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Wie können zentrale Börsen sichere Praktiken umsetzen? Der Mitbegründer Ethereum gibt Einblicke

VonMohammad ShahidMohammad Shahid
3 Minuten Lesezeit
CEX
  • Vitalik Buterin skizziert effektive Haftungsnachweismodelle für CEXs
  • Das traditionelle Bilanzmodell ist zwar effektiv, weist aber Mängel im Hinblick auf den Datenschutz auf.
  • Er deutet an, dass der fortschrittliche Zero-Knowledge-Proof-Ansatz den Weg für sicherere und glaubwürdigere Transaktionen ebnen kann.

Der Zusammenbruch von FTX hat erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit zentralisierter Kryptobörsen (CEX) aufgeworfen. FTX war zwar eine der beliebtesten Börsen im Kryptobereich, doch ihr Scheitern hat dem gesamten Kryptomarkt einen schmerzhaften Imageschaden zugefügt.

Die gesamte Krypto-Community fragt sich nun, wie Nutzer die Sicherheit ihrer Krypto-Börsen gewährleisten und diese zu besseren Praktiken verpflichten können. Auch andere seriöse Krypto-Börsen sind davon betroffen. Solche Plattformen funktionieren nicht wie Banken und sollten es auch nicht. Daher können sie sich nicht allein auf regulierte Methoden wie staatliche Lizenzen und Governance-Audits verlassen, um ihre Glaubwürdigkeit zu beweisen.

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat wichtige Erkenntnisse darüber geteilt, wie zentrale Börsen (CEXs) sichere Praktiken anwenden und mithilfe von On-Chain-Kryptografie Glaubwürdigkeit aufbauen können. Hier einige der wichtigsten Punkte aus Buterins aktuellem Blogbeitrag:

Die altbewährten Methoden zum Nachweis der Lösbarkeit, die immer noch funktionieren 

Bilanzen sind die älteste Methode, um die Zahlungsfähigkeit einer Börse kryptografisch nachzuweisen. Zentralisierte Börsen können effektiv belegen, dass sie über ausreichend Mittel zur Deckung der Kundenverbindlichkeiten verfügen, indem sie die Transaktionsberichte ihrer gesperrten Vermögenswerte veröffentlichen. Dies tat MTGox, eine der ersten Bitcoin Börsen, im Jahr 2011. Das Unternehmen demonstrierte seine Zahlungsfähigkeit, indem es 424.242 BTC an eine zuvor bekanntgegebene Adresse transferierte.

Obwohl der Bilanzansatz effektiv ist, birgt er ein Problem hinsichtlich der Ermittlung der Gesamtsumme der Nutzereinlagen. Wie lässt sich beispielsweise im Fall von MTGox bestätigen, dass die Nutzereinlagen der Plattform deren Gesamtvermögen in der Bilanz nicht übersteigen?

Laut dem Ethereum -Mitbegründer lässt sich dieses Problem am einfachsten durch die Veröffentlichung einer vollständigen Liste der (Benutzername, Kontostand)-Paare lösen. Dies behebt zwar das Problem des Zahlungsfähigkeitsnachweises, schafft aber ein neues Problem des Datenschutzes.

Die Merkle-Baum-Technik zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer

Laut Buterin kann die Markle-Baum-Technik den Nachweis der Zahlungsfähigkeit und den Datenschutz in einem einheitlichen Modell vereinen. Diese Technik beinhaltet die Umwandlung einer Tabelle der Kundenguthaben in einen Markle-Summenbaum, wobei jeder Knoten ein Paar aus Guthaben und Hashwert darstellt.

Die Knoten der untersten Ebene repräsentieren die Guthaben und Benutzernamen-Hashes der einzelnen Kunden. Das Guthaben in den höheren Knoten ergibt sich aus der Summe der beiden darunterliegenden Guthaben. Benutzer können ihre Guthaben hierarchisch vom untersten zum obersten Knoten berechnen. Stimmt die Summe überein, ist ihr Guthaben korrekt im Gesamtbetrag enthalten.

Der Markle-Baumansatz bietet zwar ein gewisses Maß an Privatsphäre und ermöglicht gleichzeitig den Nachweis der Verantwortlichkeit, garantiert aber dennoch keine maximale Sicherheit der Benutzerinformationen.

ZK-SNARKs – ein robustes Modell für zentralisierte Börsen

Laut Buterin ist die ZN-SNARKs-Technologie die wirksamste Methode, um die Haftung nachzuweisen und die Privatsphäre der Nutzer zu wahren. ZN-SNARKs steht für Zero-Knowledge Succinct Non-Interactive Argument of Knowledge (Zero-Knowledge-prägnantes, nicht-interaktives Wissensargument).

ZN-SNARKs ermöglicht es, Transaktionen privat und vollständig verschlüsselt auf der Blockchain abzuwickeln und gleichzeitig mithilfe der Konsensregeln des Netzwerks zu validieren. Dieser Ansatz kann nachweisen, dass der Absender über den gewünschten Geldbetrag verfügt, ohne diese Information öffentlich zu machen. Beispielsweise könnte eine Börse anhand des Hashwerts einer Zufallszahl den Nutzer davon überzeugen, dass tatsächlich eine Zahl mit diesem Hashwert existiert, ohne die Zahl selbst preiszugeben.

Detailliertere Informationen zu dieser Technologie finden Sie in den offiziellen Ethereum Gründungsdokumenten.

Weitere Ratschläge für CEXs von Vitalik Buterin

Der Ethereum -Mitbegründer schlug außerdem vor, dass zentrale Börsen einige wenige öffentliche Adressen für die langfristige Nutzung als Vermögensnachweis verwenden sollten. Börsen können entweder einige wenige öffentliche Adressen generieren und ihren Besitz einmalig nachweisen oder viele Adressen verwenden und den Besitz von Zeit zu Zeit zufällig nachweisen.

Sie sollten auch komplexere Zero-Knowledge-Beweisverfahren einführen. Beispielsweise könnte eine Börse alle ihre Adressen als 1-von-2-Multisignaturen konfigurieren, wobei einer der Schlüssel pro Adresse unterschiedlich ist.

Zukünftig können diese Praktiken zentralisierten Börsen helfen, ihre Haftung wirksam nachzuweisen und ihre Glaubwürdigkeit bei den Nutzern zu erhöhen. Vor allem aber können diese Maßnahmen dazu beitragen, ein weiteres katastrophales Ereignis wie FTX zu verhindern.

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