Kraken wird seine mobile App um KI-Handelsagenten herum neu gestalten

- Kraken hat angekündigt, seine mobile App umzugestalten und dabei auf autonome KI-Agenten zu setzen, die Märkte überwachen, Handelsempfehlungen aussprechen und diese für die Nutzer ausführen können.
- Die Änderung richtet sich an Privatanleger, die Unterstützung bei der Portfoliozusammenstellung benötigen, aber nicht über die Zeit oder das Fachwissen verfügen, dies selbst zu tun.
- Damit reiht sich Kraken in den Wettlauf mit Gemini, Coinbase, Binanceund OKX ein, die KI zunehmend in den Kryptohandel integrieren wollen.
Die Kryptobörse Kraken hat angekündigt, ihre mobile App mit integrierten autonomen KI-Agenten neu aufzulegen. Damit erhalten Privatanleger eine Software, die die Märkte beobachten und in ihrem Namen Aufträge platzieren kann.
Der Plan wurde in einem Blogbeitrag des Unternehmens angekündigt und sieht eine komplette Überarbeitung der bestehenden App vor, anstatt nur ein reguläres Update. „Anders als bei anderen Handelsplattformen handelt es sich hierbei nicht um einen KI-Assistenten oder einen zusätzlichen Helfer, der der alten App-Version nachträglich hinzugefügt wurde“, heißt es in dem Beitrag. „Die Finanzintelligenz ist direkt in Kraken integriert. Dadurch wirkt die App lebendig.“
Agentische KI gewinnt an trac
Die Agenten können Marktbedingungen trac, Handelsempfehlungen aussprechen und diese ausführen, ohne dass ein Benutzer jede einzelne Aktion überwachen oder genehmigen muss. Die Bots können außerdem auf Benutzereingaben reagieren und ihre Strategien an die Ergebnisse vorheriger Entscheidungen anpassen.
Der Nutzer gibt den Agenten ein Ziel vor, und die App passt sich diesem Ziel an – alles im Hintergrund, erklärte. Die Börse betonte außerdem, dass der Nutzer bei jedem Trade die endgültige Entscheidungsgewalt behält. Weiterhin wurden integrierte Risikomanagementfunktionen erwähnt, die an die voreingestellte Risikotoleranz des Nutzers gekoppelt sind – ein Standardmerkmal der in letzter Zeit veröffentlichten KI-Handelstools.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass KI-generierte Handelsempfehlungen Risiken bergen, darunter Kapitalverluste, und nicht für jeden Anleger zum Erfolg führen. Kraken erklärte außerdem, dass in den USA die Beratung zu Krypto-Assets von Payward Interactive, Inc. und die Wertpapierberatung von Kraken Adviser LLC, einem bei der SEC registrierten Anlageberater, erfolgt.
Kraken steigt in den Wettbewerb der KI-Agentenbranche ein
Kraken schließt sich anderen Krypto-Institutionen an und setzt verstärkt auf KI-gestützte Agenten. Gemini öffnete seine Plattform und APIs im April für die KI-Agenten-Konfigurationen der Nutzer, während Coinbase im Juni im Rahmen einer Produktpräsentation Coinbase Advisor vorstellte, einen bei der SEC registrierten, KI-gestützten Finanzberater. Auch OKX und Binance haben eigene KI-Funktionen integriert.
Kraken ist jedoch die erste große Börse, die KI-Agenten in den Mittelpunkt ihrer Anwendung stellt, anstatt sie lediglich als Funktion einzusetzen. Dieser Wandel könnte ein neues Zeitalter einläuten, in dem sich Börsen von einfachen Kauf- und Verkaufsplattformen zu umfassenderen Finanzsoftwarelösungen entwickeln.
Dies birgt jedoch offensichtliche Risiken, da autonome Systeme Verluste erheblich erhöhen können und konkurrierende Marktteilnehmer, die auf Basis derselben Signale handeln, die Wahrscheinlichkeit von plötzlichen Markteinbrüchen erhöhen. Die Regulierungsbehörden arbeiten weiterhin daran, die Anwendung bestehender Regeln zu klären, wenn ein KI-System Handelsentscheidungen trifft.
Der Relaunch der App erfolgt in einer arbeitsreichen Phase für Kraken. Die Börse hat in den USA Krypto-Perpetual-Futures eingeführt und den Handel Solana DEX in ihre Haupt-App integriert. Das Unternehmen bereitet sich zudem seit letztem Jahr auf einen möglichen Börsengang vor.
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Opeyemi Olanrewaju
Opeyemi ist spezialisiert auf die Erstellung und Optimierung hochwertiger Inhalte mit Fokus auf Kryptowährungen, globale Finanzmärkte und Wirtschaft. Er absolvierte sein Medizinstudium (MBBS) an der Universität Ibadan. Er war Chefredakteur der Hochschulzeitung und zuvor bei CFA tätig. Seit über sechs Jahren trägt er als Nachrichtenredakteur bei Cryptopolitanmaßgeblich zur Einzigartigkeit des Magazins bei.
















