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Aufschlüsselung der wichtigsten Komponenten der US-Russland-Sanktionen

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Aufschlüsselung der wichtigsten Komponenten der US-Russland-Sanktionen
  • Die USA verhängten wegen des Todes von Alexei Nawalny und der Invasion in der Ukraine weitreichende Sanktionen gegen Russland, die sich gegen über 500 Personen und Organisationen richten.
  • Die führende russische Tankergruppe Sovcomflot wurde wegen Verstoßes gegen die Preisobergrenze der G7 für russisches Öl sanktioniert; von den Sanktionen waren 14 Rohöltanker betroffen.
  • Finanzsanktionen trafen Russlands nationales Zahlungskartensystem und über ein Dutzend Banken und Finanzunternehmen mit dem Ziel, Russlands Umgehungswege vom globalen Finanzwesen abzuschneiden.

Die USA haben gerade ein umfangreiches Sanktionspaket gegen Russland verhängt. Es handelt sich um eine regelrechte Abrechnung als Reaktion auf schwerwiegende Vorfälle, darunter der tragische Tod des Oppositionsführers Alexei Nawalny und die anhaltende Ukraine-Krise. Dieses Mal sind über 500 Personen und Organisationen betroffen. Die USA wollen den Druck auf Moskau ganz offensichtlich so stark wie nie zuvor erhöhen.

Das Finanzministerium erhebt schwere Vorwürfe gegen fast 300 Personen und Unternehmen, das Außenministerium setzt über 250 weitere auf seine Liste der Übeltäter, und das Handelsministerium warnt vor mehr als 90 Unternehmen. Es handelt sich um eine gut koordinierte, flächendeckende Aktion.

Die großen Akteure im Sanktionsspiel

Zunächst zu Sovcomflot, Russlands größter Tankerreederei. Die USA werfen ihr vor, die G7-Preisobergrenze für russisches Öl missachtet zu haben. Ihr werden offene Verstöße und undurchsichtige Machenschaften vorgeworfen. Betroffen sind unter anderem 14 Rohöltanker, die derzeit unter Beobachtung stehen. Das Ziel? Russlands Öleinnahmen zu schmälern, die eine wichtige Finanzierungsquelle für den Ukraine-Krieg darstellen.

Doch auch die USA zeigen sich entgegenkommend – mit einer allgemeinen Genehmigung, die das Entladen von Rohöl und anderen Ladungen von diesen Schiffen für eine begrenzte Zeit erlaubt. Es ist eine beeindruckende Strategie, die etwas Spielraum schafft und gleichzeitig den Druck aufrechterhält.

Der nächste Angriffspunkt waren Russlands Finanzmärkte. Das US-Finanzministerium belegt das Nationale Zahlungskartensystem, den Betreiber des Mir-Zahlungssystems, mit Sanktionen. Warum? Weil Mir offenbar zu einem wichtigen Umgehungssystem für Russland geworden ist, insbesondere nachdem US-Konkurrenten ihre Aktivitäten im Land eingestellt haben. Dieser Schritt zielt darauf ab, Russlands Auswege aus dem Sanktionsnetz abzuschneiden und zu verhindern, dass es sich wieder in den globalen Finanzmarkt einschleicht.

Und damit nicht genug. Auch zahlreiche russische Banken, Investmentfirmen und Fintech-Unternehmen werden ignoriert. Dazu gehört auch die SPB Bank, ein wichtiger Akteur an der russischen Börse, bekannt für ihre Geschäfte mit ausländischen Aktien.

Die USA nehmen auch Russlands zukünftige Aktivitäten im Energiesektor ins Visier. Das Projekt Arctic LNG 2 steht unter besonderer Beobachtung, und die Sanktionen zielen darauf ab, Russlands künftige Energieexporte einzudämmen. Unternehmen, die an der Konstruktion von Spezialtankern für dieses Projekt beteiligt sind, werden gezielt kritisiert, was die klare Absicht signalisiert, Russlands Ambitionen in der Arktis zu stoppen.

Sanktionen umgehen und durchschlüpfen

Nun zum raffinierten Geschäft der Sanktionsumgehung. Die USA weiten ihr Vorgehen aus und prangern nicht nur in Russland ansässige Unternehmen an, sondern auch solche in China, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kasachstan, die Moskau bei der Umgehung der Sanktionen unterstützen. Dies betrifft unter anderem Firmen, dietronund andere Güter liefern, die Russland für seine Militärsysteme benötigt. Offensichtlich meinen es die USA ernst damit, die Lücken im Sanktionsapparat zu schließen.

Zu guter Letzt wollen wir über die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran sprechen. Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen gegen das iranische Verteidigungsministerium und die Logistikabteilung der Streitkräfte (MODAFL) verhängt. Diese Maßnahme erfolgte auf Grundlage einer speziell auf Russland zugeschnittenen Anordnung und ist das erste Mal, dass das MODAFL in diesem Kontext mit US-Sanktionen belegt wird. Die Sanktionen sind eine direkte Reaktion auf die Lieferung von Munition und Drohnen zwischen Iran und Russland und verdeutlichen die konzertierten Bemühungen beider Nationen, Militäroperationen in der Ukraine mit modernen Waffensystemen zu unterstützen.

Das US-Finanzministerium hat ein Netzwerk in der russischen Sonderwirtschaftszone Alabugadentund ins Visier genommen. Diese Zone ist ein wichtiger Umschlagplatz für die Beschaffung und Produktion iranischer Drohnen. Zu den Aktivitäten des Netzwerks gehören die Finanzierung und Herstellung von Kamikaze-Drohnen, die für den Einsatz im andauernden Konflikt in der Ukraine bestimmt sind. Dies stellt einen klaren Verstoß gegen internationale Sanktionen und eine direkte Beteiligung an den Militarisierungsbemühungen gegen ukrainische Streitkräfte dar.

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