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Das US-Justizministerium wirft Ryan Salames Ex-Freundin vor, gegen Wahlkampfregeln verstoßen zu haben

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Das US-Justizministerium wirft Ryan Salames Ex-Freundin vor, gegen Wahlkampfregeln verstoßen zu haben
  • Michelle Bond, die Ex-Frau von Ryan Salame, wurde angeklagt, weil sie FTX-Gelder illegal bei ihrer gescheiterten Kandidatur für den Kongress im Jahr 2022 verwendet hatte.
  • Sie soll 400.000 Dollar von FTX in ihren Wahlkampf umgeleitet haben, mit Hilfe von Ryan, der das cashüberwiesen hat.
  • Ryan drohen 7,5 Jahre Gefängnis wegen Verstößen gegen das Wahlkampffinanzierungsgesetz. Er versuchte (und scheiterte), seine Schuldeingeständnis zurückzuziehen.

Michelle Bond, die Ex-Freundin des ehemaligen FTX-Managers Ryan Salame, steckt in ernsten rechtlichen Schwierigkeiten. Die Bundesstaatsanwaltschaft in New York hat Anklage gegen sie erhoben und ihr illegale Wahlkampfspenden während ihrer gescheiterten Kandidatur für den Kongress im Jahr 2022 vorgeworfen. 

Die Anschuldigungen sind brutal – Michelle soll angeblich FTX-Gelder für ihren Wahlkampf abgezweigt und das Geld über dubiose, von Ryan orchestrierte Transaktionen weitergeleitet haben. 

Die Anklage wirft Michelle vor, die für einen Sitz im Repräsentantenhaus des ersten New Yorker Kongresswahlbezirks kandidierte, von FTX 400.000 US-Dollar im Voraus erhalten zu haben. Weitere 100.000 US-Dollar wurden ihr jährlich von der inzwischen zusammengebrochenen Kryptobörse zugesagt. 

Michelles Kandidatur für ein politisches Amt wurde offenbar fast ausschließlich mit Geld finanziert, das dort von vornherein nicht hätte sein dürfen.

Laut dem New Yorker Staatsanwalt Damian Williams handelte es sich hierbei nicht um ein Bagatelldelikt. Williams wirft Michelle vor, eine, wie er es nennt, „Scheinzahlungsstruktur“ genutzt zu haben, um ihre Wahlkampfkasse mit Geldern zu füllen, die nachweislich aus illegalen Quellen stammten. 

Ryan, der Strippenzieher im Hintergrund, soll zwischen Juni und August 2022 Hunderttausende Dollar auf Michelles persönliches Bankkonto überwiesen haben. Laut Anklage floss dieses Geld dann direkt in ihren Wahlkampf, was einen klaren Verstoß gegen Bundesgesetze darstellt. 

„Das gesamte Komplott war darauf ausgelegt, die legalen Wege zu umgehen“, heißt es in der Anklageschrift. Nur einen Tag vor deren Veröffentlichung sorgte Ryan selbst für juristisches Aufsehen, indem er einen Bundesrichter in New York aufforderte, sein Schuldbekenntnis zu Verstößen gegen die Wahlkampffinanzierungs- und Geldtransfergesetze für ungültig zu erklären. 

Seine Anwälte argumentieren, die Staatsanwaltschaft habe zugesagt, die Ermittlungen gegen Michelle einzustellen, falls Ryan sich schuldig bekenne. Da Michelle nun im Fokus der Ermittlungen steht, ist klar, dass diese Vereinbarung, falls sie überhaupt zustande gekommen ist, vom Tisch ist.

Ryan und Michelle lernten sich im Juni 2021 kennen und avancierten schnell zu einem einflussreichen Paar in der Kryptowelt. Anfang 2022 machten sie ihre Beziehung öffentlich, und ihre Verbindungen reichten über das Persönliche hinaus – Ryans Einfluss erstreckte sich bis in Michelles politische Ambitionen. 

Aus der Anklageschrift geht eindeutig hervor, dass Ryan, im Folgenden als CC-1 bezeichnet, eine zentrale Rolle in der Verschwörung spielte. Seine Verbindungen und sein Zugang zu den Geldern von FTX ermöglichten die gesamte Operation.

Michelle, die als Anwältin im Raum Washington tätig war, bekleidete in dem betreffenden Zeitraum auch die Position der Geschäftsführerin eines Branchenverbands für digitale Vermögenswerte.

Im Juni gründete Michelle sogar Digital Future, eine Denkfabrik, die die Grenzen der Finanzdienstleistungsbranche erweitern will. In einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme sagte sie:

„Ich habe mich immer für Innovationen eingesetzt, und gerade jetzt brauchen die Branchen für digitale Vermögenswerte und KI mehr denn je einetronStimme, Forschung und Interessenvertretung, um sie in Richtung eines für sie günstigen Regulierungsrahmens zu lenken.“

Ryan hingegen tritt am 13. Oktober eine 7,5-jährige Haftstrafe an. Darüber hinaus wurde er zur Zahlung von mehr als 6 Millionen Dollar als Einziehungsbetrag und mehr als 5 Millionen Dollar als Entschädigung verurteilt. 

Sein jüngster Versuch, seine Schuldbekenntnis zurückzuziehen, stieß auf heftige Kritik. US-Staatsanwalt Williams fand deutliche Worte und nannte Ryans Vorgehen einen „schamlosen und eigennützigen“ Versuch, sich der Verantwortung zu entziehen.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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