Jim Keller meint, Nvidia hätte mit Ethernet in Blackwell-GPUs Milliarden sparen können

- Jim Keller empfiehlt Ethernet für Nvidia-GPUs und verweist dabei auf Kosten- und Softwarevorteile.
- Die proprietären Protokolle von Nvidia, wie beispielsweise NVLink, stellen Herausforderungen hinsichtlich der Softwarekompatibilität dar.
- Offene Standards wie Ultra Ethernet veranlassen Nvidia zu strategischen Neuausrichtungen.
Jim Keller, ein angesehener CPU-Architekt und CEO von Tenstrom, argumentierte, dass Netzwerkverbindungen wie Ethernet für die auf Nvidia Volta basierenden GPUs, die für KI- und HPC-Anwendungen entwickelt wurden, eine logische Wahl gewesen wären, da diese Netzwerkverbindungen die proprietären NVLink-Verbindungen direkt ersetzen. Der technische Experte der Halbleiterindustrie, Jim Keller, forderte kürzlich auf Twitter die Unterstützung der Ethernet-Chip-zu-Chip-Konnektivität durch Nvidias Blackwell-basierte GB200-GPUs. Keller ist überzeugt, dass diese Methode Nvidias wertvolle Hardware-Ressourcen erheblich hätte einsparen und die Software-Migration deutlich vereinfachen können.
Ethernet über proprietäre Protokolle
Nvidias neuer KI-Prozessor mit integrierter Gb200-GPU verfügt über ein vom Unternehmen entwickeltes Chip-zu-Chip-Kommunikationsprotokoll: NVLink. In dem Zitat wird angemerkt, dass offene Standards anstelle proprietärer Protokolle (NVLink) aus bestimmten Gründen kostengünstiger gewesen wären und die Softwareportabilität vereinfacht hätten.
Nvidias strategische Entscheidung, proprietäre Protokolle wie NVLink und InfiniBand für die Kommunikation zu nutzen, wirft eine Reihe von Problemen für den gesamten Markt auf, insbesondere im Hinblick auf den Softwareaustausch. Zwar haben diese Lösungen die Leistung und Benutzerfreundlichkeit auf Nvidia-Plattformen verbessert, doch haben sie die Dinge verkompliziert und die Interoperabilität und Kompatibilität mit anderen Plattformen beeinträchtigt.
Fortschritte in der Ethernet-Technologie
Ethernet, einst ein reserviertes und konsensbasiertes Protokoll, ist heute in Bereichen, in denen sowohl Hardware als auch Software zum Einsatz kommen, weit verbreitet und stellt eine attraktive Alternative zu etablierten Protokollen dar. Zu den Innovationen im Ethernet-Bereich, insbesondere der Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Verbindungstechnologie Ultra Ethernet, zählen verbesserte Leistung und Eignung für spezielle KI/HPC-Aufgaben.
Nvidia dominiert den Markt für Rechenzentrumslösungen mit seiner CUDA-Softwareplattform und hält Konkurrenten wie die Unified Accelerator Foundation (UXL) in Schach, die in der Branche Unterstützung finden. PCIe mit CXL und Ultra Ethernet als zwei offene Standards tragen maßgeblich zur Veränderung des Wettbewerbsumfelds bei, weshalb Nvidia seine proprietären Strategien überdenken muss.
Die Gratwanderung zwischen offenen Standards und proprietären Lösungen
Dank kostengünstiger, effizienter und benutzerfreundlicher Software kann Nvidia die bestehenden Ressourcen nutzen, um den Datenbedarf von Rechenzentren zu decken. Es ist noch zu früh für abschließende Lobeshymnen. Die zunehmende Verbreitung offener Standardtechnologien deutet jedoch darauf hin, dass Ethernet und einige Alternativen die spezifischen Lösungen von Bost ersetzen und zu einer Änderung der aktuellen Unternehmensstrategien führen könnten.
Wie Jim Kellers Empfehlung zur Integration von Ethernet in Nvidias Blackwell-GPUs zeigt, hat dies die altbekannte Frage der Halbleiterindustrie aufgeworfen: Setzt man auf offene Standards oder auf proprietäre Marken der Grafikkartenhersteller? Nvidia hält unbeirrt an seinem Bestreben fest, eigene Lösungen für die aktuelle Nachfrage zu entwickeln, während die Einführung von Ethernet und die zunehmenden Konsortialinitiativen durchaus Veränderungen im Wettbewerbsumfeld mit sich bringen könnten. Da die Branche dynamisch ist, werden sich Nvidia und seine Konkurrenten gleichermaßen mit der Frage nach Eigenmarken und proprietären Technologien auseinandersetzen müssen.
Dieser Artikel erschien ursprünglich in Tom's Hardware.
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