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Der japanische Yen verzeichnet die längste Verlustserie seit Juni. Stecken wir wieder in Schwierigkeiten?

VonJai HamidJai Hamid
2 Minuten Lesezeit
Abbildung japanischer Yen-Banknoten und des roten Kreises der japanischen Flagge am oberen Rand der Grafik
  • Der Yen hat gegenüber dem Dollar sechs Tage in Folge an Wert verloren und seine schwächste Woche seit Monaten erlebt. Alle Augen sind nun auf den nächsten Schritt der Bank von Japan gerichtet.
  • Inflation und Löhne in Japan sind stark gestiegen, doch die japanische Zentralbank scheint es nicht eilig zu haben, die Zinsen anzuheben. Die Händler sind unzufrieden, und der Yen leidet darunter.
  • Als die Bank von Japan im August das letzte Mal die Zinsen anhob, gerieten die Märkte außer Kontrolle – die Aktienkurse brachen ein, Kryptowährungen stürzten ab und überall breitete sich Chaos aus.

Der japanische Yen steht unter enormem Druck. Er verzeichnete sechs Tage in Folge Verluste gegenüber dem US-Dollar und fiel am 14. Dezember 2024 auf 153,48 Yen pro Dollar. Damit erlebte der Yen die schwächste Woche seit über zwei Monaten und die längste Verlustserie seit Juni.

Der Markt setzt stark darauf, dass die Bank von Japan (BoJ) bei ihrer Sitzung am 18. und 19. Dezember an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festhalten und Stabilität einer Zinserhöhung vorziehen wird.

Japans Geldpolitik wird zunehmend riskant. Die Inflation übersteigt das Ziel der Bank of Japan von 2 %, angeheizt durch die Rekordlohnsteigerungen im Oktober – die höchsten seit 32 Jahren. Doch anstatt entschlossen die Geldpolitik zu straffen, agiert die Bank of Japan vorsichtig, ja sogar zaghaft.

Die Händler sind nicht beeindruckt. Sie haben den Yen zugunsten destronDollars abgetan, der durch die Renditen von US-Staatsanleihen und eine Federal Reserve, die keine Angst hat, ihre Macht zu demonstrieren, in die Höhe getrieben wurde.

Vorsicht der Bank von Japan befeuert Yen-Ausverkauf

Die Zurückhaltung der Bank of Japan ist deutlich. Die Inflation steigt, die Löhne klettern, aber die Zinsen? Sie stagnieren. Das Lohnwachstum im Oktober hätte ein Weckruf sein müssen: Die Grundgehälter schnellten in einem seit Jahrzehnten nicht mehr gesehenen Tempo in die Höhe und heizten die Inflation weiter an. Doch die Bank of Japan lässt sich Zeit.

Sie haben angedeutet, dass die wirtschaftliche Erholung fragil sei und jede aggressive Straffung die Dynamik zunichtemachen könnte. Diese Vorsicht hat den Yen angreifbar gemacht.

Devisenhändler sind skrupellos. Bloomberg berichtet, dass der Yen in seinem schwersten Abwärtstrend seit Mitte des Jahres steckt, der Verkaufsdruck nimmt zu. Die Zahlen sind düster.

Das Wirtschaftswachstum in Japan ist ebenfalls verhalten. Staatliche Konjunkturprogramme und Lohnerhöhungen haben es zwar gestützt, aber nicht ausreichend, um mutige politische Kurswechsel auszulösen. Analysten gehen davon aus, dass die Bank of Japan an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten wird, selbst wenn dies einen weiteren Wertverfall des Yen bedeutet. Die Marktstimmung ist eindeutig: Solange Japan nicht handelt, wird der Yen weiterhin unter Druck stehen.

Die schockierende Zinserhöhung vom August verfolgt die Märkte noch immer.

Das letzte Mal, dass Japan für Aufsehen sorgte, war im August. Am 31. Juli kündigte die Bank of Japan (BoJ) ihre erste Zinserhöhung seit 17 Jahren an und hob den Leitzins auf 0,25 % an. Die Entscheidung traf die Märkte völlig unerwartet. Die Inflation hatte im Juni 3,2 % erreicht und die BoJ gezwungen, ihre jahrzehntelange Niedrigzinspolitik zu beenden. Die Folgen waren jedoch verheerend.

Innerhalb weniger Tage brach der Nikkei 225 um fast 20 % ein. Am 5. August verzeichnete er mit einem Minus von 12,4 % bzw. über 4.400 Punkten den stärksten Tagesverlust seit dem Schwarzen Montag 1987. Die Panik beschränkte sich nicht auf Japan. Sie breitete sich rasend schnell aus.

Der S&P 500 brach um 6 % ein, der Nasdaq verlor 7,5 %, und der europäische DAX sowie der CAC 40 brachen um 5 % bzw. 4,8 % ein. Die Entscheidung der Bank of Japan löste weltweit Schockwellen an den Märkten aus und erschütterte das Vertrauen in Aktien und Vermögenswerte.

Auch Kryptowährungen blieben nicht verschont. Bitcoin stürzte unter 50.000 US-Dollar ab und verlor innerhalb einer Woche 27 % seines Wertes. Ethereum brach um 34 % ein. Über 600 Millionen US-Dollar an gehebelten Krypto-Positionen wurden im Zuge der Panik liquidiert.

Händler, die sich billige Yen geliehen hatten, um riskante Spekulationen zu finanzieren – den berüchtigten Yen-Carry-Trade –, versuchten panisch, ihre Positionen aufzulösen, was das Chaos noch verschärfte. Investoren erkannten, dass selbst Japan, das Vorzeigeland niedriger Zinsen, nicht vor der Inflation gefeit war. Und nun, angesichts dieser Entwicklung, wächst ihre Besorgnis wieder.

Ein schwacher Yen verbilligt zwar japanische Exporte, verteuert aber gleichzeitig Importe enorm und verschärft so die Inflation. Sobald der Yen ein bestimmtes Niveau erreicht hat, steuern wir mit Sicherheit auf eine Wiederholung der Ereignisse vom 5. August zu.

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