Die Regierung vondent Donald Trump plant, die US-Dominanz im globalen digitalen Handel durch neue Abkommen mit südostasiatischen Nationen zu festigen, die Steuern und Zölle auf amerikanische Technologieunternehmen verhindern.
Trump hat Abkommen mit Malaysia und Kambodscha sowie eine Vorvereinbarung mit Thailand unterzeichnet, in denen sich diese Länder verpflichten, keine Steuern auf digitale Dienstleistungen zu erheben und US-Anbieter von E-Commerce-, Cloud-Computing-, Social-Media- und Streaming-Plattformen nicht einzuschränken.
Die USA streben im Rahmen neuer Handelsabkommen ein dauerhaftes weltweites Verbot von Digitalzöllen an
Laut einem Berichtplanen die USA, die Ausnahmeregelung der Welthandelsorganisation (WTO) von Zöllen für elektronische Übertragungen dauerhaft zu machentronDiese Ausnahmeregelung wurde ursprünglich ab 1998 alle zwei Jahre verlängert. Das Abkommen verbietet es Ländern, Zölle auf grenzüberschreitende digitale Dienstleistungen und Produkte wie E-Books, Filme und Software-Downloads zu erheben.
Malaysia, Kambodscha und Thailand haben nun ihre Unterstützung für die USA zugesagt. Malaysia hat zugesichert, US-amerikanische Anbieter sozialer Medien und Cloud-Dienste nicht zur Einzahlung in nationale Digitalfonds zu verpflichten.
Andrew Wilson, stellvertretender Generalsekretär für Politik der Internationalen Handelskammer, räumte ein, dass der Plan einem Trend zu Lokalisierungsauflagen entgegenwirkt, der einige Länder dazu veranlasst hat, Regeln einzuführen, um Daten und digitale Infrastruktur innerhalb ihrer Grenzen zu halten. Wilson fügte hinzu, dass Fortschritte auf nationaler Ebene zwar wertvoll seien, das letztendliche Ziel jedoch darin bestehen müsse, die Regelungen in einem neuen internationalen Abkommen zu verankern.
Derzeit wird der Wert des digitalen Dienstleistungssektors laut UN-Daten auf 33 Billionen US-Dollar geschätzt und ist damit der am schnellsten wachsende Bereich des internationalen Handels. Laut UN-Statistiken erreichten die weltweiten Exporte digitaler Dienstleistungen im Jahr 2024 4,77 Billionen US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahr.
Neue Technologien wie KI haben durch Automatisierung und personalisierte Online-Dienste maßgeblich zum Wachstum des digitalen Handels beigetragen. Gleichzeitig haben sie aber auch Bedenken hinsichtlich Datensicherheit, Datensouveränität und Datenschutz aufgeworfen.
Während China seinen Einfluss in Afrika, Südasien und Lateinamerika ausweitet, strebt die USA die defieiner globalen „digitalen Ordnung“ an, die von amerikanischen Regeln, Technologien und Plattformen bestimmt wird. Trumps Politik der Gegenzölle hat die Streitbeilegungsmethoden der WTO an den Rand gedrängt, doch seine Regierung engagiert sich weiterhin selektiv, insbesondere in Fragen, die für die US-amerikanischen Technologieinteressen von entscheidender Bedeutung sind.
Die USA, Europa und Schwellenländer streiten sich um die Kontrolle der digitalen Wirtschaft
Laut Wilson sind die in diesen US-Abkommen enthaltenen Verpflichtungen zur Erleichterung des freien Datenflusses zwar sehr zu begrüßen, es sei aber noch zu früh, von einer vollständigen Wiedereingliederung in die WTO zu sprechen. Es scheine sich um ein selektives Engagement zu handeln, dessen Bedingungen den großen US-Technologiekonzernen.
In Europa hat Brüssel – im Gegensatz zu Washington – auf einentronSchutz des Datenschutzes und eine konsequentere Durchsetzung des Kartellrechts gedrängt und damit die Ansicht in Frage gestellt, dass solche Regulierungen Innovationen behindern. Frankreich hat kürzlich seine Steuern für große Technologieunternehmen verdoppelt, was zu Vergeltungsdrohungen aus dem Weißen Haus geführt hat.
Indien und Brasilien haben sich ebenfalls den US-Forderungen nach einem dauerhaften WTO-Moratorium widersetzt. Martina Ferracane, außerordentliche Professorin für internationalen digitalen Handel an der Teesside University in Großbritannien, erklärte, eine dauerhafte Verlängerung des Moratoriums sei weiterhin ungewiss.
Kamerun wird 2026 das WTO-Ministertreffen ausrichten, das den Streit um die Regeln für den digitalen Handel voraussichtlich weiter verschärfen wird. Die Vereinigten Staaten zeigen sich entschlossen, ihre Handelsmacht zu nutzen, um eine zollfreie digitale Zukunft zu fördern. Das Land hofft, damit das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Offenheit, nationaler Souveränität und der technologischen Überlegenheit der USA zu stärken.
Laut einem Bericht von Cryptopolitanhat die USA die EU gewarnt, dass ihre Digitalgesetze die transatlantischen Beziehungen schädigen könnten, falls sie nicht überarbeitet würden. Die USA argumentierten, die Gesetze würden amerikanischen Technologieunternehmen Haftungsrisiken auferlegen und damit die freie Meinungsäußerung im Internet einschränken.
Die Warnung erfolgt beispielsweise inmitten des Vorgehens Europas gegen digitale Plattformen durch den Digital Markets Act und den Digital Services Act. Die von der EU erlassenen Gesetze, die den Machtmissbrauch durch einflussreiche Plattformen und Online-Kreative verhindern sollen, stoßen bereits auf Widerstand von US-amerikanischen Technologiekonzernen wie Apple und Meta.

