Der Finanzkriminalitätsbericht der Nasdaq enthüllt illegale Geldflüsse in Höhe von 3 Billionen US-Dollar im Jahr 2023, erwähnt Kryptowährungen jedoch nicht

- Der „Global Financial Crime Report“ der Nasdaq deckt illegale Gelder in Höhe von massiven 3 Billionen US-Dollar im Jahr 2023 auf.
- Auffällig ist, dass Kryptowährungen in dem Bericht völlig fehlen, was zu Diskussionen über ihre Rolle bei Finanzkriminalität führt.
- Tether-CEO Paolo Ardoino betont die Notwendigkeit multilateraler Zusammenarbeit, während Chainalysis auf die Verwendung von Stablecoins bei illegalen Transaktionen hinweist.
Der „Global Financial Crime Report“ der Nasdaq hat das Ausmaß der illegalen Gelder, die durch das globale Finanzsystem fließen, verdeutlicht; sie erreichten im Jahr 2023 die schwindelerregende Summe von 3 Billionen US-Dollar. Obwohl dieser umfassende Bericht lässt er Kryptowährungen, einschließlich Bitcoin und Stablecoins, als Kanäle für diese illegalen Gelder bemerkenswerterweise völlig außer Acht.
Die alarmierenden Erkenntnisse der Nasdaq
Der Nasdaq-Bericht zeichnet ein düsteres Bild des weltweiten Kampfes gegen Finanzkriminalität. Laut Bericht stammen rund 782,9 Milliarden US-Dollar aus illegalen Geldern und sind mit Drogenhandel verbunden, weitere 346,7 Milliarden US-Dollar mit Menschenhandel. Zudem hebt der Bericht hervor, dass 11,5 Milliarden US-Dollar terroristische Aktivitäten finanzierten und alarmierende 485,6 Milliarden US-Dollar mit Betrug in Verbindung standen.
Die CEO der Nasdaq, Adena Friedman, räumt ein, dass Finanzinstitute seit Jahrzehnten eine Vorreiterrolle bei der Bekämpfung dieser Probleme einnehmen. Sie betont jedoch, dass kein einzelnes Unternehmen Finanzkriminalität im Alleingang wirksam bekämpfen kann.
Kryptowährungen sind inaktiv
Auffällig ist das Fehlen jeglicher Erwähnung von Kryptowährungen im Nasdaq-Bericht, trotz ihrer herausragenden Stellung im globalen Finanzwesen. Kryptowährungen, darunter Bitcoin und Stablecoins, stehen aufgrund ihrer vermeintlichen Anonymität und der einfachen grenzüberschreitenden Transaktionen seit Langem in der Kritik, da sie potenziell zur Unterstützung illegaler Aktivitäten missbraucht werden könnten.
Gabor Gurbacs, Direktor für Strategie im Bereich digitaler Vermögenswerte bei VanEck, bringt einen interessanten Punkt zur Sprache. Er vermutet, dass das Fehlen von Kryptowährungen im Bericht darauf hindeutet, dass das traditionelle Finanzsystem und nicht digitale Vermögenswerte der Hauptkanal für diese Verbrechen sind.
Paolo Ardoino, CEO von Tether, äußerte sich tief besorgt über das Ausmaß der im Bericht aufgedeckten Finanzkriminalität. Er betonte die Notwendigkeit multilateraler Zusammenarbeit, um diese illegalen Aktivitäten wirksam zu bekämpfen. Tether, ein führender Emittent von Stablecoins, hat proaktiv mit Strafverfolgungsbehörden weltweit zusammengearbeitet, um Adressen einzufrieren, die an illegalen Transaktionen beteiligt sind.
Ardoinos Aufruf an die etablierten Finanzinstitute, dem Beispiel von Tether zu folgen und sich an gemeinsamen Bemühungen zur Eindämmung von Finanzkriminalität zu beteiligen, deckt sich mit der übergeordneten Botschaft des Berichts.
Chainalysis bestätigt die Ergebnisse
bestätigt Kryptokriminalitätsbericht . Auch diese Analyse sieht Kryptowährungen nicht als Hauptverantwortliche für illegale Transaktionen. Stattdessen hebt sie die Nutzung von Stablecoins hervor, vorwiegend für cashin Fiatwährungen über Börsen. Laut Bericht belief sich das Transaktionsvolumen auf 24,2 Milliarden US-Dollar, was einen deutlichen Rückgang des Wertes illegaler Kryptowährungsadressen darstellt.
Die Transparenz der Blockchain, auch wenn sie nicht völlig narrensicher ist, spielt eine entscheidende Rolle bei der Abschreckung krimineller Aktivitäten im Kryptobereich. Technologien wie Krypto-Mixer, beispielsweise Tornado Cash, können Transaktionsspuren zwar verschleiern, bieten aber keine vollständige Unveränderlichkeit odertrac.
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Damilola Lawrence
Damilola Lawrence berichtet seit über fünf Jahren über Kryptomärkte und Technologie. Zuvor veröffentlichte er Krypto-Analysen und -Einblicke in TheShibMagazine, CryptoMode, Qweens Magazine und die Recording Academy, bevor er zu Web3 wechselte. Bei Cryptopolitanist er Spezialist für Kryptopreisprognosen. Nach seinem Bachelor-Abschluss absolvierte er ein Masterstudium in IT-Cybersicherheit an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität.
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