Der Krypto-Prognosemarkt Polymarket hat stillschweigend Gebühren für Marktteilnehmer auf 15-Minuten-Marktplätzen eingeführt. Laut Polymarket sollen die Gebühren ein neues Maker-Rabattprogramm finanzieren. Mit der Einführung der Gebühren endet das gebührenfreie Handelsmodell der Plattform.
Polymarket erklärte, dass Gebühren den kurzfristigen Handel mit Kryptowährungen beeinflussen.
Laut Polymarket werden die eingenommenen Gebühren täglich in USDC-Stablecoins an Market Maker ausgeschüttet. Diese Umverteilung soll zu erhöhter Liquidität, geringeren Spreads und einem unkomplizierteren Handel in volatilen Märkten führen.
Polymarket erläutert die Gebührenstruktur, die in 15-Minuten-Märkten verwendet wird
BREAKING: Polymarket scheint Gebühren von bis zu 3% für die 15-minütigen Krypto-Auf- und Abwärtsmärkte einzuführen.
Auf ihrer Dokumentationswebsite ist eine neue Seite erschienen, dietrondarauf hindeutet, dass in Kürze Gebühren für diese Märkte eingeführt werden. pic.twitter.com/8zIK4YoqI5
— JesterTheGoose (@Jesterthegoose) 6. Januar 2026
Polymarket merkte an , dass die Änderung regelmäßige, wettbewerbsfähige Notierungen unterstützt, was dazu beiträgt, dass Verträge zuverlässiger umgesetzt werden und die Märkte in Zeiten der Instabilität widerstandsfähiger sind.
Die Gebühren werden laut der Prognosemarktplattform anhand der Gebührenkurve mit bis zu sechs Dezimalstellen berechnet und auf vier Dezimalstellen gerundet. Bei sehr kleinen Transaktionen mit extremen Wahrscheinlichkeiten fallen möglicherweise keine Gebühren an, da die minimalen Kosten ungleich null 0,0001 USDC betragen.
Polymarket wies darauf hin, dass die Gebühren je nach Marktwahrscheinlichkeit variieren, wobei die höchsten Kosten anfallen, wenn die Preise nahe 50 % liegen. Je näher die Wahrscheinlichkeit jedoch 0 % oder 100 % kommt, desto geringer werden die Kosten.

Es wurden verschiedene Beispiele für die Berechnung der Gebühren vorgestellt. Bei einem Taker-Deal von 100 Aktien zum Preis von 0,50 $ würden Kosten von rund 1,56 $ anfallen, was etwas mehr als 3 % des Handelswerts am Scheitelpunkt der Kurve entspricht.
Die Einführung von Gebühren durch Polymarket löst Diskussionen in den sozialen Medien aus
Die Einführung von Gebühren auf den 15-Minuten-Kryptomärkten löste Diskussionen in den sozialen Medien aus.
Am 6. Januar Tawer95.eth, CEO des Bots PolyScanner3000 und Nutzer von Polymarket, eine detaillierte auf X der Gebühreneinführung. Tawer95.eth bezeichnete die Überschrift als „beunruhigend, aber nicht so schlimm, wie es klingt“. In seinem Kommentar betonte er, dass der Plan einen nachhaltigen Einkommensstrom für Market Maker schaffe und zudem die Anreize für Bots minimiere, die zuvor kostenlose Liquidität ausgenutzt hätten.
Am Dienstag bezeichnete die Einführung von Gebühren als Maßnahme gegen Hochfrequenzhandels-Bots. Seiner Ansicht nach würden Gebührenrückerstattungen dazu beitragen, die Spreads zu verringern und eine stabilere Liquidität zu gewährleisten.
Am selben Tag argumentierte ein anderer Händler, dass die Einführung von Gebühren einen besseren Schutz vor Wash-Trading bieten würde. Er erklärte, Polymarket habe die Nutzer nicht im herkömmlichen Sinne zur Kasse gebeten, da die Kosten an die Market Maker weitergegeben würden.
Die Einführung von Gebühren auf Polymarket folgt auf die kürzliche Gründung eines Immobilienprognosemarktes durch Polymarket und Parcl, eine Wohnungsdatenplattform.
Am 5. Januar Cryptopolitan berichtete über die Zusammenarbeit von Polymarket und Parcl zur Entwicklung von Immobilienprognosemärkten, die auf täglichen Wohnungspreisindizes basieren. Der Bericht zeigte, dass diese Kooperation die Möglichkeiten von Prognosemärkten erweitert und Daten zu Wohnimmobilien einbeziehtdentwobei der Fokus zunächst auf dem US-amerikanischen Wohnungsmarkt liegt.
Parcl erklärte , die Partnerschaft werde sich auf den US-amerikanischen Wohnungsmarkt konzentrieren und dabei Vorlagen verwenden, die Fragen zu Indexschwankungen über bestimmte Zeiträume hinweg enthalten. „Ob der Hauspreisindex einer Stadt im Laufe eines Jahres, Quartals oder Monats steigt oder fällt“, ist eine dieser Fragen.
Das Unternehmen wies außerdem darauf hin, dass die Märkte zur Gewährleistung der Transparenz der Marktteilnehmer die Abwicklungsseite von Parcl überwachen werden, um die endgültige Abwicklung zu ermitteln.
In einem separaten Bericht vom 4. Januar Cryptopolitan berichtete über wachsende Besorgnis hinsichtlich Insiderhandel auf dem Prognosemarkt. Der Bericht behandelte die Geschichte eines Händlers, der über Nacht 80.000 US-Dollar Gewinn erzielte, nachdem er eine US-Militärintervention in Venezuela vorhergesagt hatte.Der Händler erklärte, er habe einen Angriff auf Venezuela für unmittelbar bevorstehend gehalten, da die USA ihren größten Flugzeugträger eingesetzt hätten.

