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Die Niederlande verhängen eine Geldstrafe gegen Cryptocom wegen Verstößen gegen die Registrierungsvorschriften

VonJai HamidJai Hamid
2 Minuten Lesezeit
Die Niederlande verhängen eine Geldstrafe gegen Cryptocom wegen Verstößen gegen die Registrierungsvorschriften
  • Die niederländische Zentralbank verhängte eine Geldstrafe von 3 Millionen Dollar gegen Crypto.com, weil das Unternehmen über zwei Jahre ohne Registrierung operiert hatte.
  • Crypto.com bot von Mai 2020 bis November 2022 Kryptodienstleistungen an, ohne die niederländischen Geldwäschegesetze einzuhalten.
  • Durch die fehlende Registrierung konnte Crypto.com Aufsichtsgebühren und Compliance-Kosten vermeiden, wurde aber gleichzeitig daran gehindert, ungewöhnliche Transaktionen zu melden.

Die niederländische Zentralbank, De Nederlandsche Bank (DNB), hat Crypto.com mit einer saftigen Geldstrafe belegt. Der Grund: Crypto.com hatte über einen längeren Zeitraum die Registrierungspflichten dreist umgangen. Angeblich hatte das Unternehmen über zwei Jahre lang die Registrierung für seine Krypto-Dienstleistungen einfach „vergessen“. Die Strafe in Höhe von 3 Millionen US-Dollar (2,85 Millionen Euro) wurde bereits im Oktober verhängt, doch aus unerfindlichen Gründen wurde diese finanzielle Belastung bis vor Kurzem geheim gehalten.

Der Kern der Sache

Bereits am 21. Mai 2020 legte die DNB die Regeln fest und machte klar, dass sich alle Krypto-Dienstleister gemäß dem niederländischen Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsgesetz registrieren lassen müssen. Man sollte meinen, das wäre ein eindeutiges Signal, oder? Falsch gedacht.

Unser geliebtes Crypto.com, oder Foris DAX MT, um genau zu sein, hat sich eine kleine Auszeit von den Vorschriften gegönnt und seine nicht registrierte Phase bis mindestens zum 8. November 2022 verlängert, wie die DNB mitteilte. Die Grundstrafe für solche Machenschaften beträgt 2,1 Millionen US-Dollar, doch angesichts der Schwere und Dreistigkeit dieses Verstoßes haben die Behörden die Geldstrafe deutlich erhöht.

Crypto.com florierte in den Niederlanden, gewann eine große Anzahl von Kunden und umging die weniger angenehmen Aspekte des Betriebs eines Kryptodienstes, wie etwa die Zahlung von Aufsichtsgebühren und den Aufwand für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Die Schattenseite dieses Erfolgs war jedoch die Unfähigkeit des Unternehmens, verdächtige Transaktionen der niederländischen Finanzaufsichtsbehörde (FIU) zu melden – ein gravierendes Versagen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Registrierungssaga und Rivalität

Trotz der Geldstrafen und der Schwierigkeiten gelang es Crypto.com, die Probleme in den Griff zu bekommen und sich bis Juli 2023 in den Niederlanden registrieren zu lassen. Diese Registrierung war allerdings etwas ironisch, da die DNB zuvor erklärt hatte, niederländische Nutzer könnten die Börse bedenkenlos nutzen, obwohl sie sich rechtlich auf dünnem Eis bewegte.

Interessant wird es, wenn man die Situation von Crypto.com mit der Binancevon. Letztere musste wegen ähnlicher Registrierungsverstöße eine etwas höhere Geldstrafe von 3,6 Millionen US-Dollar zahlen, was dazu führte, dass sie nach einem gescheiterten Registrierungsversuch aufgab und den niederländischen Markt verließ. Wie reagierte Crypto.com auf die finanzielle Strafe? Mit einem Achselzucken und der Aussage, es handele sich um einen „abgeschlossenen und behobenen Vorfalldent, und versicherte, dass der Geschäftsbetrieb wie gewohnt weiterlaufe.

Doch letzten Monat sicherte sich Kraken, ein weiterer Gigant unter den Kryptobörsen, seine vierte europäische Lizenz und präsentierte stolz seine VASP-Registrierung von der DNB. Die VASP-Lizenz unterscheidet sich von anderen Lizenzen. Sie ist der wichtigste Bestandteil des Regelwerks MiCA (Markets in Crypto-Assets), das die Regulierung von Unternehmen in der Europäischen Union, die mit digitalen Vermögenswerten handeln, gewährleisten soll.

Krakens Schritt wirft nicht nur ein schlechtes Licht auf Crypto.coms frühere Fehltritte, sondern unterstreicht auch, wie wettbewerbsintensiv – wenn auch reguliert – der niederländische Markt für Kryptodienstleistungen wird. Krakens Expansion in den niederländischen Markt, ausgestattet mit den notwendigen regulatorischen Genehmigungen, könnte sich als bahnbrechend erweisen. Aktuell besitzen Berichten zufolge rund 20 % der niederländischen Bevölkerung Kryptowährungen.

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Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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