Syscoin, eine der ältesten Blockchain-Plattformen der Welt, wird beschuldigt, in eine andauernde Verschwörung verwickelt zu sein, um das Angebot an SYS-Token zu manipulieren und Investoren über die Syscoin Foundation zu betrügen.
Das 2014 gestartete Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, die besten Eigenschaften von Bitcoin und Ethereumzu vereinen. Es versprach eine solide Plattform für dezentrale Anwendungen. 2018 gründete es die Syscoin Foundation, um die Plattform zu unterstützen und weiterzuentwickeln.
Syscoin des Betrugs beschuldigt
Laut einem neuen Bericht der Dogecoin Foundation besteht der Verdacht auf schweres Fehlverhalten innerhalb der Syscoin Foundation und der SYS Labs Holding Ltd. Die Unternehmen werden angeblich wegen möglicher Finanzverbrechen untersucht.
Die Direktoren Jagdeep Sidhu, Willy Ko, Christopher O'Shea, Michiel Naring und Bradley Stephenson werden beschuldigt, ohne entsprechende Genehmigung 100 Millionen neue Syscoins ausgegeben zu haben. Eine Quelle sagte gegenüber Cryptopolitan:
„Es handelte sich um einen feindseligen Schritt mit der Absicht, das Tokenangebot zu verwässern und finanzielles Missmanagement zu vertuschen.“
Die Ausgabe dieser neuen Token wurde angeblich als legitime Abstimmung der Community getarnt. Christopher O'Shea veröffentlichte unter dem Pseudonym „BigPoppa“ einen Vorschlag, der angeblich von der Community angenommen worden war.
Es bestehen jedoch erhebliche Zweifel an der Echtheit dieser Abstimmung. Es wird behauptet, dass die Abstimmung entweder nachträglich gefälscht oder geheim durchgeführt wurde, wodurch der Großteil der Bevölkerung ausgeschlossen war.
Die Syscoin Foundation behauptete, dass diese neuen Token die Finanzlage der Stiftung stärken und das Ökosystem unterstützen würden.
Dogecoin Foundation behauptet jedoch, dass die Gelder an SYS Labs weitergeleitet wurden, damit sich die Direktoren schnell bereichern konnten, während die Stiftung und ihre Investoren um ihren Gewinn gebracht wurden.
Berichten zufolge schlug João Fernandes, Leiter der Geschäftsentwicklung bei Rollux, vor, das Budget für die Masternode-Governance von Syscoin in Richtung des Rollux-Projekts umzuleiten.
Dogecoin Foundation gab an, dass Rollux ursprünglich von der Syscoin Foundation entwickelt und finanziert wurde. Als das Projekt jedoch einen bestimmten Stand erreichte, wurde es zu SYS Labs verlegt, was seinen Wert und die persönlichen Anteile der Direktoren erheblich steigerte.
Die Behörden schalten sich ein
Der Vorfall hat die Aufmerksamkeit der niederländischen Behörden erregt und zu strafrechtlichen Ermittlungen geführt. Die zuständige Staatsanwaltschaft prüft mögliche Finanzverbrechen wie Diebstahl, Veruntreuung, Betrug, Urkundenfälschung und Geldwäsche.
Die Folgen dieser Aktionen waren für Syscoin-Investoren gravierend. Laut den Behauptungen führte die Ausgabe und der Verkauf von 100 Millionen Coins zu einem drastischen Wertverfall des Tokens.
Der Bericht der Dogecoin Foundation wirft den Vorstandsmitgliedern außerdem vor, nie eine Körperschaftsteuererklärung abgegeben zu haben:
„Die vorsätzliche Unterlassung der Abgabe einer Körperschaftsteuererklärung oder die Abgabe einer fehlerhaften Steuererklärung stellt eine Straftat dar.“
Dies stellt nach niederländischem Recht angeblich eine Straftat dar.
Der CEO dementiert Gerüchte über einen Rücktritt
Am 25. Juli veröffentlichte Decrypt einen Artikel, in dem es hieß, Jagdeep Sidhu werde aufgrund der Vorwürfe wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses zurücktreten. Laut dem Bericht wolle er damit ein neues Unternehmen namens „Syscoin Red“ gründen. Willy Ko hatte dazu Folgendes gesagt:
„Die Treasury-Wallet der Stiftung ist keine Multi-Signatur-Wallet. Ich habe Bedenken hinsichtlich der mangelnden Transparenz bei der Verwendung der Stiftungsgelder geäußert.“
Matthew Mappin, ehemaliger Business Development Manager bei SYS Labs, sagte laut Berichten gegenüber Decrypt außerdem, dass die Community gegenüber den Direktoren mehrfach große Bedenken hinsichtlich der „fehlenden finanziellen Transparenz und der undurchsichtigen Beziehung zwischen der Syscoin Foundation und SYS Labs“ geäußert habe

Noch am selben Tag erklärte Sidhu auf Twitter, die Berichte über seinen Austritt aus Syscoin seien falsch. Er bezeichnete den Artikel von Decrypt als Panikmache.
O'Shea erklärte gegenüber Decrypt : „Die Gelder der Treasury werden in einer Cold Wallet verwahrt, und monatlich wird ein Betrag in eine Hot Wallet überwiesen, um die Betriebs- und Ökosystemkosten zu decken.“

