers weitere Auswirkungen der Zölle spürbar werden.

Weißes Haus drängt auf Zinssenkung, Fed bleibt unbeeindruckt

Präsidentdent Donald Trump reagierte umgehend auf die Verbraucherpreisindex-Daten. Auf Truth Social postetemüssten wir deutlich weniger Zinsen auf die anstehenden Schulden zahlen. So wichtig!!!“

Trump fordert seit Monaten eine Zinssenkung, und dieser Bericht lieferte ihm einen neuen Grund, Druck auszuüben. Vizepräsident JD Vancedentsich dieser Forderung auf X an. „Derdent sagt das schon seit Längerem, aber jetzt ist es noch deutlicher: Die Weigerung der Fed, die Zinsen zu senken, ist ein geldpolitischer Fehltritt“, schrieb er.

Doch die Fed reagiert nicht. Die Terminmärkte haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Juni bereits auf null Prozent reduziert. Die Zentralbank ist nicht überzeugt, dass sich die Preise tatsächlich beruhigt haben, insbesondere angesichts der noch anstehenden Zölle.

Die Handelsverhandlungen verlaufen weiterhin chaotisch. Trumps Ankündigung vom 2. April – den er als „Tag der Befreiung“ bezeichnete – führte zu einem allgemeinen Zoll von 10 % auf alle US-Importe und zu Gegenzöllen gegen Länder, die seiner Ansicht nach gegen Handelsregeln verstießen. Dies löste Chaos auf den globalen Märkten aus.

Nun bemühen sich die Beamten des Weißen Hauses fieberhaft um neue Abkommen vor einer selbstgesetzten Frist Anfang Juli. Länder, die keine Einigung erzielen, könnten mit langfristigen Zöllen konfrontiert werden.

Die Regierung beharrt darauf, dass diese Zölle keine galoppierende Inflation auslösen werden, da ausländische Verkäufer die Folgen tragen müssten. Doch nicht alle Ökonomen teilen diese Ansicht. Einige argumentieren, dass Unternehmen auf ihre vor der Einführung der Zölle angelegten Lagerbestände zurückgreifen konnten. Sobald diese aufgebraucht sind, könnten die realen Kostensteigerungen – und zwar deutlich – spürbar werden. Je umfassender die Zölle sind, desto schwieriger ist es, diese Kostensteigerungen nicht in den Preisen niederzuschlagen.

Wie Cryptopolitan berichtet Kevin, sucht Trump derzeit nach möglichen Nachfolgern für den Fed-Chef Jerome Powell. Der ehemalige Fed-Gouverneur Warsh und Finanzminister Scott Bessent gelten als seine Favoriten.

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