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Upbit wird massiver Verstöße gegen die KYC-Richtlinien und möglicher Geldwäsche vorgeworfen

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Abbildung mit dem Upbit-Logo und der koreanischen Flagge
  • Upbit steht wegen mehr als 500.000 Konten in Schwierigkeiten, die bei einer Lizenzprüfung die ordnungsgemäßen Identitätsprüfungen nicht bestanden haben.
  • Die FIU warnt davor, dass diese schlampigen KYC-Prüfungen möglicherweise Geldwäsche ermöglicht haben.
  • Im Falle einer Verurteilung drohen Upbit Geldstrafen in Milliardenhöhe von Won.

Die südkoreanische Financial Intelligence Unit (FIU) der Financial Services Commission ermittelt gegen Upbit wegen eines möglichen der größten KYC-Skandale in der Geschichte der Kryptowährungen.

Die Behörden haben Berichten zufolge zwischen 500.000 und 600.000 mutmaßliche Verstöße gegen die Regeln zur Kundenverifizierung aufgedeckt. Diese Verstöße kamen im Rahmen einer detaillierten Überprüfung der Verlängerung der Geschäftslizenz von Upbit ans Licht.

Nun häufen sich die Fragen, ob die Börse möglicherweise auch Verbindungen zu Geldwäscheaktivitäten hat.

Mögliche Millionenstrafen drohen, da die FIU die Schlinge enger zieht

Die Vor-Ort-Prüfung der FIU begann Ende August und dauert seitdem an. Die Ermittler stellten fest, dass Konten mit unscharfen oder fehlerhaft eingereichten Ausweisdokumenten eröffnet worden waren. In einigen Fällen waren wichtige Informationen wie Namen und Registrierungsnummern zu undeutlich, um sie zu überprüfen. Das ist ein schwerwiegender Vorfall.

Südkoreas Gesetze verpflichten Krypto-Nutzer zu strengen KYC-Prüfungen vor dem Handel, der Einzahlung oder der Auszahlung von Geldern. Andernfalls könnten diese Konten leicht für Geldwäsche oder kriminelle Aktivitäten missbraucht werden.

Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, drohen Upbit horrende Geldstrafen. Nach dem südkoreanischen Gesetz über besondere Finanztransaktionsinformationen (Special Financial Transaction Information Act) können Verstöße gegen die KYC-Vorschriften mit Strafen von bis zu 100 Millionen Won pro Fall geahndet werden. Multipliziert man dies mit 500.000 Fällen, ergibt sich eine potenzielle Geldstrafe in zweistelliger Milliardenhöhe, was mehreren zehn Millionen Dollar entspricht.

Die Lizenzverlängerung von Upbit, die für Betreiber von virtuellen Vermögenswerten alle drei Jahre Routine sein sollte, hat sich zu einem Albtraum entwickelt. Die Überprüfung durch die FIU dauert so lange, weil offenbar jeder gemeldete Fall auf Rechtswidrigkeit geprüft wird.

Aufgrund der vielen verdächtigen Konten verzögert sich der Verlängerungsprozessdefi. Ein Upbit-Sprecher erklärte dazu: „Gemäß dem Gesetz über spezifische Finanztransaktionsinformationen ist die Weitergabe von Details aus FIU-Ermittlungen verboten. Selbst intern werden diese Informationen nicht weitergegeben.“

Diese Aussage trägt wenig dazu bei, die Bedenken hinsichtlich der tatsächlichen Vorgänge hinter den Kulissen zu zerstreuen. Südkoreanische Vorschriften verpflichten jede Kryptobörse zur Einhaltung strenger KYC-Verfahren (Know Your Customer) im Rahmen der Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Diese Regeln sind nicht optional.

Börsen müssen sicherstellen, dass Kunden gültigedentvorlegen und ihredentnachweisen, bevor sie auf die Plattform zugreifen können. Die Ergebnisse der FIU deuten jedoch darauf hin, dass das Verifizierungssystem von Upbit nicht lückenlos war. Konten rutschten durchs Raster. Nun muss die Finanzaufsichtsbehörde herausfinden, wie viele dieser Konten echt waren und wie viele möglicherweise für illegale Aktivitäten genutzt wurden.

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