Dem KI-Startup O.XYZ werden verschiedene Vergehen vorgeworfen, darunter aggressive Taktiken zur Unterdrückung von Kritik im Unternehmen und dietronÜbertreibung seiner Technologieversprechen. Obwohl der CEO des Unternehmens, Ahmad Shadid, alle Anschuldigungen zurückweist, widersprechen dem Insider entschieden.
Laut O.XYZ handelt es sich um ein von der Community betriebenes Super-KI-Ökosystem, das die Leistung Tausender GPUs für diverse Aufgaben nutzt. Quellen stellten gegenüber Decrypt jedoch klar, dass diese Behauptungen falsch seien. Das Unternehmen könne sich nicht mit rund 100.000 KI-Modellen verbinden und sei trotz der angepriesenen leistungsstarken Hardware nicht schneller als die Konkurrenz.
KI-Startup O.XYZ in mehrere Skandale verwickelt
Die Quellen behaupteten außerdem, das Unternehmen sei in weitere Aktivitäten verwickelt, wie beispielsweise die falsche Darstellung des Wertes seines Satellitenprogramms. Darüber hinaus gebe es Probleme hinsichtlich Transparenz und Rechenschaftspflicht beim Token-Launch. Laut den Quellen könnten diese Probleme den Token-Investoren schaden.
Shadid deutete in einer Stellungnahme jedoch den optimistischen Ansatz des Unternehmens in Bezug auf die Vermarktung an. Er stellte außerdem klar, dass das Unternehmen weiterhin den im Fahrplan festgelegten traceinhält. Die Quellen zeigten sich skeptisch, da sie darauf bestehen, dass die Inhalte auf der Website der Plattform eher die bisherigen Erfolge als die angestrebten Ziele beschreiben.
Es ist nicht das erste Mal, dass Shadid mit Vorwürfen konfrontiert wird. Im Juni trat er unter kontroversen Umständen von seinem Posten als CEO von IO.net zurück, einem Anbieter dezentraler Infrastruktur auf Solana. Berichten zufolge gab Shadid seine Position auf, um dietracdurch seine früheren Probleme zu verringern und dem Unternehmen zu Wachstum zu verhelfen.
Er veröffentlichte eine öffentliche Erklärung zu seinem Ausscheiden aus IO, die inzwischen gelöscht wurde.
Bezüglich der Vorwürfe, O.XYZ habe seine Kapazitäten übertrieben dargestellt, wies Shadid diese entschieden zurück und betonte, dass das Unternehmen in Hardware des US-amerikanischen Unternehmens Cerebras Systems investiert habe. Er erklärte, O.XYZ wolle außerdem sein KI-Rechenzentrum so ausbauen, dass es eine 20-mal schnellere Verarbeitung ermögliche.
Die Quellen behaupteten außerdem, diese Aussagen seien falsch, und merkten an, dass es keine fortgeschrittenen Gespräche über den Kauf der Hardware gebe, wie Shadid behauptet hatte.
Shadid verteidigt die Partnerschaft mit Starlink und die Probleme bei der Token-Einführung
Laut O.XYZ nutzt das Unternehmen Starlink, eine Internettechnologie von Elon Musks SpaceX. Shadid erklärte, die Technologie sei in die Betriebsabläufe des Unternehmens integriert. Er merkte an, dies seien Pläne im Unternehmensfahrplan, da das Unternehmen bis 2026 maritime Konnektivitätslösungen und KI-Fähigkeiten im Weltraum anstrebt.
Andere Quellen haben diese Behauptungen ebenfalls bestritten und darauf hingewiesen, dass die Technologie zur Internetverbindung in abgelegenen Gebieten eingesetzt wird.
Shahid sprach auch über die Details der auf der Website verwendeten Bilder großer Organisationen und merkte an, dass diese den Hintergrund der Mitwirkenden widerspiegeln. Quellen behaupten jedoch, dies sei irreführend. Sie geben außerdem an, dass die Mitwirkenden das Unternehmen aufgefordert hätten, ihre Logos zu entfernen, was bisher ungelöst geblieben sei.
Eine weitere Kontroverse betrifft den Token-Launch des Unternehmens am 15. Oktober. Der Token wurde an kleineren Börsen eingeführt und weist ein tägliches Handelsvolumen von rund 23.000 US-Dollar. Quellen zufolge könnten Anleger jedoch angesichts des vollständig verwässerten Angebots von 8,1 Millionen US-Dollar schon bald Verluste erleiden. Die Quellen behaupten, dass Token-Inhaber den Token weder zur Bezahlung von APIs noch zum Bezug von Unternehmensvermögen verwenden können.
Shadid erklärte, die Aktivierung des ersten Liquiditätspools sei während der Testphase erfolgt, ein Vorgang, der den Investoren mitgeteilt worden sei. Er sagte, man habe sich nach Analyse der Marktlage für die Fortsetzung des Launches entschieden und den Veröffentlichungstermin des Tokens vorgezogen.
Shahid erwähnte außerdem, dass die Maßnahme über verschiedene Kommunikationskanäle angekündigt wurde. Er sagte jedoch, dass die anfängliche Aktivierung zwar nicht geplant gewesen sei, das Unternehmen die Verfügbarkeit des Tokens aber bewusst aufrechterhalten habe.

