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Amerika denkt, Chinas 1,1 Billionen US-Dollar an Staatsanleihen seien im Handelskampf irrelevant

VonJai HamidJai Hamid 3 Min. Lesezeit
Die USA glauben, dass Chinas 1,1 Billionen US-Dollar an Staatsanleihen im Handelsstreit keine Rolle spielen.
  • Die USA sagen, dass Chinas 1,1 Billionen Dollar an Staatsanleihen Peking keinen Hebel in den Handelskrieg gibt.

  • Scott Bessent sagte, dass der Verkauf der Schulden China mehr schaden würde als den USA.

  • Chinas Außenministerium hat die neuen US-Zölle in Höhe von bis zu 245% abgelehnt.

Die Vereinigten Staaten glauben nicht, dass Chinas 1,1 Billionen US-Dollar an Staatsanleihebesitz im laufenden Handelskrieg eine Rolle spielen. Die Bemerkung kam direkt von Schatzsekretär Scott Bessent, der sagte, der Schuldenberg gebe China keine Macht über die US-Politik, laut einem Bericht von Reuters.

Dies geschieht, während die Spannungen steigen und die Investoren nervös werden, ob Peking seine Devisenreserven als Waffe einsetzen wird, um sich gegen das Weiße Haus zu rächen.

Die Sorge wuchs nach dem US-Regierung, angeführt von Präsident Donald Trump, ankündigte neue Zölle Anfang dieses Monats. Infolgedessen verkauften Händler US-Staatsanleihen, was die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe letzte Woche auf 4,59 % trieb. 

Sie setzte sich am 16. April bei 4,3 % ein, immer noch höher als die Werte vor Trumps Ankündigung. Die Investoren fürchteten das Schlimmste: China verkauft einen Teil oder alle seiner US-Schulden, was die amerikanischen Zinssätze in die Höhe treibt und Panik im Finanzsystem auslöst.

China kann Staatsanleihen nicht einfach abstoßen, ohne sich selbst zu schaden

Chinesische Beamte und staatliche Medien haben die Idee seit Jahren in den Raum gestellt. Einige argumentierten, die Schuldenbesitzstände sollten als Hebel genutzt werden, um Druck auf Washington auszuüben. Aber diese Option ist nicht einfach.

Brad Setser, ein Senior Fellow beim Council on Foreign Relations, sagte Chinas gesamte Staatsanleihe-Exposition liegt eher bei 1,1 Billionen US-Dollar, obwohl offizielle US-Daten für Februar 784 Milliarden US-Dollar an direkten Beständen ausweisen. Ein großer Teil des Unterschieds stammt von Beständen, die über Offshore-Konten geleitet wurden.

Dennoch sagte Scott Bessent den Reportern diese Woche, dass das Abstoßen dieser Staatsanleihen nicht funktionieren würde. Er sagte: „Diese Bestände bieten keinerlei Hebelwirkung.“ Die USA glauben, dass jeder Schritt Chinas, die Anleihen als Waffe einzusetzen, Peking mehr schaden würde als Washington.

Wenn China mit dem Verkauf von Staatsanleihen beginnen würde, wäre es unmöglich, dies zu verbergen. Die Märkte würden es herausfinden, und das würde Panik auslösen. Die Angst vor einem vollständigen Ausverkauf würde die Anleihepreise in den Keller treiben und die Zinssätze in die Höhe schnellen lassen. Das würde auch den Wert der verbleibenden chinesischen Anleihen zerstören und es mit schweren Verlusten zurücklassen.

Die chinesische Regierung weiß das. Im Jahr 2015, als der Yuan unter Druck stand, verkaufte die Volksbank von China einen großen Teil ihrer US-Schulden, um ihre Währung zu stützen. Sie verlor dabei einen großen Teil ihrer Reserven und ist seitdem vorsichtig.

Die Bank vermeidet es jetzt, direkte Staatsanleiheverkäufe zur Verteidigung des Yuan einzusetzen, aber diese Strategie funktioniert nicht ohne Dollar-Reserven als Backup. Wenn Peking nicht genug Dollar-Schulden hält, verliert es eines der wenigen Werkzeuge, die es noch hat, um den Zusammenbruch des Yuan zu stoppen.

Selbst der Verkauf nur einer kleinen Menge, um eine Botschaft zu senden, hätte Konsequenzen. Es würde Gerüchte über einen vollständigen Ausverkauf starten, was globale Panik auslösen könnte. Das würde den Wert des Yuan in die Höhe treiben und die chinesischen Exporte schädigen, besonders jetzt, wo Trumps Zölle bereits hart zuschlagen.

Dazu kommt die Frage, was China mit dem Geld aus dem Verkauf von Staatsanleihen tun würde. Scott sagte, die chinesische Zentralbank müsste wahrscheinlich Yuan zurückkaufen, was seinen Wert erhöhen würde. Das macht ihre Waren im Ausland teurer und fügt den Exporteuren weiteren Schmerz hinzu.

China könnte das Dollar-Bargeld halten oder andere ausländische Anleihen kaufen, aber das hängt davon ab, ob Länder wie Japan oder Deutschland diese Käufe willkommen heißen würden.

Selbst wenn Peking seine Anleihebestände als Waffe nutzen wollte, wäre der Schritt schwer, riskant und würde höchstwahrscheinlich nach hinten losgehen. Der einzige Weg, in dem es Sinn machen würde, wäre, wenn China seine Währung frei schwimmen lassen würde.

Aber Präsident Xi Jinping hat klar gemacht, dass er will, dass der Yuan stabil bleibt, was bedeutet, dass eine solche Planung vorerst vom Tisch ist.

Unterdessen haben Beamte des chinesischen Außenministeriums gesagt, dass sie die „Zahlen-Spiele“ des Weißen Hauses bezüglich der Zölle „ignorieren würden.“

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die globale Wirtschaft und geopolitische Ereignisse, die die Märkte beeinflussen. Sie hat für auf Blockchain spezialisierte Publikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierung und makroökonomische Trends verfasst. Sie hat die London School of Journalism besucht und dreimal Krypto-Marktanalysen in einem der führenden Fernsehsender Afrikas vorgestellt.

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