Südkoreanische Parteien setzen im Vorfeld der Parlamentswahlen verstärkt auf Anreize aus der Kryptowährungsbranche, um Wählerstimmen zu gewinnen. Laut einem Bericht hat die oppositionelle Demokratische Partei versprochen, die Beschränkungen für diverse inländische und internationale Kryptoprodukte aufzuheben. Dazu gehören unter anderem digitale Vermögenswerte und börsengehandelte Fonds (ETFs) in den USA.
Südkoreanische Partei deutet Zugang zu Bitcoin ETFs an
Südkoreanische Regulierungsbehörden haben sich nach der US-Zulassung von ETFs im Januar wiederholt besorgt über mögliche Verstöße gegen nationale Gesetze geäußert. „Wir werden ETFs zulassen, egal ob im Inland oder Ausland“, sagte Hwanseok Choi, Politikexperte der Demokratischen Partei, und bezog sich dabei auf das Parteiprogramm. Choi ist Mitglied des parteiinternen Thinktanks und war einer der Verfasser des Programms.
Auch Yoon Seok Yeol,dent der People Power Party, will digitale Vermögenswerte als Anreiz nutzen, um Wählerstimmen zu gewinnen. In einer Erklärung versprach er, die für 2025 geplante Besteuerung von Gewinnen aus digitalen Vermögenswerten vorzuziehen. Yoon strebt an, die Kontrolle über das Parlament von der progressiven Fraktion unter Führung der Demokratischen Partei zu übernehmen.
Erwartete Regulierungen und Investorentrends
Offiziellen Angaben zufolge handelten in der ersten Jahreshälfte 2023 rund sechs Millionen Südkoreaner mit Kryptowährungen an lizenzierten Börsen. Dies entspricht etwa 10 % der Gesamtbevölkerung des Landes. Südkoreaner waren auch während des letzten Bullenmarktes aktiv, wobei offizielle Quellen darauf hinweisen, dass sie sich eher für kleinere Kryptowährungen interessieren. Zudem geben offizielle Quellen an, dass etwa 7 % der Wahlkandidaten aktuell Kryptowährungen besitzen.
Daten der koreanischen Wertpapierdepotbehörde zeigen, dass Südkoreaner rund 200 Millionen US-Dollar in Aktien des US-amerikanischen Unternehmens MicroStrategy Bitcoin Engagements des Unternehmens betrachten Analysten MRST als gehebelten Bitcoin ETF. Einige Südkoreaner sind zudem am US-amerikanischen Markt für Krypto-Futures-ETFs beteiligt, was gesetzlich zulässig ist.
Trotz der Wahlversprechen der Politiker steht eine Regulierung digitaler Vermögenswerte bevor. Die Finanzbehörden veröffentlichten eine Erklärung zu neuen Richtlinien für die Notierung von Token an zentralisierten Börsen. Laut südkoreanischen Medienberichten werden die Behörden den Börsen die Notierung von Kryptowährungen untersagen, die indentverwickelt waren, bis die Ursache geklärt ist. Zudem dürfen Börsen digitale Vermögenswerte nur noch mit entsprechenden Handbüchern oder Whitepapers listen.

