Ein ehemaliger Teamleiter von Terraform Labs hat vor einem südkoreanischen Gericht eine entscheidende Aussage gemacht. Er wirft den Mitgründern Do Kwon und Shin Hyun-seung vor, TerraUSD (UST) wissentlich als Zahlungsmethode beworben zu haben, obwohl ihnen die rechtliche Unmöglichkeit bekannt war. Der Zeuge, der dent , teilte seine Erkenntnisse im Prozess gegen die beiden Gründer mit, die nach dem Zusammenbruch von Terraform Labs im Mai 2022 juristisch unter die Lupe genommen wurden.
Terraform Labs, 2018 von Do Kwon und Shin Hyun-seung gegründet, erlangte 2019 mit der Einführung seines eigenen Tokens LUNA Bekanntheit. 2020 führte das Unternehmen TerraUSD (UST) ein, einen algorithmischen Stablecoin, der eine zentrale Rolle im Terra-Ökosystem spielt. Der Erfolg des Unternehmens war jedoch nur von kurzer Dauer, da es mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert wurde und schließlich zusammenbrach.
Zeugenaussagen geben Anlass zur Sorge
Die entscheidende Wendung im laufenden Prozess gegen Do Kwon und Shin Hyun-seung ergab sich aus der Aussage von Herrn Lee, einem ehemaligen Teamleiter bei Terraform Labs. Herr Lee gab an , die rechtlichen Beschränkungen des Terra-Projekts während seiner Tätigkeit für das Unternehmen gekannt zu haben. Seinen Angaben zufolge galt das Terra-Projekt als „rechtlich unmöglich“.
Auf Nachfrage des Staatsanwalts, wie er davon erfahren habe, erklärte Herr Lee, er habe es „von (Terraform Labs-Gründer) Kwon Do-hyung erfahren“. Diese Aussage deutet darauf hin, dass die Mitbegründer sich der mit TerraUSD verbundenen rechtlichen Hürden bewusst waren.
Als Reaktion auf die Aussagen des Zeugen wies die Verteidigung die Anschuldigungen vehement zurück und bezeichnete sie als „unwahr“. Sie argumentierte, Do Kwon und Shin Hyun-seung hätten nie eingeräumt, dass südkoreanische Finanzvorschriften die Nutzung von TerraUSD als Zahlungsmethode über „Chai Pay“ untersagten. Vielmehr hätten die Mitbegründer eine andere Ansicht vertreten und die rechtlichen Beschränkungen nicht für anwendbar gehalten.
Laufende Gerichtsverfahren
Die Gerichtsverfahren gegen die Mitbegründer laufen parallel. Während der Prozess gegen Shin Hyun-seung läuft, befindet sich Do Kwon weiterhin in Montenegro in Haft. Eine Entscheidung über Do Kwons mögliche Auslieferung wird vor dem 15. Februar erwartet, dem Ende seiner Haftzeit.
Die Aussage von Herrn Lee hat erhebliche Bedenken hinsichtlich des Verhaltens von Do Kwon und Shin Hyun-seung während ihrer Tätigkeit bei Terraform Labs aufgeworfen. Der Vorwurf, sie hätten TerraUSD als Zahlungsmethode beworben, obwohl ihnen die rechtliche Unmöglichkeit bekannt war, könnte weitreichende Folgen für ihre Verteidigung haben.
Sollte das Gericht Herrn Lees Aussage Glauben schenken, könnte dies schwerwiegende Folgen für die Mitbegründer haben, darunter auch strafrechtliche Anklagen im Zusammenhang mit Finanzvorschriften. Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung der Einhaltung gesetzlicher Richtlinien und Vorschriften in der sich rasant entwickelnden Kryptowährungs- und Blockchain-Branche.

