Goldman Sachs und Apple stellen die Handels-App ein

Goldman Sachs und Apple stellen die Handels-App ein
- Apple und Goldman Sachs haben ihren Plan zur Veröffentlichung einer App für den Futures-Handel aufgegeben.
- Die App, deren Veröffentlichung ursprünglich für 2022 geplant war, wurde aufgrund wirtschaftlicher Bedenken wie steigender Zinsen und Inflation gestoppt.
- Die Infrastruktur für die App war größtenteils fertiggestellt, allerdings herrschte Unklarheit hinsichtlich der Einbeziehung des Krypto-Futures-Handels.
Ein geplantes gemeinsames Projekt des Technologiegiganten Apple und des Finanzriesen Goldman Sachs zur Entwicklung einer Anwendung für den Terminhandel ist gescheitert.
Das Projekt, dessen Markteinführung ursprünglich für 2022 geplant war, wurde aufgrund eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds, das durch steigende Zinssätze und zunehmenden Inflationsdruck gekennzeichnet war, ausgesetzt, da risikoreichere Anlagen dadurch weniger attraktiv wurden.
Eine von wirtschaftlichen Unsicherheiten überschattete Partnerschaft
Die Grundlagen für dieses ambitionierte Projekt waren weitgehend geschaffen, die Infrastruktur der App stand kurz vor der Fertigstellung. Dies deutet darauf hin, dass die Plattform problemlos gestartet werden könnte, sollte Apple seine Entscheidung jemals überdenken.
Doch es bleibt eine gewisse Unklarheit bestehen: Gab es Pläne, den Handel mit Kryptowährungs-Futures in diese App einzuführen? Der Artikel gibt dazu keine Auskunft.
Apples Einstieg in den Finanzsektor war keine spontane Entscheidung. Es handelte sich um einen kalkulierten Schritt während der Pandemie, der auf eine Diversifizierung des Geschäftsportfolios abzielte. Goldman Sachs erwies sich dabei als verlässlicher Partner.
Die Partnerschaft trug 2019 mit der Einführung einer Kreditkarte Früchte. Doch Apple ruhte sich nicht auf seinen Lorbeeren aus und präsentierte, unterstützt von Goldman Sachs, Anfang dieses Jahres die Funktion „Jetzt kaufen, später zahlen“. Dieser clevere Schachzug ermöglichte es Nutzern, ihre Einkäufe in vier überschaubare, zinslose Raten aufzuteilen.
Im April stand das Duo wieder im Rampenlicht und kündigte die Einführung eines Sparkontos mit einem verlockenden Jahreszins von 4,15 % an. Dieses Projekt stießdentauf großes Interesse, und die Einlagen sollen die 10-Milliarden-Dollar-Marke überschritten haben.
Doch es lief nicht alles reibungslos. Goldman Sachs hatte angeblich mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und musste für die Verwaltung der Apple-Kreditkarte durchschnittlich 350 US-Dollar an Kundengewinnungskosten tragen.
Die finanziellen Spuren der Tech-Giganten
Apple ist nicht der einzige Tech-Gigant, der in den Finanzsektor einsteigen will. Elon Musk enthüllte nach der Übernahme von X (ehemals Twitter) seine Vision, das soziale Netzwerk in eine umfassende „Alles-App“ zu verwandeln. Musk stellte sich eine Plattform vor, auf der Nutzer ihre gesamten Finanzangelegenheiten nahtlos verwalten können.
Die Dinge haben bereits ihren Lauf genommen. Ende August erhielt X von den Aufsichtsbehörden in Rhode Island eine Lizenz für Währungstransferdienste, was die Ambitionen des Unternehmens im Finanzsektor weiter vorantreibt.
Diese Lizenz ist ein wahrer Glücksgriff und ermöglicht Unternehmen die Erweiterung ihres Angebots um eine Vielzahl von Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit traditionellen und Kryptowährungen. Damit verfügt X nun über alle notwendigen Instrumente, um digitale Währungen zu verwalten, zu transferieren und zu handeln.
Und dieser Erfolg beschränkt sich nicht auf Rhode Island. X konnte ähnliche Lizenzen in einer Reihe von Bundesstaaten sichern, darunter Arizona, Georgia, Maryland, Michigan, Mississippi, Missouri und New Hampshire.
Aus diesen Entwicklungen lässt sich schließen, dass sich die Technologiekonzerne der lukrativen Perspektiven des Finanzsektors sehr wohl bewusst sind. Wie Apple und Goldman Sachs jedoch gezeigt haben, ist die Navigation in diesem Bereich alles andere als cake.
Es handelt sich um eine Branche voller Unwägbarkeiten, und selbst die größten Unternehmen müssen ihre Strategien unter Umständen anpassen. Auch wenn diese spezielle App eingestellt wurde, ist die Entwicklung der Schnittstellen zwischen Technologie und Finanzen noch lange nicht abgeschlossen.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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