Der S&P 500 kann seine größte Underperformance gegenüber den globalen Märkten seit 16 Jahren nicht länger verbergen

- Der S&P 500 ist weltweit auf Rang 66 abgerutscht und verzeichnet damit seine schlechteste relative Performance seit 2008, trotz eines Anstiegs von 11 % in diesem Jahr.
- Ein schwächerer US-Dollar, Trumps Handelskrieg mit China und innenpolitische Instabilität haben Investoren in Richtung ausländischer Märkte getrieben.
- Europa und Asien entwickeln sich überdurchschnittlich gut aufgrund niedrigerer Zinssätze, günstigerer Bewertungen undtronGewinne von Unternehmen wie Rheinmetall, Samsung und SoftBank.
Der S&P 500 wird dieses Jahr endlich als das entlarvt, was er ist: ein globaler Nachzügler. Trotz mehr als einem Dutzend Allzeithochs und einer Rallye von 11 % seit Jahresbeginn ist der S&P 500 laut Bloomberg auf Platz 66 der weltweit leistungsstärksten Aktienindizes abgerutscht.
Damit liegt der S&P weit hinter dem griechischen Athex, dem israelischen TA-35 und sogar dem ghanaischen Aktienmarkt zurück. Dies ist die schwächste relative Performance des amerikanischen Leitindex seit der Finanzkrise von 2008.
Die Schwäche des S&P 500 wirkt im Vergleich zu anderen entwickelten Märkten noch besorgniserregender. Der deutsche DAX, der japanische Nikkei 225, der südkoreanische Kospi, der spanische IBEX und die ghanaische Börse schneiden allesamt besser ab.
In US-Dollar gemessen, vergrößert sich die Kluft, da der US-Dollar in diesem Jahr um 7,3 % gefallen ist, was die Gewinne an ausländischen Märkten künstlich erhöht hat. Kolumbien und Marokko beispielsweise erzielten Renditen von jeweils rund 39 % in US-Dollar.
Doch selbst ohne Berücksichtigung von Währungseffekten belegt der Index in Landeswährung gerechnet weltweit nur Platz 57. Das ist ein ernüchterndes Ergebnis für einen Index, der die sechs größten Unternehmen der Welt sowie Ikonen wie Coca-Cola, McDonald’s und Walt Disney umfasst.
Handelskrieg und Instabilität belasten das Vertrauen der Anleger
Analysten sagen die Schuld liege sowohl bei der Politik Washingtons als auch bei den sich ändernden Gewohnheiten globaler Investoren, denn während Präsidentdent Trump seinen globalen Handelskrieg weiter eskaliert, richten ausländische Fonds ihr Augenmerk auf inländische Favoriten.
Die Spannungen verschärften sich am Freitag, als Trump seine Drohungen mit neuen Zöllen gegen China erneuerte und damit die Märkte von New York bis Seoul verunsicherte. In den USA meiden Fondsmanager breite Indizes und investieren stattdessen verstärkt in große Technologieunternehmen, während andere sich gänzlich fernhalten.
Interessanterweise führen Ghana, Sambia und Griechenland mit Kursgewinnen von jeweils über 60 % die globalen Aktienrenditen an, während der amerikanische Leitindex (einst die sicherste Anlage) schwächelt. Die USA verzeichnen zudem zwei Jahre in Folge Zuwächse von über 20 % und übertreffen damit Indizes wie den Euro Stoxx 50 und den Nikkei 225 deutlich. Betrachtet man die Wertentwicklung von Ende 2022 bis 2024, belegt der S&P 500 den 10. Platz.
Europa, Asien und die Schwellenländer übernehmen die Führung
In ganz Europa und Asien herrscht reges Treiben an den Märkten. Niedrigere Zinsen und günstigere Bewertungen lenken Kapital aus den USA ab. Die europäischen Kreditkosten sind halb so hoch wie die amerikanischen, was Unternehmen den Zugang zu Finanzierungen erleichtert.
Aktien auf dem Kontinent werden mit Bewertungen gehandelt, die etwa 35 % niedriger sind als in den USA, was Anlegern mehr Aufwärtspotenzial bietet. Die deutsche Rheinmetall AG hat ihren Wert in diesem Jahr verdreifacht und den DAX um 22 % steigen lassen, begünstigt durch Berlins Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben. Die spanische Banco Santander hat ihren Wert danktronBankgewinne nahezu verdoppelt.
Der S&P 500 ist unterdessen gefährlich stark auf wenige Unternehmen konzentriert. Nur sechs Firmen tragen in diesem Jahr zu über der Hälfte seiner Gewinne bei, während eine gleichgewichtete Version des Index lediglich um 5,6 % gestiegen ist. Er wird mit dem 22-Fachen des erwarteten Gewinns gehandelt, was einem Aufschlag von 46 % gegenüber dem globalen Durchschnitt entspricht.
Nach einem Anstieg um 53 % zwischen 2022 und 2024 haben die Bewertungen ein Niveau erreicht, das selbst treue Anleger zur Diversifizierung ihres Portfolios veranlasst. Laut einer Umfrage der Bank of America waren globale Fondsmanager im September jedoch mit 14 % weniger US-Aktien vertreten, während sie Aktien der Eurozone um 15 % und Schwellenländer um 27 % übergewichtet hielten.
Viele Unternehmen verlagern ihr Kapital in Regionen mit breiterem Wachstumspotenzial und günstigeren Markteintrittspunkten.
Der südkoreanische Kospi-Index ist in diesem Jahr um 50 % gestiegen, da der neuedent aktionärfreundliche Gesetze fördert und auf die beiden Chip-Giganten des Landes, Samsungtronund SK Hynix, setzt, die beide Chip-Deals mit OpenAI abschließen konnten.
Der japanische Nikkei 225 erreichte dank des Kursanstiegs der SoftBank Group um 142 % sowie von Mitsubishi Heavy Industries und Japan Steel Works, die in der Hoffnung auf erhöhte Verteidigungsausgaben zulegten, Rekordhöhen.
Selbst China, das von ausländischen Investoren lange gemieden wurde, ist wieder im Spiel. Alibabas Pläne, die Investitionen in KI deutlich zu erhöhen, und Huaweis Vorstoß, Nvidia bei High-End-Chips herauszufordern, haben das Interesse neu entfacht. Der Hang Seng Tech Index legte in diesem Jahr um 40 % zu (mehr als doppelt so viel wie der Nasdaq 100).
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