Japans Hedgefonds erlitten die schwersten Tagesverluste, die Goldman Sachs je verzeichnet hat. Diese Katastrophe ereignete sich unmittelbar nach einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht und einer unerwarteten Zinserhöhung der Bank von Japan in der vergangenen Woche.
Die dreifache Hiobsbotschaft ließ die Gewinne eines ganzen Jahres für diese Fonds vernichten und drückte ihre Performance auf ein enttäuschendes Nullniveau. „Der Schock vom Montag wardent“, bestätigte ein Analyst von Goldman Sachs in einer aktuellen Mitteilung.
Das Chaos begann am Montag mit einem Kurssturz japanischer Aktien um 12 Prozent – der größte jemals in der Region verzeichnete Tagesverlust. „Das war mehr als nur ein schlechter Tag; es war ein historischer Abschwung“, fügte der Analyst hinzu.
Innerhalb von nur drei Handelstagen sanken die Kurse von auf Japan fokussierten Fonds um 7,6 %, wobei allein der Montag einen Verlust von 3,7 % ausmachte.
Die Marktturbulenzen verschärfen sich
Während die globalen Märkte ins Wanken gerieten , erlitten japanische Aktien einen besonders harten Schlag und übertrafen die berüchtigten Verluste des Schwarzen Montags von 1987.
Der plötzliche Kurssturz verstärkte die Befürchtungen einer drohenden Rezession in den USA und veranlasste die Anleger, risikoreichere Vermögenswerte abzustoßen und stark auf mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve zur Stabilisierung der Wirtschaft zu setzen.
Die Verkaufswelle war keine bloße Kurzschlussreaktion; sie hatte sich bereits angebahnt. Laut Goldman Sachs haben Hedgefonds seit Beginn der COVID-19-Pandemie so schnell wie nie zuvor Japan-bezogene Vermögenswerte abgestoßen.
Trotz dieses massiven Kursverfalls ging das Gesamtengagement in Japan nicht wesentlich zurück. Stattdessen kehrten viele Anleger ihre Strategien um, indem sie ihre Long-Positionen deckten und gleichzeitig neue Short-Positionen eröffneten, um vom Abwärtstrend zu profitieren.
Am vorangegangenen Freitag hatte die Aktivität ihren Höhepunkt erreicht, wobei Hedgefonds stark in den japanischen Märkten investierten. „Wir verzeichneten einen deutlichen Anstieg sowohl bei Käufen als auch bei Verkäufen, was insgesamt zu einer verstärkten Fokussierung auf Japan führte“, erklärte ein Stratege von Goldman Sachs.
Der Großteil der Verkäufe entfiel auf Index- und börsengehandelte Fonds (ETFs), die zwei Drittel aller Verkaufsaktivitäten ausmachten. Die größten Nettoumsätze erzielten die Technologie- und Industriebranche.
Trotz der allgemeinen Marktinstabilität notierten die Positionen in Japan am Freitag immer noch nahe ihren Vierjahreshochs – ein Beweis für den volatilen, aber dennoch verlockenden Charakter dieser Anlagen.

